Spielbericht: Knapper aber verdienter Sieg für die Saale Bulls!

So langsam ist zu spüren, dass die Kräfte schwinden, denn es lief nicht alles perfekt am heutigen Abend. Umso beachtlicher war einmal mehr der Kampfgeist unseres Teams: auch ein 2-Tore-Rückstand brach nicht die Moral und man kämpfte sich erfolgreich zurück in dieses enge Match.

 

Die Partie im Detail:

Die Saale Bulls Halle waren im ersten Drittel des Dienstagabend-Heimspiels gegen die Herforder Ice Dragons mit viel Einsatz, aber noch ohne die nötige Durchschlagskraft unterwegs. Nach eher zähen und dennoch umkämpften 20 Minuten lagen die Bulls zur ersten Pause mit 0:1 zurück.

Nach dem Eröffnungsbully, der an die Gäste ging, setzte Halle früh ein erstes körperliches Zeichen. In der Anfangsphase kamen beide Teams zu ihren ersten Abschlüssen, ohne jedoch zwingend genug vor den Toren zu werden. Die Bulls suchten immer wieder den Weg nach vorn, unter anderem über Vojtech Suchomer und Erik Hoffmann, doch die Schüsse verfehlten ihr Ziel oder wurden von Herfords Torhüter Jakub Urbisch entschärft.
Das Spiel entwickelte sich insgesamt schleppend und war von vielen Zweikämpfen geprägt. Klare Torchancen blieben lange Zeit Mangelware. Daniel Allavena im Tor der Bulls musste Mitte des Drittels erstmals aufmerksam eingreifen, als ein gefährlicher Puck in Tornähe auftauchte. Kurz darauf erhöhten die Ice Dragons den Druck und nutzten in der 11. Minute eine Unordnung in der Defensive der Bulls konsequent aus. J. Pierson leitete den Angriff ein und bediente D. Makuzki, der frei zum Abschluss kam und zur 1:0-Führung für Herford traf.
In der Folge versuchten die Bulls, mehr Struktur in ihr Offensivspiel zu bringen. Marvin Neher verpasste mit einem Schuss über das Tor den schnellen Ausgleich und auch in den letzten Minuten des Drittels gelang es Halle trotz vereinzelter Druckphasen nicht, Urbisch im Tor der Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Herford wirkte dabei zunehmend sicherer und kam besser ins Spiel. Nach 20 intensiven, aber ereignisarmen Minuten ging es schließlich in die erste Pause.

Im zweiten Drittel zeigten die Saale Bulls Halle eine deutliche Leistungssteigerung, mussten nach 40 Minuten jedoch weiterhin einem Rückstand hinterherlaufen. Trotz mehr Tempo und besserer Struktur gingen die Herforder Ice Dragons mit einer knappen 2:1-Führung in die zweite Pause.

Der Mittelabschnitt begann mit frühen Druckphasen der Gäste. Nach einem Icing musste Daniel Allavena direkt eingreifen und entschärfte einen gefährlichen Schuss aus dem Bullykreis souverän. Kurz darauf offenbarten die Bulls erneut Abstimmungsprobleme in der Defensive. Herford nutzte diese Nachlässigkeit konsequent aus: J. Kalnins kam im linken Bullykreis zum Abschluss, während Allavena die Sicht verdeckt war und erhöhte in der 23. Minute auf 2:0 für die Gäste.
Die Antwort der Bulls ließ diesmal aber nicht lange auf sich warten. Angetrieben von den Fans erhöhte Halle den Druck, setzte sich im Angriffsdrittel fest und ließ den Puck gut laufen. In der 26. Spielminute belohnte sich das Team: Elvijs Biezais behauptete den Puck stark an der Bande und legte auf Tomi Wilenius ab, der direkt abzog und zum 1:2-Anschlusstreffer traf.
In der Folge waren die Saale Bulls klar aktiver. Daniel Allavena verhinderte im Gegenzug mit einem starken Save einen weiteren Gegentreffer bei einem Herforder Alleingang. Halle erspielte sich mehr Scheibenbesitz und kam zu weiteren Möglichkeiten. Eine Strafzeit gegen Marius Garten wegen Hakens eröffnete den Bulls ein Powerplay, in dem Erik Gollenbeck und Thomas Merl gute Chancen hatten, Urbisch im Tor der Gäste jedoch nicht überwinden konnten.
Auch nach dem Powerplay blieb das Spiel deutlich dynamischer als im ersten Drittel. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken, wobei Halle immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor kam. In der Schlussphase des Drittels mussten die Bulls nach einem Crosscheck von Patrick Schmid in Unterzahl agieren. In dieser Phase brannte es kurzzeitig vor dem Tor der Bulls, doch mit großem Einsatz in der Defensive überstand Halle die Situation ohne weiteren Gegentreffer.
Nach 40 Minuten gingen die Saale Bulls Halle mit einem 1:2-Rückstand gegen die Ice Dragons in die Kabine, hatten aber im zweiten Drittel gezeigt, dass sie in diesem Spiel noch alle Möglichkeiten hatten.

Im dritten Drittel erhöhten die Saale Bulls Halle nochmals die Intensität und belohnten sich zunächst mit dem Ausgleich und kurz danach mit der ersten eigenen Führung in der Partie. Diese verteidigten sie bis zum Ende der regulären Spielzeit.

Die Bulls kamen mit viel Druck aus der Kabine und setzten sich früh im Angriffsdrittel fest. Halle lief konsequent an und belohnte sich in der 43. Minute: Nach einem regulären Check von Adam Domogalla an der Bande kam der Puck an die Blaue zu Tomi Wilenius, dessen Schuss Jakub Urbisch durch die Beine rutschte und zum verdienten 2:2-Ausgleich im Tor landete.
Kurz darauf mussten die Bulls eine Unterzahl überstehen, nachdem Erik Gollenbeck wegen eines Bandenchecks auf die Strafbank musste. Die Defensive arbeitete konzentriert, Daniel Allavena war zur Stelle und Halle überstand die Unterzahl ohne Gegentor. Kaum wieder komplett, erspielten sich die Bulls weitere Chancen, unter anderem durch Thomas Merl nach einem Abpraller von Urbisch.
Nach dem Power Break schlug Halle erneut zu. In der 49. Minute nutzte Robin Palka eine Unordnung vor dem Tor der Gäste und brachte die Saale Bulls erstmals an diesem Abend in Führung. Herford reagierte mit wütenden Angriffen, doch auch eine weitere Unterzahl nach einer Strafe gegen Vojtech Suchomer überstanden die Bulls mit viel Laufarbeit und guter Struktur.
Das Spiel wurde nun immer offener. Beide Teams suchten den Weg nach vorn, wobei Halle Herford immer wieder früh störte und kaum mit Tempo ins eigene Drittel kommen ließ. In der 58. Minute folgte der nächste emotionale Höhepunkt: Nach schnellem Umschalten über Elvijs Biezais und Adam Domogalla zog Patrick Schmid allein entschlossen ins Angriffsdrittel und jagte den Puck unhaltbar zum 4:2 ins Tor.
Herford nahm anschließend den Torhüter vom Eis und setzte alles auf eine Karte. Der Druck zahlte sich zunächst aus, als T. Sticha 62 Sekunden vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 4:3 erzielte. In einer hektischen Schlussphase mit erneuter Auszeit und sechs Feldspielern verteidigten die Bulls mit großem Einsatz. Daniel Allavena sicherte in den letzten Sekunden einen wichtigen Schuss, bevor Halle den Puck in der Ecke festmachen konnte.

Fazit: Wir sahen ein absolut ausgeglichenes Spiel gegen die Herforder Ice Dragons. Die Gäste hatten zunächst die Fortune auf ihrer Seite, doch Halle kämpfte sich geduldig zurück und drehte die Partie erfolgreich. Der Lohn sind wichtige drei Punkte auf der Habenseite. (FE)

 

♦ Träger des goldenen Helms: #20 Adam Domogalla

 

Torschützen:
0:1 Jackson Pierson – 11.
0:2 Jegors Kalnins – 23.
1:2 Tomi Wilenius – 26.
2:2 Tomi Wilenius – 44.
3:2 Robin Palka – 49.
4:2 Patrick Schmid – 58.
4:3 Leon Köhler – 60.
Tore: 4:3 (0:1/1:1/3:1)

 

Mit: HWGmbH

📸: Max Peukert

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