Das Spiel war über weite Strecken komplett ausgeglichen – mit mehreren Führungswechseln – und am Ende dem Sieg für unsere Saale Bulls.
Die Partie im Detail:
Die Saale Bulls Halle starteten konzentriert in das Auswärtsspiel bei den TecArt Black Dragons Erfurt und lieferten sich von Beginn an ein intensives erstes Drittel, das nach 20 Minuten leistungsgerecht mit 1:1 endete.
Die Gastgeber aus Erfurt begannen mit Patrick Glatzel im Tor, während bei den Bulls Nils Kapteinat zwischen den Pfosten stand. Nach dem Eröffnungsbully übernahmen zunächst die Black Dragons die Initiative, doch Kapteinat war früh hellwach und entschärfte den ersten Abschluss von C. Seto sicher. In der Folge fanden auch die Bulls besser ins Spiel, erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten, unter anderem durch Robert Hechtl sowie Nicolas Cornett und Sebastian Christmann, blieben aber zunächst ohne Torerfolg.
In der 5. Spielminute nutzten die Black Dragons ihre erste Überzahl konsequent. Nach einer Halten-Strafe gegen Marvin Neher zog C. Seto aus einer Rückwärtsdrehung heraus ab und brachte Erfurt mit 1:0 in Führung. Der Treffer löste den traditionellen Teddy-Wurf aus, der für eine längere Unterbrechung sorgte.
Nach Wiederaufnahme des Spiels zeigten die Bulls Moral und erhöhten den Druck. Das Spiel entwickelte sich zu einem schnellen, offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. In der 10. Minute belohnten sich die Saale Bulls schließlich: Nach einem sehenswerten Kombinationsspiel über Tomi Wilenius und Adam Domogalla traf Elvijs Biezais zum verdienten 1:1-Ausgleich.
Auch danach blieb die Partie intensiv. Halle erhielt in der 11. Minute eine Überzahl nach einem Bandencheck von F. Apitz, ließ den Puck gut laufen und kam durch Adam Domogalla sogar zu einem Lattentreffer. Ein weiterer Powerplay-Abschnitt folgte nach einem hohen Stock von T. Banach gegen Robin Palka, doch trotz guter Ansätze blieb ein weiterer Treffer aus.
Kurz vor der Pause versuchten die Bulls noch einmal Druck aufzubauen, wurden jedoch von der Pausensirene gestoppt (das in dieser Sekunde erzielte Tor zählte nicht mehr, da erst mit/nach Sirene). Nach einem unterhaltsamen und umkämpften ersten Drittel ging es mit einem 1:1-Unentschieden in die Kabinen.
Nach der ersten Pause kamen beide Teams unverändert und mit hohem Tempo zurück aufs Eis. Das zweite Drittel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln, an dessen Ende erneut ein ausgeglichenes 3:3 stand.
Zunächst versuchten die Gastgeber, Druck aufzubauen und sich im Drittel der Saale Bulls festzusetzen, fanden jedoch kaum klare Abschlüsse. Halle arbeitete defensiv aufmerksam und setzte im Umschaltspiel immer wieder Akzente. In der 25. Spielminute belohnten sich die Bulls für ihre aktive Phase: Nach einem Schuss von Erik Gollenbeck und weiterer Vorarbeit von Adam Domogalla und Tomi Wilenius traf Elvijs Biezais aus zentraler Position zur zwischenzeitlichen 1:2-Führung.
Die Antwort der Erfurter folgte jedoch prompt: nur wenig später nutzte F. Denner einen Konter und brachte Erfurt zurück ins Spiel. In der 27. Minute drehten die Black Dragons die Partie dann sogar, als C. Seto nach einem langen Pass von M. Markulla einschob.
Die Saale Bulls zeigten sich davon unbeeindruckt und blieben konsequent im Vorwärtsgang. In der 29. Minute nutzten sie eine Unordnung vor dem Erfurter Tor eiskalt aus: Thomas Merl legte hinter dem Tor quer, Robin Drothen schob ein, während Patrick Glatzel noch vergeblich versuchte, rechtzeitig zurück ins Tor zu kommen – der verdiente Ausgleich zum 3:3.
In der Folge blieb das Spiel intensiv, aber ohne weitere Treffer. Halle setzte sich immer wieder im Angriffsdrittel fest, ließ den Puck gut laufen und beschäftigte die Defensive der Hausherren. Die taten sich zunehmend schwer, sich konsequent zu befreien, verteidigten die eigenen Reihen jedoch mit viel Einsatz.
Kurz vor der Pause sorgten mehrere Zweikämpfe und ein verletzungsbedingter Abgang von L. Mannes für Unruhe, am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr. Mit einem ausgeglichenen 3:3 ging es nach einem temporeichen und ereignisreichen zweiten Drittel in die Kabinen.
Im Schlussdrittel zeigten die Saale Bulls Halle eine reife und entschlossene Leistung und drehten ein umkämpftes Spiel bei den TecArt Black Dragons zu ihren Gunsten. Am Ende stand ein verdienter 5:4-Auswärtssieg und damit drei wichtige Punkte für die Bulls.
Nach dem Wiederbeginn übernahmen die Saale Bulls sofort die Kontrolle und setzten die Gastgeber früh unter Druck. Halle war deutlich mehr am Drücker, erspielte sich mehrere Abschlüsse und ließ Erfurt kaum zur Entfaltung kommen. Die Black Dragons hatten große Mühe, sich nachhaltig aus dem eigenen Drittel zu befreien, während die Bulls das Tempo hochhielten und immer wieder gefährlich vor P. Glatzel auftauchten.
In der 49. Spielminute nutzten die Hausherren jedoch eine Überzahlsituation eiskalt aus. Nach einem abgefälschten Schuss von der Blauen brachte R. Kramer Erfurt erneut in Führung. Die Antwort der Saale Bulls folgte prompt und eindrucksvoll: Nur wenige Sekunden nach dem Power Break zog Marvin Neher von der Blauen ab und stellte mit einem platzierten Schuss den Ausgleich wieder her.
Das Spiel blieb intensiv, doch Halle agierte nun sehr diszipliniert und aufmerksam. In der 54. Minute wurde diese Spielkontrolle belohnt. Nach einem Scheibenverlust der Black Dragons schnappte sich Robin Palka den Puck, lief allein auf Patrick Glatzel zu und verwandelte souverän zur 5:4-Führung für die Saale Bulls.
In der Schlussphase warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorn, doch die Bulls verteidigten konzentriert und ließen kaum klare Chancen zu. Nils Kapteinat zeigte sich im Tor erneut sicher, während Halle in Überzahl kurz vor Schluss routiniert die Zeit von der Uhr nahm.
Mit dem Schlusspfiff stand fest: Die Saale Bulls Halle nahmen nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem starken letzten Drittel die drei Punkte aus Erfurt mit.
Fazit: Mit dem Schlusspfiff stand fest: Die Saale Bulls Halle nahmen nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem starken letzten Drittel die drei Punkte aus Erfurt mit. (FE)
♦ Träger des goldenen Helms: #20 Adam Domogalla
Torschützen:
1:0 Christopher Seto – 5. (PP1)
1:1 Elvijs Biezais – 10.
1:2 Elvijs Biezais – 24.
2:2 Fritz Denner – 25.
3:2 Christopher Seto – 27.
3:3 Robin Drothen – 29.
4:3 Rene Kramer – 49. (PP1)
4:4 Marvin Neher – 50.
4:5 Robin Palka – 54.
Tore: 1:1 (1:1/2:2/1:2)
Mit: HWGmbH