Spielbericht: Keine Punkte vorm Jahreswechsel!

Abgesehen von den Startschwierigkeiten im ersten Drittel, wäre da aus unserer Sicht heute definitiv mehr drin gewesen. Leider haben wir unsere Chancen – vor allem im zweiten Abschnitt – nicht genutzt.

 

Die Partie im Detail:

Die Saale Bulls waren am Dienstag Abend bei den Hannover Scorpions von Beginn an gefordert. Die Gastgeber starteten druckvoll ins erste Drittel und setzten die Bulls früh unter Druck. 

Bereits in den ersten Minuten musste Daniel Allavena mehrfach eingreifen und hielt seine Mannschaft mit sicheren Paraden im Spiel, während Hannover immer wieder zu Abschlüssen kam. Halle tat sich zunächst schwer, ins eigene Spiel zu finden. Zwar gab es erste Entlastungsaktionen und einzelne Schüsse – unter anderem durch Robert Hechtl –, doch insgesamt fehlte es im Aufbau an Präzision und Tempo. Hannover nutzte diese Phase konsequent aus und setzte sich zunehmend im Angriffsdrittel der Bulls fest.
In der 5. Spielminute gingen die Scorpions verdient in Führung. C. Kiefersauer kam frei vor Allavena an den Puck und überwand den Bulls-Goalie mit einem Rückhandschuss an den langen Pfosten zum 1:0. Auch danach blieb Hannover spielbestimmend, zeigte starkes Forechecking und ließ Halle kaum Raum zur Entfaltung.
Erst ab der Mitte des ersten Abschnitts kamen die Saale Bulls etwas besser ins Spiel. Schüsse von Kai Zernikel, Elvijs Biezais und Marvin Neher sorgten erstmals für Gefahr vor dem Tor von F. Gensicke, der jedoch aufmerksam blieb. Das Spiel wurde körperlicher und intensiver, dennoch blieb Hannover insgesamt griffiger und einen Schritt schneller.
Kurz vor der Pause gerieten die Scorpions durch eine Strafe gegen T. Supis in Unterzahl. Zwar fanden die Bulls zunächst nicht in die Aufstellung, doch in der letzten Sekunde des Drittels nutzten sie ihre Chance eiskalt: Erik Gollenbeck brachte den Puck aufs Tor, Gensicke ließ abprallen, und nach Stationen über Nicolas Cornett und Sebastian Christmann traf Tomi Wilenius mit einem schnellen Rückhandschuss zum glücklichen 1:1-Ausgleich.
Mit diesem Erfolg retteten sich die Saale Bulls in die erste Pause und stellten den Spielverlauf zumindest auf der Anzeigetafel wieder auf ausgeglichen – trotz eines insgesamt dominanten ersten Drittels der Hannover Scorpions.

Die Saale Bulls Halle kamen deutlich aktiver aus der Kabine und zeigten im zweiten Drittel ein anderes Gesicht als noch zu Beginn der Partie. Bereits in der ersten Minute setzte Aaron Reinig ein erstes Zeichen, sein Schuss verfehlte das Tor jedoch knapp. Zwar gelang es den Hannover Scorpions weiterhin, sich immer wieder im Angriffsdrittel der Bulls festzusetzen, insgesamt wirkte Halle nun aber präsenter und strukturierter.

In der Anfangsphase übernahmen die Saale Bulls zunehmend die Kontrolle. Sie setzten sich längere Zeit im Drittel der Gastgeber fest, ließen die Scheibe gut laufen und schnürten Hannover phasenweise ein. Die beste Möglichkeit zur Führung hatte Thomas Merl, dessen Schuss in der 25. Minute aber an der Latte landete. Hannover hatte in dieser Phase sichtbar Schwierigkeiten, sich zu befreien, während Halle weiter Druck ausübte und zu mehreren Abschlüssen kam, jedoch keine Lücke im Abwehrverbund der Scorpions fand.
Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams kamen zu Chancen, wobei Daniel Allavena auf Seiten der Bulls mehrfach aufmerksam blieb, unter anderem gegen Abschlüsse von J. Kirsch und J. Pavlu. Auch F. Gensicke im Tor der Scorpions wurde nun regelmäßig geprüft, etwa durch Versuche von Patrick Schmid, Elvijs Biezais und Robin Palka.
In der Schlussphase des Drittels wurde es unübersichtlich vor dem Tor der Saale Bulls. Nach mehreren verpassten Abschlüssen und einem wilden Gewühl im Slot verlagerte sich das Spiel auf die linke Seite des Tores. Daniel Allavena blieb kurz hängen, während ein Scorpion hinter dem Tor den Überblick behielt und den Puck zu C. Kiefersauer brachte. Dieser nahm die Scheibe zunächst mit dem Schlittschuh an, korrigierte schnell und schoss in der 39. Minute zum 2:1 für Hannover ein.
Mit diesem Treffer gingen die Hannover Scorpions mit einer knappen Führung in die zweite Pause, obwohl die Saale Bulls über weite Strecken des Mitteldrittels das aktivere und druckvollere Team gewesen waren.

Die Saale Bulls Halle gingen mit einem knappen Rückstand in den Schlussabschnitt, fanden jedoch zunächst nur schwer ins Spiel. Hannover schnürte die Bulls in den ersten Minuten regelrecht ein und agierte druckvoll, als befänden sich die Scorpions in Überzahl. Halle versuchte, über Konter ins Spiel zu kommen, scheiterte dabei jedoch mehrfach an Ungenauigkeiten und Abseitsstellungen.

Nach und nach gelang es den Bulls, sich etwas zu befreien. Patrick Schmid brachte den Puck ins Angriffsdrittel, Adam Domogalla und Marvin Neher sorgten mit Abschlüssen für erste Gefahr, doch Gensicke zeigte sich aufmerksam im Tor der Scorpions. Auf der Gegenseite blieb Daniel Allavena gefordert, da Hannover bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Abschluss suchte.
In der 52. Minute folgte ein herber Rückschlag für Halle. Nach einer guten Passkombination der Bulls wurde der Puck abgefangen, Hannover schaltete blitzschnell um und A. McPherson lief allein auf Allavena zu. Mit einem platzierten Schuss über die Stockhand traf er ins Torgestänge und erhöhte auf 3:1. In der Folge blieb Hannover am Drücker, während das Spiel der Bulls zeitweise unstrukturiert wirkte.
Halle gab sich jedoch nicht auf. Trotz weiterer Chancen der Scorpions und eines starken F. Gensicke, der unter anderem eine Großchance von Erik Gollenbeck entschärfte, versuchten die Bulls bis zum Schluss, noch einmal heranzukommen. In der 58. Minute nahm Halle eine Auszeit, Daniel Allavena verließ das Eis zugunsten eines sechsten Feldspielers.
Der Mut wurde belohnt: In der letzten Minute lief der Puck sauber durch die Reihen, Aaron Reinig legte auf Elvijs Biezais ab, der den Puck entschlossen zum 3:2-Anschlusstreffer im Tor unterbrachte. Halle nahm erneut den Torhüter vom Eis und setzte in den verbleibenden Sekunden alles auf eine Karte.
Trotz weiterer Abschlüsse und eines letzten Schusses von der Blauen, der geblockt wurde, gelang der Ausgleich nicht mehr. Hannover verteidigte die knappe Führung konsequent und brachte den 3:2-Erfolg über die Zeit. Die Saale Bulls zeigten Moral und kamen spät noch einmal heran, mussten sich am Ende jedoch knapp bei den Hannover Scorpions geschlagen geben.

Fazit: Leider fehlte es heute an der nötigen Effizienz bzw. Durchschlagskraft. Wirklich schade, aber jetzt den Kopf nicht hängen lassen, trotz Niederlage war das ein sehr gutes Spiel, auf dem man aufbauen kann. Vor allem hat unser Team einmal mehr Kampfgeist und Moral bewiesen. (FE)

 

♦ Träger des goldenen Helms: #19 Elvijs Biezais

 

Torschützen:
1:0 Christoph Kiefersauer – 5.
1:1 Tomi Wilenius – 20. (PP1)
2:1 Christoph Kiefersauer – 39.
3:1 Allan McPherson – 52.
3:2 Elvijs Biezais – 60.
Tore: 3:2 (1:1/1:0/1:1)

 

Mit: HWGmbH

📸: Hannes Kabel

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