Heute stand wieder das TEAM auf dem Eis, welches wir alle sehen (und feiern) wollen.
Gegen die Füchse aus Duisburg (im direkten Duell um Platz vier) gingen unsere Saale Bulls erneut verdient als Sieger vom Eis und verkürzten damit den Punkteabstand nach oben.
Die Partie im Detail:
Das erste Drittel: Nach der Freistellung von Trainer Marko Raita am 14.02. stand das Heimspiel gegen die Füchse Duisburg ganz im Zeichen des Neustarts. Interimsweise übernahm Sportdirektor Christian Hommel hinter der Bande Verantwortung und seine Mannschaft zeigte vom ersten Bully an, dass sie ein Zeichen setzen wollte.
Die Bulls gewannen das Eröffnungsbully und suchten sofort den Weg nach vorn, mussten aber ebenso früh einen gefährlichen Gegenangriff der Gäste überstehen. Duisburg machte die neutrale Zone eng, störte früh an der roten Linie und versuchte, den Spielaufbau der Hallenser konsequent zu unterbinden.
Jesper Åkerman schlängelte sich in der Anfangsphase stark durch die Abwehr, verzog jedoch knapp. Auf der Gegenseite prüfte P. Grosse von der blauen Linie Nils Kapteinat, der den Schuss parieren konnte.
Früh wurde es turbulent: Zunächst musste Alex Berger wegen eines Crosschecks auf die Strafbank. Kurz darauf folgte durch einen Wechselfehler die nächste Unterzahl – für wenige Sekunden standen die Bulls sogar mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Doch die Defensive arbeitete diszipliniert, blockte Schüsse, hielt die Box kompakt und befreite sich immer wieder konsequent. Nach überstandener doppelter Unterzahl war das ein wichtiges Signal.
Auch eine weitere Strafzeit gegen Sergej Stas brachte Duisburg keinen Ertrag. Halle stand eng im Viereck, ließ kaum klare Abschlüsse zu und überstand die Druckphase. Die Partie gewann zunehmend an Intensität, es ging schnell hin und her, Zweikämpfe wurden hart geführt. Nach einem Gerangel zwischen M. Fomin und Robin Drothen ging es kurzzeitig mit vier gegen vier weiter.
Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Bulls mehr Kontrolle. Sie beruhigten das Geschehen, setzten sich immer wieder im Angriffsdrittel fest und wurden belohnt: In der 16. Minute lief die Scheibe sehenswert durch die Reihen: Patrick Schmid bediente Adam Domogalla am Bullykreis, der den freien Tomi Wilenius im Slot fand. Wilenius zog entschlossen ab und traf zur verdienten 1:0-Führung für Halle.
Die Bulls blieben danach am Drücker. Nicolas Cornett hatte unmittelbar die nächste Doppelchance, Jesper Åkerman setzte von der Blauen nach. Duisburg geriet in dieser Phase zunehmend unter Druck.
Kurz vor der Pause dann der Schreckmoment: Robin Drothen lief mit hohem Tempo in einen Konter, wurde von N. Mannes von den Beinen geholt und prallte hart in die Bande. Drothen blieb lange liegen, konnte das Eis schließlich auf eigenen Beinen verlassen, ging jedoch direkt mit dem Mannschaftsarzt in die Kabine – für ihn war die Partie vorbei. Gegen Mannes wurde eine 2-Minuten-Strafzeit wegen unkorrekten Körperangriffs ausgesprochen. Im anschließenden Powerplay erhöhte Halle nochmals den Druck, ehe die Sirene ertönte.
Nach 20 intensiven Minuten führten die Saale Bulls verdient mit 1:0. Die Mannschaft zeigte Moral, überstand schwierige Unterzahlsituationen und setzte offensiv die klareren Akzente – ein engagierter Auftakt unter neuer Leitung an der Bande.
Das zweite Drittel: Nach 40 Minuten führten die Saale Bulls mit 2:1. Halle zeigte nach dem Duisburger Ausgleich die richtige Reaktion, verteidigte konzentriert in Unterzahl und setzte offensiv die entscheidenden Akzente. Das Spiel blieb eng, aber die Bulls behaupteten sich mit der knappen Führung.
Mit einem laufenden Powerplay starteten die Bulls in den Mittelabschnitt. Halle kam direkt in die Formation, doch ein Schuss von Jesper Åkerman wurde geblockt. Sergej Stas zeigte einen starken Laufweg und versuchte, L. Willerscheid die Scheibe durch die Beine zu legen – ohne Erfolg. Kurz darauf waren die Gäste wieder komplett.
Das Spiel entwickelte sich zunächst hektisch und zerfahren. Duisburg suchte immer wieder den Weg ins Hallenser Drittel, vor dem Tor von Nils Kapteinat entstand mehrfach ein Gewühl. Auf der Gegenseite setzte Brett Schaefer einen Konter, doch Willerscheid fing den Puck sicher aus der Luft. Auch ein Zwei-auf-Eins der Gäste blieb ohne Konsequenz, da sie am Tor vorbeiliefen.
In der 25. Spielminute fiel dann der Ausgleich: L. Üffing wurde in der Offensive völlig aus den Augen verloren, bekam den Pass von S. Zolmanis und traf zum 1:1. Eine Unachtsamkeit der Gastgeber, die Duisburg eiskalt nutzte.
Die Reaktion der Bulls ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Halle setzte sich im Angriffsdrittel fest, spielte geduldig und schlug zurück. Adam Domogalla wurde von Erik Hoffmann stark in Szene gesetzt, lief allein auf Willerscheid zu, täuschte rechts an, zog die Scheibe nach links und umkurvte den Goalie sehenswert. Mit viel Übersicht schob er zur erneuten Führung ein. Patrick Schmid steuerte den zweiten Assist bei. Ein Treffer mit Klasse und der perfekte Moment für die Antwort.
Beinahe hätte ein missglücktes Klärungsmanöver im direkten Gegenzug den erneuten Ausgleich gebracht, doch Halle blieb wach. In der Folge nahm die Mannschaft konsequent jeden Schuss, setzte sich im Angriffsdrittel fest und setzte Duisburg unter Druck. Brett Schaefer und Erik Gollenbeck prüften Willerscheid mehrfach.
Das Tempo blieb hoch, zwingende Chancen blieben auf beiden Seiten jedoch selten. Viele Puckverluste im Mitteldrittel verhinderten längere Druckphasen.
In der 34. Minute musste Aaron Reinig wegen hohen Stocks auf die Strafbank. Das Penalty-Killing der Bulls funktionierte jedoch ausgezeichnet. Duisburg fand kaum in eine stabile Aufstellung, Halle verteidigte kompakt und überstand die Unterzahl schadlos.
Kurz darauf wurde es noch einmal emotional: Nach einem Abseitspfiff suchte M. Fomin dennoch den Abschluss auf Kapteinat, was sofort für hitzige Szenen sorgte. Die Situation beruhigte sich jedoch schnell, Fomin entschuldigte sich bei Kapteinat.
In den Schlussminuten versuchten beide Teams, noch einmal nachzulegen. L. Üffing verzog knapp über das Hallenser Tor, auf der Gegenseite musste Willerscheid im Nachfassen klären, nachdem es vor seinem Kasten gefährlich geworden war.
Mit einer knappen 2:1-Führung gingen die Bulls ins Schlussdrittel – und mussten direkt in Unterzahl arbeiten. Patrick Schmid kassierte kurz nach Wiederbeginn eine Strafe wegen Stockschlags, Duisburg kam in die Formation und ließ die Scheibe gut laufen. Doch die Partie kippte wenig später deutlich zugunsten der Hausherren.
Marvin Neher wurde von Üffing zu Boden gerissen, wofür dieser nicht nur wegen Hakens, sondern zusätzlich wegen unsportlichen Verhaltens auf die Strafbank musste. Halle war wieder komplett und hatte anschließend fast drei Minuten Überzahl.
Diese Gelegenheit nutzten die Bulls konsequent. In der 44. Spielminute lief die Scheibe hinter dem Tor zu Patrick Schmid, der direkt in den Slot auf Robert Hechtl weiterleitete. Hechtl traf trocken zum 3:1. Da noch Restzeit der ersten Strafe lief, blieb Halle weiter in Überzahl und setzte nach.
Die Bulls blieben im Angriffsdrittel, suchten aus allen Lagen den Abschluss. Wenig später eroberte Halle erneut die Scheibe, Jesper Åkerman legte für Patrick Schmid auf, der einfach mal von der Blauen direkt abzog und traf – 4:1. Innerhalb weniger Minuten hatten die Saale Bulls das Spiel klar auf ihre Seite gezogen.
Duisburg wirkte zunehmend nervös. Nach dem Power Break wechselten die Gäste den Torhüter, M. Brlic übernahm für L. Willerscheid. Doch auch er geriet sofort unter Beschuss. Sergej Stas tauchte beinahe frei vor ihm auf, Patrick Schmid setzte den nächsten Schuss, Brett Schaefer zog aus der Drehung ab – Halle blieb am Drücker.
In der 54. Minute folgte der nächste Treffer: Sergej Stas passte im Angriffsdrittel auf Marvin Neher, der entschlossen abzog und auf 5:1 erhöhte. Die Bulls spielten ihre Angriffe nun mit Selbstvertrauen und Klarheit aus.
Duisburg erarbeitete sich eine Minute noch eine Ergebniskosmetik: Nach einem Puckgewinn an der Bande kam die Scheibe zu A. Zoweil, der aus zentraler Position traf und auf 5:2 verkürzte.
Eine weitere Überzahl für Halle – nach einer Strafe gegen M. Schymainski – brachte keinen weiteren Treffer mehr. In den Schlussminuten verwalteten die Bulls das Spiel souverän, standen defensiv kompakt und ließen nichts Entscheidendes mehr zu.
Fazit: Am Ende stand ein verdienter 5:2-Heimsieg für die Saale Bulls auf dem Scorerboard. Nach einem engen Spiel über zwei Drittel zog Halle im Schlussabschnitt konsequent davon, nutzte die Überzahlsituationen eiskalt aus und setzte offensiv klare Akzente. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, die vor heimischem Publikum ein deutliches Ausrufezeichen setzte. (FE)
♦ Träger des goldenen Helms: #63 Tomi Wilenius
Torschützen:
1:0 Tomi Wilenius – 16.
1:1 Luis Üfing – 25.
2:1 Adam Domogalla – 26.
3:1 Robert Hechtl – 44. (PP1)
4:1 Patrick Schmid – 47.
5:1 Marvin Neher – 54.
5:2 Adam Zoweil – 55.
Tore: 5:2 (1:0/1:1/3:1)
Mit: HWGmbH