Die Partie im Detail:
Starkes erstes Drittel: Die Saale Bulls Halle legten im Heimspiel gegen die Hannover Indians einen konzentrierten und zielstrebigen Start hin und belohnten sich nach 20 intensiven Minuten mit einer verdienten 2:0-Führung.
Von Beginn an übernahmen die Bulls die Initiative. Bereits in der ersten Minute setzte Alex Berger ein Zeichen, als er hinter dem Tor der Gäste entlanglief und Brett Schaefer im Slot bediente, der nur knapp verpasste. Halle setzte sich früh im Angriffsdrittel fest und schlug schnell zu.
In der zweiten Spielminute nutzten die Hausherren ihre Druckphase eiskalt aus: Marvin Neher spielte auf Niklas Jentsch, der die Lücke erkannte und den Puck präzise ins Dreiangel setzte. Die Führung war verdient und gab dem Spiel der Bulls zusätzliche Sicherheit. Robin Palka hatte ebenfalls seinen Anteil am Treffer.
Hannover versuchte, umgehend zu reagieren und kam durch Konter sowie Abschlüsse von N. Ritchie zu ersten Möglichkeiten. Doch Kai Kristian im Tor der Bulls blieb aufmerksam, sicherte die Scheiben souverän und strahlte Ruhe aus. Auch in einer Phase, in der sich die Gäste im Drittel der Hallenser festsetzen konnten, hielt die Defensive stand.
Die Partie wurde zunehmend körperbetonter. Immer wieder mussten sich die Bulls-Spieler an der Bande gegen mehrere Gegenspieler behaupten. Kleine Nicklichkeiten – unter anderem zwischen Alex Berger und einem Indianer – zeigten, dass beide Teams bereit waren, intensiv zu arbeiten.
Nach einer ausgeglichenen Phase mit Chancen auf beiden Seiten erhöhte Halle in der 15. Minute. Robin Palka chippte die Scheibe stark in den Lauf von Nicolas Cornett. Der Stürmer zog aus der Distanz ab und traf entschlossen zum 2:0. Ein konsequent zu Ende gespielter Angriff, der die Effektivität der Bulls unterstrich.
Kurz vor der Pause mussten die Hausherren noch eine Unterzahl überstehen. Vojtech Suchomer erhielt zwei Minuten wegen Stockschlags. Doch auch hier verteidigten die Bulls diszipliniert. Robin Palka störte entscheidend an der blauen Linie, Hannover kam nicht zwingend zum Abschluss. Nach überstandener Unterzahl blieb es dabei: Die Indians bauten mehrfach neu auf, wurden jedoch immer wieder in ihrer Vorwärtsbewegung gestört.
So gingen die Saale Bulls mit einer verdienten 2:0-Führung in die erste Pause – verdient aufgrund der besseren Chancenverwertung, der geschlossenen Defensivarbeit und eines wachen Kai Kristian zwischen den Pfosten.
Offener Schlagabtausch im zweiten Drittel: Nach der 2:0-Führung aus dem ersten Abschnitt entwickelte sich im zweiten Drittel ein deutlich intensiveres und phasenweise wildes Spiel. Am Ende stand es 4:2 für die Saale Bulls – verdient, aber längst nicht mehr so souverän wie zuvor.
Hannover kam mit spürbar mehr Druck aus der Kabine. Die Gäste versuchten früh, Struktur in ihr Aufbauspiel zu bringen, während Halle zunächst eher abwartend agierte. Jesper Åkerman musste nach einem harten Einsteigen kurz durchschnaufen und hielt sich das Gesicht, insgesamt wurde die Partie nun körperlicher. Vor allem an der Bande mussten sich die Bulls mehrfach gegen zwei Gegenspieler gleichzeitig behaupten.
Kai Kristian blieb in dieser Phase ein sicherer Rückhalt. Als die Indians direkt vor seinem Tor nachstocherten, bewahrte er Ruhe und sicherte die Scheibe. Genau in diese etwas defensive Phase hinein setzte Halle dann den nächsten Wirkungstreffer.
In der 27. Spielminute fing Sergej Stas den Puck an der eigenen blauen Linie stark ab, spielte auf Robin Drothen, der sofort auf Niklas Jentsch weiterleitete. Jentsch lief komplett frei ins Angriffsdrittel und vollendete eiskalt zum 3:0 – ein mustergültig ausgespielter Konter.
Doch diesmal kam die Antwort von Hannover: C. Anderson verkürzte nach Zuspiel von N. Ritchie auf 3:1 und brachte die Gäste zurück ins Spiel. Kurzzeitig kippte das Momentum, aber die Bulls reagierten genau richtig: Nur wenig später kombinierte sich Halle sehenswert durch das Drittel der Indians. Elvijs Biezais passte zu Niklas Jentsch, der mit Übersicht auf Tomi Wilenius ablegte, der zum 4:1 traf. Die direkte Antwort zeigte Charakter und hielt Hannover zunächst auf Distanz.
Die Partie blieb intensiv. B. Snetsinger prüfte Kai Kristian mit einem gefährlichen Schuss, den dieser nach oben ablenkte. Auf der Gegenseite scheiterte Niklas Jentsch am Gestänge – der Puck sprang vom Tor weg, statt die Vorentscheidung zu bringen.
Eine Überzahlsituation nach einer Strafe gegen J. Neugebauer wegen Stockschlags brachte Halle zwar in Formation, doch Hannover verteidigte aggressiv und ließ kaum klare Abschlüsse zu. S. Graf parierte sicher, die Gäste überstanden die Unterzahl schadlos.
Kurz vor der zweiten Pause setzte Hannover noch einmal ein Zeichen. A. Samusev setzte sich stark durch, umkurvte die Defensive und schob den Puck an Kai Kristian vorbei zum 4:2 ins Netz.
So gingen die Bulls erneut mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine. Offensiv blieben sie effektiv und nutzten ihre Chancen konsequent. Defensiv jedoch ließ die Kompaktheit aus dem ersten Drittel etwas nach. Das Spiel war offen und entschieden war hier noch nichts.
Die Saale Bulls Halle haben ihr Heimspiel gegen die Hannover Indians mit 4:2 gewonnen. Nach einer zwischenzeitlich komfortablen Führung wurde es im Schlussdrittel noch einmal spannend, doch die Bulls verteidigten ihren Vorsprung mit großem Einsatz bis zur Schlusssirene.
Im letzten Abschnitt versuchten die Gäste aus Hannover früh, das Spiel noch einmal zu drehen. Immer wieder setzten sie sich im Drittel der Bulls fest und prüften Kai Kristian mit mehreren Abschlüssen. Der Schlussmann der Hallenser blieb jedoch aufmerksam und parierte unter anderem einen Schuss vom Bullykreis sowie einen gefährlichen Versuch eines frei durchbrechenden Indians-Spielers.
Die Bulls versuchten ihrerseits, über schnelle Gegenstöße Entlastung zu schaffen. Sebastian Christmann suchte im Eins-gegen-eins den Abschluss, während Erik Hoffmann und Tomi Wilenius weitere Schüsse in Richtung Tor von S. Graf brachten. Wirklich festsetzen konnten sich die Gastgeber im Angriffsdrittel jedoch zunächst selten.
In der 52. Minute wurde es noch einmal brenzlig. Nach einem kleinen Fehler in der Defensive tauchte C. Anderson plötzlich frei vor Kai Kristian auf, umspielte den Bulls-Goalie und verkürzte für Hannover. Die Partie war damit wieder offen, und die Indians erhöhten anschließend deutlich den Druck.
Halle geriet nun phasenweise ins Schwimmen. Mehrfach drängten die Gäste mit viel Tempo vor das Bulls-Tor, doch entweder fehlte die letzte Präzision im Abschluss – etwa bei einem Schuss von Anderson – oder die Defensive der Hausherren war rechtzeitig zur Stelle.
In den letzten Minuten setzten die Indians alles auf eine Karte. Graf verließ zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers das Eis. Die Bulls verteidigten jedoch diszipliniert und brachten den Puck immer wieder aus der Gefahrenzone. Ein Treffer der Hallenser ins leere Tor wurde zwar wegen hohen Stocks zuvor abgepfiffen, doch die zeit lief für die Hausherren.
Nach einer Auszeit der Gäste und einem letzten Bullyversuch vor dem Bulls-Tor gelang es Erik Hoffmann schließlich, die Scheibe aus dem Drittel zu bringen. Kurz darauf ertönte die Schlusssirene.
Fazit: Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem starken Kai Kristian im Tor sicherten sich die Saale Bulls einen verdienten 4:2-Heimsieg gegen den Tabellendritten. Für Platz vier reichte es dennoch nicht mehr.
Somit treffen unsere Saale Bulls im Playoff-Achtelfinale nun auf die Selber Wölfe und starten am kommenden Sonntag auswärts. (FE)
♦ Träger des goldenen Helms: #63 Tomi Wilenius
Torschützen:
1:0 Niklas Jentsch – 2.
2:0 Nicolas Cornett – 15.
3:0 Niklas Jentsch – 26.
3:1 Calder Anderson – 29.
4:1 Tomi Wilenius – 30.
4:2 Alex Samusev – 40.
4:3 Calder Anderson – 52.
Tore: 4:3 (2:0/2:2/0:1)
Mit: HWGmbH