Spielbericht: Missglückter Start in die Zwischenrunde!

Ein schnelles und effektives Umschaltspiel der gastgebenden Indians war heute für den Sieg der Hannoveraner spielentscheidend. Halle tat sich hingegen schwer bei der eigenen Chancenverwertung und auch in der Defensive taten sich zu viele Lücken auf. Mit zunehmendem Spielverlauf wurde leider auch die kurze Bank der Bulls spürbar (eine ganze Reihe fehlte krankheits- oder verletzungsbedingt).

 

Die Partie im Detail:

Die Saale Bulls waren am Sonntagabend zu Gast bei den Hannover Indians und erwischten zunächst einen gelungenen Start, mussten nach einem turbulenten ersten Drittel aber einen 2-Tore-Rückstand hinnehmen. Trotz guter Phasen der Hallenser nutzten die Gastgeber ihre Chancen konsequenter. Für die Bulls traf Elvijs Biezais, während Hannover drei schnelle und effektiv ausgespielte Angriffe verwertete.

Von Beginn an zeigten die Saale Bulls, dass sie sich in der niedersächsischen Landeshauptstadt nicht verstecken wollten. Das erste Bully ging an Halle, Tomi Wilenius setzte früh ein Zeichen, und auch Marvin Neher initiierte die ersten Vorstöße. In der Anfangsphase blieb das Spiel offen, ehe Hannover mehr Druck aufbaute und sich zeitweise im Drittel der Bulls festsetzte.
In der dritten Spielminute geriet Halle erstmals in Unterzahl: Erik Hoffmann musste wegen Beinstellens auf die Strafbank. Die Saale Bulls verteidigten diszipliniert, machten die Räume eng und überstanden das Power Play der Hausherren ohne Gegentreffer. Kurz darauf bot sich selbst die Chance in Überzahl, nachdem J. Neugebauer wegen hohen Stocks auf die Strafbank musste.
Diese Überzahl nutzte Halle eiskalt. In der 7. Minute zog Jesper Åkerman von der Blauen Linie ab, Elvijs Biezais stand am linken Pfosten goldrichtig und drückte den Puck zur 1:0-Führung über die Linie. Die Bulls hatten das Spiel in dieser Phase gut im Griff und setzten weiter nach.
Nach einer kleinen Auseinandersetzung vor dem Tor der Indians mussten Adam Domogalla und L. Krüger jeweils für zwei Minuten vom Eis. Direkt nach dem folgenden Bully schlug Hannover doppelt zu: Zunächst traf J. Lagacé nach schnellem Passspiel zum Ausgleich, nur wenige Sekunden später legte J. Neugebauer nach – beide Male kamen die Indians mit hohem Tempo im Umschaltspiel in das Drittel der Saale Bulls.
Die Gastgeber blieben auch danach effektiv. In der 15. Spielminute nutzte R. Gropp einen Alleingang, ließ sich von zwei Verteidigern nicht stoppen und traf per Schuss durch den Screen zum 3:1. Halle versuchte zu antworten, setzte sich gegen Ende des Drittels nochmals im Angriffsdrittel fest und kam durch Tomi Wilenius zu einer guten Möglichkeit, doch Timo Herden im Tor der Indians blieb aufmerksam.
Mit einem weiteren Powerplay für die Saale Bulls in der Schlussminute des Drittels ging es schließlich in die erste Pause. Nach zwanzig intensiven Minuten stand ein 3:1 für Hannover auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das vor allem die Effizienz der Gastgeber widerspiegelte, während für Halle noch alles offen blieb.

Im zweiten Drittel der Partie zwischen den Hannover Indians und unseren Saale Bulls entwickelte sich ein intensiver, temporeicher Abschnitt mit Chancen auf beiden Seiten. Hannover baute seine Führung zunächst aus, doch die Saale Bulls antworteten prompt und hielten die Begegnung offen. Nach 40 Minuten stand es 4:2 für die Gastgeber.

Die Bulls starteten mit noch 40 Sekunden Überzahl aus dem ersten Drittel, kamen aber nicht noch einmal entscheidend zum Abschluss. Hannover überstand die Unterzahl schadlos und setzte danach selbst erste Nadelstiche. In der 23. Minute nutzten die Indians eine unübersichtliche Situation vor dem hallenser Tor eiskalt: Nach zwei starken Paraden von Nils Kapteinat landete der Puck bei W. Jerry, der schließlich zum 4:1 einschob.
Die Saale Bulls ließen sich davon aber nicht beeindrucken und zeigten eine schnelle Reaktion. In der 25. Spielminute spielte Tomi Wilenius einen präzisen Pass auf Patrick Schmid, der frei vor dem Tor stand und den Puck zum 2:4 im Netz unterbrachte. Nur wenig später prüfte Erik Gollenbeck den Hannoveraner Schlussmann mit einem Schuss aus dem linken Bullykreis.
In der Folge blieb das Spiel intensiv. Beide Teams lieferten sich viele harte Zweikämpfe, das Tempo blieb hoch. Patrick Schmid und Tomi Wilenius sorgten immer wieder für Gefahr, Pech hatten die Bulls in der 30. Minute, als Wilenius nach starkem Forecheck nur den Pfosten traf. Auch defensiv wurde gearbeitet: Schüsse wurden geblockt, Konter unterbunden, Kapteinat entschärfte mehrere Versuche der Indians.
Nach dem Power Break verflachte der Spielfluss etwas, es kam häufiger zu Icing- und Abseitsentscheidungen. Dennoch blieben beide Mannschaften bemüht, Druck aufzubauen. Elvijs Biezais tankte sich in der 34. Minute sehenswert durch, wurde jedoch im letzten Moment gestoppt. Kurz darauf musste Hannovers L. Trinkberger angeschlagen vom Eis runter.
In den Schlussminuten hatten die Saale Bulls nochmals gute Umschaltmomente, unter anderem durch Patrick Schmid, doch Timo Herden blieb aufmerksam. So ging es nach einem umkämpften zweiten Drittel mit einem 4:2 für Hannover in die zweite Pause – eine Führung, die den Spielverlauf widerspiegelte, aber den Bulls weiterhin alle Chancen ließ.

Im Schlussabschnitt der Partie bei den Hannover Indians warfen die Bulls noch einmal alles nach vorn, mussten am Ende aber die Effektivität und Spielkontrolle der Gastgeber anerkennen. Hannover entschied das dritte Drittel mit einem weiteren Treffer für sich und brachte den 5:2-Erfolg souverän über die Zeit.

Die Saale Bulls kamen mit viel Energie aus der Kabine und setzten Hannover in den ersten Minuten direkt unter Druck. Das Spiel verlief zunächst ausgeglichen, ehe die Indians zunehmend die Kontrolle übernahmen und sich ihrerseits im Drittel der Bulls festsetzten. In der 44. Minute nutzten die Gastgeber diese Phase konsequent: W. Jerry kam erneut zum Abschluss, Nils Kapteinat war die Sicht genommen und der Puck schlug zum 5:2 im Tor ein.
Halle versuchte umgehend zu antworten. Nach einem Foul an Tomi Wilenius erhielten die Bulls ein Powerplay, ließen die Scheibe gut laufen und erspielten sich mehrere Abschlüsse. Aaron Reinig sorgte mit einem Schuss von der Blauen für Gefahr, doch Timo Herden hielt seinen Kasten sauber. Auch nach Ablauf der Strafe blieb Hannover defensiv stabil und machte die neutrale Zone konsequent dicht, sodass die Bulls nur schwer in gefährliche Abschlusspositionen kamen.
Eine weitere große Möglichkeit ergab sich Mitte des Drittels, als R. Gropp wegen hohen Stocks mit einer doppelten Zwei-Minuten-Strafe vom Eis musste. Halle zeigte sich in Überzahl druckvoll, brachte zahlreiche Schüsse auf ’s Tor, doch erneut war Herden zur Stelle oder die Abschlüsse wurden geblockt.
Für Aufregung sorgte eine Szene in der 56. Minute: Nach einem Check von Robin Drothen gegen Gropp am Bullykreis entschieden die Schiedsrichter nach Videostudium auf eine Fünf-Minuten-Strafe gegen den Bulls-Stürmer wegen Bandenchecks. In Unterzahl konzentrierte sich Halle auf die Defensive, konnte selbst noch vereinzelte Entlastungsangriffe fahren, ohne jedoch zwingend zu werden.
In den Schlussminuten kontrollierte Hannover das Geschehen, ließ die Uhr geschickt herunterlaufen und ließ keine weitere Spannung mehr aufkommen.

Fazit:  Nach 60 Minuten stand damit eine 5:2-Auswärtsniederlage für die Saale Bulls fest – ein Ergebnis, das vor allem auf die konsequente Chancenverwertung der Gastgeber zurückzuführen war. Halle zeigte heute zu viele Schwächen in der Abwehr und auch offensiv fehlte es an Durchschlagskraft. (FE)

 

♦ Träger des goldenen Helms: #63 Tomi Wilenius

 

Torschützen:
0:1 Elvijs Biezais – 7. (PP1)
1:1 Jacob Lagacé – 9.
2:1 Jari Neugebauer – 9.
3:1 Ryan Gropp – 15
.
4:1 William Jerry – 23.
4:2 Patrick Schmid – 25.
5:2 William Jerry – 44.
Tore: 5:2 (3:1/1:1/1:0)

 

Mit: HWGmbH

📸: Hannes Kabel

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