Spielbericht: Bulls siegen in Overtime gegen starke Piranhas!

Lange sah es nicht danach aus, dass unsere Bulls mit Punkten im Gepäck die Heimreise antreten können. Gegen starke Rostocker mit viel Effizienz, kompakter Defensive und konsequentem Konterspiel taten wir uns zunächst sehr schwer, die eigenen Chancen zu nutzen. Erst mit dem verdienten Anschlusstreffer zum 2:1 in der 38. Spielminute war der Knoten geplatzt und die weiteren Tore fielen mehr als verdient. Auch wenn sich Rostock noch in die Verlängerung rettete, den Sieg ließ sich unser Team nicht mehr nehmen.

 

Die Partie im Detail:

Die Saale Bulls Halle waren gut ins erste Drittel beim Auswärtsspiel bei den Rostock Piranhas gestartet und setzten die Gastgeber von Beginn an unter Druck. Direkt nach dem Eröffnungsbully spielte sich Halle im Angriffsdrittel fest und suchte früh den Abschluss.

Der erste gefährliche (und auch erfolgreiche) Moment gehörte jedoch den Gastgebern. Nach einem schnellen Gegenangriff in der ersten Spielminute lief J. Luknowsky hinter das Tor der Bulls und legte mustergültig auf L. Stromberg ab, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte und zur frühen 1:0-Führung für Rostock einschoss.
Die Bulls zeigten sich davon unbeeindruckt und übernahmen in der Folge zunehmend die Spielkontrolle. Halle setzte sich mehrfach im Drittel der Gastgeber fest, brachte viele Scheiben auf’s Tor und kam durch Sergej Stas, Jesper Åkerman sowie weiteren Abschlüssen zu guten Möglichkeiten. Rostocks Torhüter S. `Borschtel` Albrecht präsentierte sich jedoch sehr aufmerksam und entschärfte mehrere gefährliche Schüsse.
Rostock konzentrierte sich defensiv auf eine sehr kompakte Spielweise, stand tief und machte den Raum vor dem eigenen Tor eng. Immer wieder warfen sich die Piranhas in Schüsse oder blockten konsequent. Gleichzeitig blieben sie über Konter brandgefährlich, vor allem nach Bullys oder unsauberen Pässen der Bulls. In einigen Situationen musste die Defensive der Gäste in höchster Not klären, während Nils Kapteinat im Tor der Bulls bei direkten Abschlüssen sicher zur Stelle war.
In der Schlussphase des Drittels entwickelte sich ein intensives Spiel. Halle machte zwar das Spiel und bestimmte über weite Strecken das Tempo, doch Rostock kam immer wieder zu schnellen Gegenstößen und blieb brandgefährlich. Die letzten Minuten waren geprägt durch ein zunehmend körperbetontes Spiel, in dem die Piranhas jeden Hallenser Puckführenden hart bearbeiteten.
Mit einer knappen 1:0-Führung für die Rostock Piranhas ging es schließlich in die erste Drittelpause – ein Spielstand, der den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelte, da die Saale Bulls deutlich mehr Offensivaktionen verbuchten, ihre Chancen aber noch nicht nutzen konnten.

Die Saale Bulls Halle knüpften im zweiten Drittel nahtlos an ihren hohen Aufwand aus dem ersten Abschnitt an, mussten sich jedoch weiter gegen extrem kompakt verteidigende Rostock Piranhas behaupten. Die Gastgeber stellten früh die Blaue zu, verteidigten mit großer Disziplin und attackierten jeden Aufbau der Bulls sofort.

Halle lief immer wieder an, fand jedoch kaum klare Wege zum Tor. Viele Schüsse blieben an Beinen oder Schlägern hängen oder landeten sicher bei Rostocks starkem Torhüter Albrecht. Trotz guter Scheibenbewegung – unter anderem durch Marvin Neher und Tomi Wilenius – fehlte häufig die entscheidende Lücke im engen Abwehrverbund der Piranhas.
Rostock konzentrierte sich nahezu ausschließlich auf schnelle Konter und blieb damit gefährlich. Mehrfach mussten die Bulls aufmerksam verteidigen, wobei Vojtech Suchomer und Nils Kapteinat wichtige Aktionen klärten. In der 31. Minute bot sich Halle die große Chance im Powerplay, nachdem L. Häring wegen Hakens auf die Strafbank musste. Trotz ordentlicher Ansätze kam jedoch kein durchschlagskräftiger Abschluss zustande, auch weil das Spiel mehrfach durch unklare Entscheidungen unterbrochen wurde.
Kurz nach Ablauf der Überzahl folgte der nächste Rückschlag: Nach einer Strafzeit gegen Alex Berger nutzten die Piranhas ihr Powerplay eiskalt. Der Puck lief schnell durch die Rostocker Reihen, ehe Manuel Nix aus guter Position abschloss und zum 2:0 in der 35. Spielminute traf.
Doch die Bulls bewiesen Moral. Nur wenige Minuten später bekamen sie selbst erneut ein Powerplay zugesprochen. Auch hier tat sich Halle lange schwer, ein Powerplay-Tor sollte erneut nicht fallen, doch in der 38. Minute wurde der anhaltende Druck endlich belohnt. Nach einem Abpraller behielt Tomi Wilenius die Übersicht, zog entschlossen ab und schoss den Puck rechts an Albrecht vorbei ins Tor. Der Treffer brachte Halle verdient zurück ins Spiel, vorbereitet von Elvijs Biezais und Jesper Åkerman.
In den Schlussminuten des Drittels blieben die Bulls am Drücker und suchten weiterhin schnell den Abschluss, sobald sie ins Angriffsdrittel kamen. Trotz klarer Spielanteile und hohem Einsatz stand blieb es bis zur Pause aber bei der knappen 2:1-Führung für Rostock: Halle bestimmte über weite Strecken das Spiel, während Rostock mit Effizienz, kompakter Defensive und konsequentem Konterspiel knapp in Führung lag.

Im Schlussdrittel zeigten die Saale Bulls Halle genau die Reaktion, die nach dem Rückstand nötig gewesen war. Von Beginn an liefen die Bulls entschlossen an, während die Rostock Piranhas weiterhin tief standen und vor allem auf Konter lauerten.

Halle setzte sich früh im Angriffsdrittel fest und erhöhte den Druck deutlich. In der dritten Minute zahlte sich dieser Einsatz aus: Nach einem Schuss von Jesper Åkerman von der Blauen blieb der Puck im Gewühl vor dem Tor liegen. Erik Gollenbeck reagierte am schnellsten, schnappte sich die Scheibe und lupfte sie sehenswert über Sebastian Albrecht hinweg zum verdienten Ausgleich.
Die Bulls blieben danach spielbestimmend, agierten mit viel Schwung und zwangen Rostock immer wieder zu Icings. Auch defensiv blieb Halle aufmerksam, fing Konter ab und konnte sich mehrfach schnell wieder im Angriffsdrittel festsetzen. Zwar verteidigten die Piranhas weiterhin kompakt, doch Halle fand nun häufiger den direkten Abschluss.
Der Lohn folgte in der 54. Minute: Robin Palka setzte sich stark gegen mehrere Gegenspieler durch und legte den Puck perfekt in den Slot. Thomas Merl lief ein, zog sofort ab und traf zur 3:2-Führung für die Saale Bulls. Die Partie war damit komplett gedreht.
Doch Rostock schlug noch einmal zurück. In der 57. Minute nutzten die Piranhas eine unübersichtliche Situation vor dem Tor der Bulls. Nach einem Pass in den Slot rutschte der Puck unglücklich durch und C. Hannon schob zum 3:3-Ausgleich ein.
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Halle suchte weiter den Siegtreffer, kam unter anderem durch Elvijs Biezais und Thomas Merl zu hochkarätigen Chancen, doch S. Albrecht hielt die Piranhas mit starken Paraden im Spiel. Auch Rostock setzte noch einmal offensive Akzente, ohne jedoch entscheidend durchzubrechen.
In den letzten Sekunden wurde der Puck hinter dem Rostocker Tor festgemacht, die Uhr lief herunter und nach 60 intensiven Minuten ging es beim Stand von 3:3 in die Overtime.

Nach einem intensiven dritten Drittel, in dem sich beide Teams nichts schenkten, ging das Auswärtsspiel der Saale Bulls Halle bei den Rostock Piranhas beim Stand von 3:3 in die Overtime. Die Bulls nahmen den Schwung aus der starken Schlussphase mit in diese Verlängerung.

Rostock gewann zunächst das Eröffnungsbully, doch Halle eroberte sich schnell die Scheibe zurück und setzte früh Akzente. In der Anfangsphase der Overtime kamen die Bulls mehrfach gefährlich zum Abschluss. Brett Schaefer zog aus zentraler Position ab, Marvin Neher prüfte S. Albrecht von der Blauen und auch Elvijs Biezais sowie Jesper Åkerman sorgten mit schnellen Kombinationen für enormen Druck. Albrecht stand dabei mehrfach im Mittelpunkt und hielt die Piranhas mit starken Paraden – teils sogar im Liegen – im Spiel.
Auch Rostock blieb über vereinzelte Vorstöße gefährlich, doch Nils Kapteinat war bei einem freien Schuss von Leon Häring sicher zur Stelle. Insgesamt gehörte die Overtime jedoch klar den Saale Bulls, die das Spielgeschehen kontrollierten und die Entscheidung suchten.
Die Erlösung folgte wenige Sekunden vor Ablauf der Verlängerung: Jesper Åkerman täuschte zunächst einen Schlagschuss an, zog dann nach links und schoss. Albrecht konnte den Puck nur abprallen lassen. Robin Palka reagierte gedankenschnell, schnappte sich die Scheibe im Slot und zirkelte sie sehenswert um den Rostocker Schlussmann herum ins Tor. Sieben Sekunden vor der Sirene war die Partie entschieden.

Fazit: Die Saale Bulls hatten im dritten Abschnitt Tempo und Zielstrebigkeit gezeigt und sich mit dem Ausgleich verdient in die Verlängerung gekämpft. Mit dem späten Treffer in der 65. Spielminute sicherten sich die Saale Bulls Halle einen hart erarbeiteten 4:3-Auswärtssieg nach Overtime. Nach einem Spiel, in dem Halle über weite Strecken das Tempo vorgab, sich jedoch lange an der kompakten Defensive der Piranhas aufrieb, wurde der hohe Einsatz letztlich belohnt. Die Bulls zeigten Moral, spielerische Qualität sowie einen starken Willen und nahmen verdient zwei Punkte mit nach Halle. (FE)

 

♦ Träger des goldenen Helms: #63 Tomi Wilenius
(#20 Adam Domogalla fehlte krankheitsbedingt)

 

Torschützen:
1:0 Louis Stromberg – 1.
2:0 Manuel Nix – 35. (PP1)
2:1 Tomi Wilenius – 38.
2:2 Erik Gollenbeck – 43. 
2:3 Thomas Merl – 54.
3:3 Connor Hannon – 57.
3:4 Robin Palka – 65.
Tore: 3:4 (1:0/1:1/1:2/0:1)

 

Mit: HWGmbH

📸: Doro Garré

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