Spielbericht: Starker Auftritt der Saale Bulls sichert ersten Sieg der Saison gegen Tilburg!!!

Kein Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen Anfang Februar – heute zeigte unser Team ein ganz anderes Gesicht im Spiel gegen die Tilburg Trappers: In einem absolut ausgeglichenem ersten Drittel fielen keine Tore. Das änderte sich im Mittelabschnitt, nach 40 Minuten führten wir durchaus verdient mit 3:2. Diese knappe Führung verteidigten die Bulls bis zur letzten Sekunde. Auch wütend anrennende Trappers brachten sie nicht aus der Ruhe, sie verteidigten – selbst in doppelter Unterzahl – überragend.

 

Die Partie im Detail:

Die Saale Bulls starteten konzentriert in das Auswärtsspiel bei den Tilburg Trappers – kein Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen. Das erste Drittel verlief komplett auf Augenhöhe.

Die Hausherren sicherten sich zwar das erste Bully und setzten früh ein Zeichen mit einem Schuss von der blauen Linie, der knapp am Tor vorbeiging. Die erste nennenswerte Gelegenheit gehörte jedoch den Hallensern: Nicolas Cornett fing einen missglückten Rückpass ab, scheiterte jedoch an C. Andree im Tor der Niederländer. Kurz darauf setzte Robert Hechtl energisch nach, eroberte mit starkem Forechecking den Puck und kam sogar zum Nachschuss – Andree blieb aber aufmerksam.
In der dritten Minute gerieten die Bulls erstmals in Unterzahl. Brett Schaefer musste wegen Beinstellens auf die Strafbank. Tilburg baute Druck auf, doch die Hallenser Defensive verteidigte konsequent. Kai Kristian – erstmals seit langer Verletzungspause wieder im Einsatz – parierte sicher gegen G. Vogelaar und weitere Abschlüsse von der blauen Linie. Halle überstand die Unterzahl schadlos.
Wenig später bot sich die erste Überzahlchance für die Bulls: N. Muller hielt Patrick Schmid regelwidrig fest. Im Powerplay ließ Halle den Puck gut laufen, kam durch Niklas Jentsch mehrfach zum Abschluss und setzte Andree unter Druck. Besonders ein Schuss vom Bullykreis sorgte für Gefahr, doch der Tilburger Schlussmann hielt seinen Kasten sauber.
Die Partie entwickelte sich zu einem schnellen, intensiven Schlagabtausch. Robin Palka sorgte für eine Szene mit Unterhaltungswert, als er nach einem Zusammenstoß eine komplette Drehung hinlegte – und sich dennoch den Puck sicherte. Beide Mannschaften agierten agil und suchten immer wieder den Weg zum Tor.
Tilburg prüfte Kai Kristian mehrfach, unter anderem durch M. Hermens und N. Muller, doch der Bulls-Goalie zeigte starke Reflexe. Auf der anderen Seite rutschte ein abgefälschter Schuss von Palka parallel zur Torlinie entlang – Zentimeter fehlten zur Führung.
In der 15. Spielminute kassierte J. Verkiel nach einem harten Crosscheck eine Strafzeit. Die Bulls benötigten etwas Zeit, um in Formation zu kommen, erspielten sich dann aber erneut gute Möglichkeiten. Wilenius zog vom Bullykreis ab, Jentsch blockte sogar einen Gegenspieler mit einem Schuss. Dennoch blieb Andree stabil, auch weil er freie Sicht behielt.
In den Schlussminuten erhöhte Tilburg noch einmal das Tempo. Marinaccio und McLeod kombinierten sich gefährlich in das Drittel der Bulls, fanden jedoch keinen Abschluss. Auf der Gegenseite kreuzte Hechtl noch einmal vor dem Tor, doch der Puck blieb hängen.

So ging es nach intensiven, temporeichen 20 Minuten torlos in die erste Pause. Beide Teams hatten ihre Chancen, beide Torhüter präsentierten sich hellwach – ein 0:0, das die Ausgeglichenheit dieses ersten Drittels widerspiegelte.

Nach dem torlosen ersten Abschnitt nahmen die Saale Bulls im zweiten Drittel das Heft selbst in die Hand – und profitierten früh von einer kuriosen Szene.

M. Dalhuisen wollte hinter dem eigenen Tor aufbauen, doch ihm zerbrach der Schläger. Der Puck landete direkt auf der Kelle von Brett Schaefer, der nicht lange fackelte und humorlos zum 1:0 für Halle einschoss. Ein Treffer mit Slapstick-Charakter, aber mit maximaler Wirkung.
In der Folge blieben die Bulls aktiv. Wilenius und Schmid kombinierten sich sehenswert vors Tor, doch C. Andree hielt stark. Allerdings schlichen sich auch Nachlässigkeiten ins Spiel der Bulls ein – so brachte ein gefährlicher Rückpass im eigenen Drittel unnötige Unruhe.
Tilburg nutzte diese Phase eiskalt. In der 28. Spielminute bediente Dalhuisen T. van Soest mustergültig vor dem Tor, der zum Ausgleich traf. Nur Sekunden später folgte der nächste Nackenschlag: Ein Schuss von der blauen Linie wurde von P. Marinaccio unhaltbar abgefälscht – plötzlich lagen die Bulls mit 1:2 zurück. Halle reagierte mit einer Auszeit, um Ordnung ins Spiel zu bringen.
Die Partie wurde im Anschluss kurzzeitig wild, mit Chancen auf beiden Seiten. Niklas Jentsch scheiterte nur denkbar knapp, als der Puck von der Latte zurück ins Feld sprang. In Überzahl – Tilburg hatte wegen zu vieler Spieler auf dem Eis eine Strafzeit kassiert – fanden die Bulls zunächst keinen Rhythmus. Doch in der 34. Minute belohnte sich Halle für den Druck. Robin Palka setzte nach, fing einen Abpraller aus der Luft und traf aus dem Bullykreis entschlossen zum 2:2-Ausgleich.
Kurz darauf überschattete eine harte Szene das Spiel: Palka wurde von A. Loginov mit einem Hüftcheck zu Fall gebracht und schlug mit dem Kinn auf dem Eis auf. Blut war deutlich zu sehen. Nach Videostudium entschieden die Schiedsrichter auf zwei Minuten wegen Beinstellens. Eine Entscheidung, die aus Hallenser Sicht deutlich zu milde ausfiel. Immerhin kehrte Palka später wieder aufs Eis zurück – ein starkes Zeichen.
In der Schlussminute des Drittels setzte Halle dann den nächsten Treffer. Sie eroberten an der eigenen blauen Linie den Puck, Patrick Schmid spielte schnell auf Niklas Jentsch, der entschlossen nach vorn zog und Andree mit einem platzierten Schuss rechts vorbei zur 3:2-Führung überwand.

Mit diesem wichtigen Treffer kurz vor der Pause gingen die Saale Bulls nach einem intensiven, emotionalen zweiten Drittel verdient mit 3:2 in Führung.

Das letzte Drittel begann kontrolliert. Halle hielt Tilburg früh im eigenen Drittel, Schmid versuchte es von der blauen Linie, doch C. Andree sicherte. Defensiv blieb man aufmerksam: D. Bindels tauchte gefährlich vor Kai Kristian auf, kam per Rückhand zum Abschluss, doch der Bulls-Goalie blieb stabil.

Insgesamt entwickelte sich ein taktisch geprägter Abschnitt. Tilburg spielte diszipliniert, lauerte auf Fehler, während Halle bemüht war, das Tempo zu dosieren. Chancen gab es auf beiden Seiten – Biezais prüfte Andree, Palka bediente Schiller, doch ohne zählbaren Erfolg.
Die offensivste Phase gehörte dann den Gastgebern. Immer wieder liefen die Trappers an. Marinaccio versuchte es von der blauen Linie, Hermens kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, vor Kristian wurde mehrfach gestochert – aber der Hallenser Schlussmann blieb ruhig, sicherte auch im Liegen wichtige Scheiben.
Mit zunehmender Spielzeit wirkte Halle nervös. Fehlpässe häuften sich, Tilburg setzte sich im Drittel der Bulls fest. In der 57. Minute folgte die nächste Herausforderung: Jesper Åkerman musste wegen Bandenchecks auf die Strafbank. Die Trappers bauten ihr Powerplay auf, nahmen in der Schlussphase sogar Andree vom Eis, um mit einem zusätzlichen Feldspieler Druck zu erzeugen.
Doch die Bulls verteidigten mit allem, was sie hatten. Kai Kristian parierte erneut stark, die Defensive warf sich in Schüsse und mit einem Befreiungsschlag verschaffte man sich Luft. Halle überstand die Unterzahl – ein Schlüsselmoment.
Als Tilburg in der Schlussminute alles nach vorne warf, nutzte Elvijs Biezais die sich bietende Lücke. Er gewann an der eigenen blauen Linie den Zweikampf, setzte sich trotz Bedrängnis durch, lief bis ins Angriffsdrittel und traf eiskalt zum 4:2 ins verwaiste Tor. Kurz darauf war Schluss.

Fazit: Die Saale Bulls entführten drei hart erarbeitete Punkte aus Tilburg. Nach einem intensiven Spiel mit emotionalen Momenten und einer starken Defensivleistung im Schlussabschnitt stand am Ende ein verdienter 4:2-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel. (FE)

 

♦ Träger des goldenen Helms: #63 Tomi Wilenius

 

Torschützen:
0:1 Brett Schaefer – 22.
1:1 Ties van Soest – 28.
2:1 Phil Marinaccio – 28.
2:2 Robin Palka – 34.
2:3 Niklas Jentsch – 40.
2:4 Elvijs Biezais – 60. (EN)
Tore: 2:4 (0:0/2:3/0:1)

 

Mit: HWGmbH

📸: Theo Gerloff

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