Die Partie im Detail:
Halle ist im Heimspiel gegen die Tilburg Trappers schwer in die Partie gekommen und lag nach dem ersten Drittel mit 0:2 zurück. Vor allem die Anfangsminuten hatten den Gästen in die Karten gespielt, während die Bulls zunächst Mühe hatten, ihren Rhythmus zu finden.
Tilburg hatte sich direkt nach dem Eröffnungsbully das erste Scheibenbesitzrecht gesichert und früh Druck aufgebaut. Bereits in der ersten Spielminute zahlte sich das aus: Nach einem Abpraller von Nils Kapteinat reagierte R. de Hondt am schnellsten und schob zur frühen Führung für die Trappers ein. Halle versuchte anschließend, Struktur ins eigene Spiel zu bringen, tat sich jedoch aufgrund des extrem frühen Forechecks der Gäste schwer im Spielaufbau.
Eine Überzahlsituation nach einer Strafe gegen G. Vogelaar brachte den Bulls zwar erste Abschlüsse – unter anderem durch Tomi Wilenius und Elvijs Biezais, doch Tilburgs Torhüter C. Andree blieb aufmerksam. Insgesamt wirkten die Gastgeber in dieser Phase zu passiv, während die Gäste defensiv kompakt standen und kaum Räume zuließen.
Im weiteren Verlauf des Drittels fanden die Saale Bulls besser ins Spiel und konnten zeitweise Druck aufbauen. Chancen durch Marvin Neher, Nicolas Cornett und Kai Zernikel blieben jedoch ungenutzt. Stattdessen nutzten die Trappers in der 12. Minute erneut eine Unachtsamkeit: Ein langer Pass erreichte D. Bindels, der frei vor dem Tor auftauchte und souverän zum 0:2 einschob.
Von den Rängen kam nun deutlich hörbar Unmut, die Bulls wirkten phasenweise schläfrig. Erst gegen Ende des Drittels erhöhte Halle spürbar das Tempo. Mehrere Strafzeiten gegen Tilburg brachten eine längere Druckphase, inklusive einer 5-gegen-3-Überzahl. Die Bulls nahmen viele Abschlüsse, ein Pfostenschuss unterstrich das Pech, doch der Anschlusstreffer wollte nicht fallen.
So gingen die Saale Bulls trotz engagierter Schlussminuten mit einem 0:2-Rückstand in die erste Pause – mit der Erkenntnis, dass Steigerung notwendig war, die Partie aber noch lange nicht entschieden schien.
Das zweite Drittel entwickelte sich für die Saale Bulls Halle zu einem bitteren Abschnitt. Sie verloren nun komplett den zugriff auf die Partie – nach weiteren vier Gegentreffern zogen die Tilburg Trappers auf 6:0 davon und sorgten frühzeitig für klare Verhältnisse.
Tilburg knüpfte nahtlos an das Ende des ersten Drittels an und kam direkt nach Wiederbeginn zu Abschlüssen. Zwar versuchte Halle zunächst, aktiver nach vorn zu spielen, doch bereits in der zweiten Minute nutzten die Gäste erneut defensive Unordnung. Wieder war es D. Bindels, der sich über die rechte Seite durchsetzte, Aaron Reinig umkurvte und trotz lang gemachtem Kapteinat zum 0:3 einschob.
Die Bulls bemühten sich anschließend um Spielkontrolle und hatten zwischenzeitlich ihre beste Phase des Spiels. Halle setzte sich im Angriffsdrittel fest, kombinierte sauber und kam durch Elvijs Biezais und Aaron Reinig zu guten Möglichkeiten. Doch in diese Druckphase hinein folgte der nächste Rückschlag: Ein sicher geglaubter Puck ging verloren, M. Hermens tauchte frei vor dem Tor auf und erhöhte auf 0:4. Die Saale Bulls reagierten mit einer Auszeit, fanden danach aber keine nachhaltige Stabilität.
Zwar erspielten sich unsere Bulls weitere Chancen – unter anderem durch Sergej Stas und Marvin Neher, doch Tilburg blieb eiskalt. In der 29. Spielminute nutzte R. de Hondt einen weiteren Abwehrfehler und tunnelte Kapteinat zum 0:5. Kurz darauf folgte der Torhüterwechsel, Daniel Allavena übernahm für Kapteinat. Die erhoffte Beruhigung blieb jedoch aus.
Nach dem Power Break brachen die Trappers erneut durch, M. Timmer schloss einen schnellen Angriff zum 0:6 ab. Spätestens jetzt war die Stimmung in der Halle merklich gedrückt, der Fanblock verstummte weitgehend.
In den restlichen Minuten des Mittelabschnitts kontrollierte Tilburg das Geschehen souverän. Halle kämpfte, wirkte jedoch ideenlos und fand offensiv kaum noch Lösungen gegen die kompakte Defensive der Gäste. Trotz einzelner Abschlüsse, etwa durch Kai Zernikel und Marvin Neher, blieb ein Treffer verwehrt.
So endete ein einseitiges zweites Drittel mit einem deutlichen 0:6-Rückstand aus Sicht der Saale Bulls – ein Spielstand, der die Kräfteverhältnisse an diesem Abend klar widerspiegelte.
Im Schlussdrittel des Heimspiels gegen die Tilburg Trappers versuchten die Saale Bulls noch einmal, ein Zeichen zu setzen. Am Ende stand dennoch eine deutliche 1:7-Niederlage, die den Spielverlauf über 60 Minuten klar widerspiegelte.
Tilburg übernahm auch im dritten Abschnitt sofort wieder die Spielkontrolle und ließ die Scheibe ruhig durch die eigenen Reihen laufen. Halle suchte zwar den Weg nach vorn, doch viele Angriffe wurden bereits an der blauen Linie abgefangen. In der dritten Minute folgte der nächste Rückschlag: Nach einem abgewehrten Abschluss von Alex Berger nutzten die Gäste den direkten Gegenzug, J. van der Ven erhöhte auf 0:7.
Trotz des hohen Rückstands steckten die Saale Bulls nicht auf. Kurz darauf erarbeiteten sie sich eine längere Druckphase im Angriffsdrittel. Mehrere Abschlüsse folgten, ehe Erik Gollenbeck von der Blauen abzog und Elvijs Biezais den Puck entscheidend abfälschte – der durchaus verdiente Ehrentreffer zum 1:7, der zumindest kurzzeitig für Aufatmen in der Halle sorgte. (Zudem kam in dieser Sekunde endlich unser Neuzugang zum Einsatz.)
In der Folge bemühten sich die Bulls weiter, Struktur ins Spiel zu bringen und arbeiteten engagiert gegen den Puck. Tilburg blieb jedoch defensiv aufmerksam und ließ kaum klare Chancen zu. Daniel Allavena verhinderte mit einer starken Parade gegen M. Timmer einen weiteren Gegentreffer und stabilisierte das Spiel aus dem Tor heraus.
Im letzten Drittel der Partie prägten viele Zweikämpfe und Unterbrechungen das Geschehen. Strafzeiten auf beiden Seiten unterbrachen zusätzlich den Spielfluss. Die Trappers verwalteten ihren Vorsprung souverän, während Halle zwar kämpfte, offensiv jedoch keine Lösungen mehr fand.
Fazit: Mit der Schlusssirene endete ein Abend, der für die Saale Bulls enttäuschend verlief. Positiv blieb, dass sich das Team trotz des klaren Rückstands nicht aufgab und sich zumindest mit einem Treffer belohnte – ein kleiner Lichtblick in einem insgesamt schweren Heimspiel gegen starke Tilburg Trappers. (FE)
♦ Träger des goldenen Helms: #63 Tomi Wilenius
Torschützen:
0:1 Reno de Hondt – 1.
0:2 Dani Bindels – 13.
0:3 Dani Bindels – 22.
0:4 Max Hermens – 25.
0:5 Reno de Hondt – 29.
0:6 Marvin Timmer – 30.
0:7 Justin van der Ven – 43.
1:7 Elvijs Biezais – 45.
Tore: 1:7 (0:2/0:4/1:1)
Mit: HWGmbH