Die Partie im Detail:
Unsere Saale Bulls Halle erwischten im Auswärtsspiel bei den Herforder Ice Dragons einen überzeugenden Start und lagen nach dem ersten Drittel verdient mit 2:0 in Führung. Der erste Abschnitt gehörte klar den Saale Bulls, die mit hoher Intensität, viel Scheibenbesitz und konsequenter Chancenverwertung überzeugten.
Von Beginn an übernahmen die Bulls die Kontrolle. Zwar gewann Herford das erste Bully und versuchte zunächst, das Spiel tief zu halten, doch Halle fand schnell in die Partie. Bereits in den ersten Minuten setzte sich Halle mehrfach im Angriffsdrittel fest und brachte früh Scheiben auf das Tor von J. Urbisch. Besonders Robin Drothen und Elvijs Biezais sorgten immer wieder für Torgefahr.
Mit zunehmender Spieldauer schnürten die Bulls die Ice Dragons phasenweise regelrecht ein. Halle hielt den Puck lange in der Offensivzone, gewann Zweikämpfe und ließ Herford kaum Luft zum Durchatmen. Die Defensive der Gastgeber stand unter Dauerdruck, während Urbisch mehrfach eingreifen musste.
In der 7. Spielminute belohnten sich die Bulls für ihre starke Anfangsphase: Robin Drothen fing einen Puck gekonnt aus der Luft, schirmte ihn ab und legte mustergültig für Brett Schaefer auf, der sich kurz drehte und zur verdienten 1:0-Führung einnetzte.
Auch danach blieb Halle spielbestimmend. Herford kam nur vereinzelt zu Entlastungsangriffen, die jedoch meist ungenau abgeschlossen wurden oder an Nils Kapteinat scheiterten. Die Bulls hingegen hielten das Tempo hoch, überspielten die neutrale Zone oft mit wenigen Pässen und suchten konsequent den Abschluss.
In der 16. Minute folgte der nächste sehenswerte Treffer. Tomi Wilenius zog einen weiten Bogen von links nach rechts, schüttelte dabei zwei Gegenspieler ab und zog anschließend entschlossen zum Tor. Sein Schuss flog über die Schulter von Urbisch hinweg zum 2:0 ins Netz.
Kurz vor der Pause mussten die Bulls erstmals in Unterzahl agieren, nachdem gegen Robin Drothen eine Strafe wegen hohem Stock ausgesprochen wurde. Herford ließ die Scheibe zwar lange durch die eigenen Reihen laufen, kam jedoch kaum zu zwingenden Abschlüssen. Halle verteidigte diszipliniert, überstand die Unterzahl schadlos und ging mit der verdienten Zwei-Tore-Führung in die erste Pause.
Halle setzte im zweiten Drittel des Auswärtsspiels bei den Herforder Ice Dragons seine dominante Vorstellung fort und zog bis zur zweiten Pause auf 5:1 davon. Auch im Mittelabschnitt unterstrichen unsere Saale Bulls ihre spielerische und läuferische Überlegenheit.
Der Mittelabschnitt begann aus Sicht der Bulls optimal. Kaum war das Spiel wieder freigegeben, brachte Patrick Schmid die Scheibe sauber aus dem eigenen Drittel und bediente Thomas Merl, der nicht lange zögerte und den Puck mit einem platzierten Schuss zum 3:0 im Tor unterbrachte. Halle blieb unmittelbar danach tonangebend und drängte weiter nach vorne.
Nur wenige Minuten später erhöhte die Bulls erneut: Sergej Stas überquerte die blaue Linie, legte quer auf Erik Gollenbeck, der bis in den Bullykreis zog und aus spitzem Winkel über die Schulter von J. Urbisch hinweg zum 4:0 traf. Die Bulls machten anschließend die neutrale Zone konsequent dicht und ließen für Herford kaum kontrollierte Angriffe zu.
Halle agierte weiterhin sehr geordnet, setzte Herford früh unter Druck und schloss fast jeden Angriff konsequent ab. Die Ice Dragons versuchten zwar, sich phasenweise im Angriffsdrittel festzusetzen, bissen sich jedoch an der stabilen Defensive und an Nils Kapteinat die Zähne aus. Auch in Unterzahl blieb Halle konzentriert und ließ nur wenige harmlose Abschlüsse zu.
In der 32. Spielminute nutzten die Bulls einen Wechselfehler der Gastgeber eiskalt aus. Nach zwei abgewehrten Schüssen landete der Puck schließlich bei Elvijs Biezais, der Urbisch mit einer schnellen Bewegung ausspielte und zum 5:0 einschob. Kurz darauf reagierte Herford mit einem Torhüterwechsel, um weiteren Schaden zu verhindern.
Trotz klarer Überlegenheit musste Halle dann aber doch einen Gegentreffer hinnehmen. In der 39. Minute brachte P. Woltmann die Scheibe von hinter dem Tor in den Slot, wo Erik Hoffmann im Zweikampf unglücklich angeschossen wurde und den Puck ins eigene Tor abfälschte. Mehr ließen die Bulls jedoch nicht zu.
Im Schlussdrittel ließen unsere Saale Bulls Halle keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie und schraubten das Ergebnis am Ende deutlich auf 9:2 in die Höhe.
Halle kam auch im dritten Drittel mit viel Zug zum Tor aus der Kabine. Bereits in den Anfangsminuten prüften die Bulls den eingewechselten K. Vogel mehrfach. Zwar hatte Herford kurzzeitig mehr Scheibenbesitz und kam zu einzelnen Abschlüssen, doch die Gäste blieben die klar dominierende Mannschaft.
In der 43. Minute zahlte sich die strukturierte Spielweise erneut aus: Nach einer schnellen Kombination über Tomi Wilenius und Sergej Stas landete der Abpraller bei Patrick Schmid, der kompromisslos zum 6:1 vollendete. Herford versuchte anschließend, mehr Präsenz im Angriffsdrittel zu zeigen, fand jedoch nur selten ein Durchkommen gegen die konzentriert arbeitende Defensive der Bulls.
Nur zwei Minuten später legte Halle erneut nach: Jesper Åkerman zog über die blaue Linie und bediente erneut Patrick Schmid, der mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 7:1 stellte. Die Bulls spielten weiter ruhig, diszipliniert und fanden nahezu immer eine Anspielstation.
In der 49. Spielminute folgte der nächste Treffer: Nicolas Cornett setzte Sebastian Christmann in Szene, der gegen seinen Ex-Verein eiskalt blieb und zum 8:1 einschob. Kurz darauf erhöhte Halle sogar noch weiter, als Tomi Wilenius mustergültig Robin Drothen bediente und dieser zum 9:1 traf.
Trotz des deutlichen Rückstands gaben sich die Ice Dragons nicht auf. Nils Kapteinat musste in der Folge noch einige Male eingreifen, ehe Herford in der 58. Minute durch Jegors Kalnins zum zweiten Treffer kam. Mehr ließ die Defensive der Bulls jedoch nicht zu.
Fazit: Mit dem klaren 9:2-Erfolg unterstrichen die Saale Bulls ihre Überlegenheit über die gesamten 60 Minuten und setzten mit diesem Kantersieg in Herford ein deutliches Ausrufezeichen für die kommende heiße Phase der Saison.
Die Freude über diesen Sieg wurde allerdings sehr getrübt, da sich unser Kapitän Thomas Merl im Spiel so stark verletzt hat, dass er ins Krankenhaus musste. Wir wünschen ihm alles Gute! (FE)
♦ Träger des goldenen Helms: #19 Elvijs Biezais
Torschützen:
0:1 Brett Schaefer – 7.
0:2 Tomi Wilenius – 16.
0:3 Thomas Merl – 21.
0:4 Erik Gollenbeck – 24.
0:5 Elvijs Biezais – 32.
1:5 Philip Woltmann – 39.
1:6 Patrick Schmid – 43.
1:7 Patrick Schmid – 46.
1:8 Sebastian Christmann – 49.
1:9 Robin Drothen – 49.
2:9 Jegors Kalnins – 58.
Tore: 2:9 (0:2/1:3/1:4)
Mit: HWGmbH