Es war das erwartet enge und umkämpfte Duell um Platz vier nach der Hauptrunde gegen die Füchse Duisburg – mit dem besseren Ende für unsere Saale Bulls!!!! Das Team hat in dieser entscheidenden Hauptrundenpartie einmal mehr bewiesen, dass es echte Moral besitzt. Auch eine 2-Tore-Führung unserer Gäste hat sie nicht aus dem Konzept gebracht und die richtigen Antworten wurden gegeben.
Die Partie im Detail:
Im Heimspiel der Saale Bulls Halle gegen die Füchse Duisburg entwickelte sich im ersten Drittel eine intensive und umkämpfte Partie, in der die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten und die Bulls sich trotz Rückschlägen zurückkämpften.
Von Beginn an gingen beide Teams mit hohem Tempo zu Werke. Nach dem ersten Abtasten kamen die Saale Bulls besser ins Spiel, erarbeiteten sich frühe Abschlüsse durch Robert Hechtl und Patrick Schmid, scheiterten jedoch am aufmerksamen Duisburger Goalie L. Willerscheid. Auch defensiv zeigte sich Halle stabil, Robin Drothen und die Defensive unterbanden mehrere Angriffe der Füchse bereits an der blauen Linie. Nils Kapteinat im Tor der Bulls war bei den wenigen klaren Abschlüssen der Gäste zur Stelle.
Mit zunehmender Spieldauer blieb die Partie ausgeglichen. Halle konnte sich phasenweise im Angriffsdrittel festsetzen und mehrfach auf das Tor schießen, während Duisburg immer wieder mit schnellen Vorstößen gefährlich blieb. Kurz vor der ersten Pause kippte das Spiel jedoch zugunsten der Gäste. Nach einer Strafzeit gegen Marvin Neher nutzten die Füchse ihre Überzahl eiskalt: Zunächst traf N. Mannes nach einem Pass in den Slot zum 0:1, wenig später erhöhte S. Zolmanis nach Vorarbeit von P. Sanche auf 0:2.
Die Saale Bulls zeigten sich davon allerdings unbeeindruckt und antworteten umgehend: Nur eine Minute später setzte Tomi Wilenius seinen Teamkollegen Erik Gollenbeck perfekt in Szene, der mit einem platzierten Schuss über die Schoner von Willerscheid den Anschlusstreffer erzielte. Mit neuem Schwung drückte Halle in den letzten Sekunden weiter, musste aber mit einem 1:2-Rückstand in die erste Drittelpause gehen.
Trotz des knappen Rückstands ließ die Leistung der Saale Bulls erkennen, dass in dieser Partie noch alles möglich war – Einsatz, Tempo und Körperspiel stimmten, lediglich die Chancenverwertung machte den Unterschied.
Im zweiten Drittel des Heimspiels der Saale Bulls Halle gegen die Füchse Duisburg übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle und drehten mit viel Einsatz und Tempo die Partie zu ihren Gunsten.
Halle kam schwungvoll aus der Kabine und setzte sich früh im Angriffsdrittel fest. Abschlüsse von Aaron Reinig, Marvin Neher und Brett Schaefer sorgten direkt für Druck auf das Duisburger Tor, doch Willerscheid hielt seine Mannschaft zunächst im Spiel. Auch in den folgenden Minuten blieben die Saale Bulls tonangebend, standen stabil an der eigenen blauen Linie und unterbanden viele Angriffsbemühungen der Gäste frühzeitig.
Nach einer Strafzeit gegen N. Münzenberger erhielten die Bulls die nächste große Gelegenheit zum Ausgleich. Im Powerplay schnürte Halle die Füchse phasenweise in deren Drittel ein, erspielte sich mehrere gefährliche Chancen durch Nicolas Cornett, Patrick Schmid und Tomi Wilenius, ließ den möglichen Treffer jedoch noch liegen.
Aber in der 34. Spielminute belohnten sich unser Team schließlich für den hohen Aufwand. Marvin Neher zog ab, der Puck wurde entscheidend abgefälscht und landete zum umjubelten Ausgleich im Duisburger Tor. Nur wenige Minuten später kippte das Spiel endgültig: Nach einer weiteren Druckphase der Bulls kam der Puck aus der Rundung erneut zu Neher, dessen Schuss von Robin Drothen unhaltbar ins Tor gelenkt wurde – die erstmalige Führung für die Gastgeber.
Die Partie wurde in dieser Phase spürbar intensiver. Kleine Nickligkeiten vor dem Duisburger Tor führten zu Strafzeiten auf beiden Seiten, ohne jedoch den Spielfluss entscheidend zu bremsen. Halle blieb griffig, gewann wichtige Zweikämpfe und setzte auch in den Schlussminuten des Drittels weiter Akzente im Angriff, während Nils Kapteinat bei einem Konter der Füchse sicher zur Stelle war.
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und zwei Treffern im Mittelabschnitt gingen die Saale Bulls verdient mit einer 3:2-Führung in die zweite Pause und hatten sich damit eine starke Ausgangsposition für das Schlussdrittel erarbeitet.
Im Schlussdrittel des letzten Spiels der Hauptrunde zeigten unsere Saale Bulls Halle eine konzentrierte und reife Leistung und brachten die verdiente Führung souverän über die Zeit.
Beide Teams starteten mit hohem Tempo in den letzten Abschnitt. Duisburg versuchte früh, Druck aufzubauen, scheiterte jedoch immer wieder an der gut gestaffelten Defensive der Bulls an der blauen Linie. Halle setzte eigene Akzente über schnelles Umschaltspiel, unter anderem durch Sergej Stas und Brett Schaefer, ohne zunächst den entscheidenden Treffer zu setzen.
Nach einer intensiven Phase mit mehreren Duisburger Abschlüssen erhielten die Saale Bulls in der 45. Minute ein Powerplay, nachdem N. Münzenberger Brett Schaefer regelwidrig zu Fall gebracht hatte. Die Partie wurde in dieser Phase emotionaler, kleinere Auseinandersetzungen sorgten zusätzlich für Spannung. Halle spielte das Überzahlspiel variabel, konnte den Vorteil jedoch nicht direkt nutzen.
Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Bulls wieder klar die Kontrolle. Nach mehreren guten Abschlüssen war es in der 53. Spielminute schließlich Tomi Wilenius, der für die Vorentscheidung sorgte. Nach einem harten Schuss von Erik Gollenbeck reagierte Wilenius am schnellsten und hämmerte den Abpraller entschlossen zum 4:2 ins Netz. Der Treffer nahm den Gästen sichtbar den Wind aus den Segeln, Frust machte sich bei den Füchsen breit.
Duisburg versuchte in der Folge noch einmal alles, kam im Powerplay nach einer Strafzeit gegen Robin Drothen jedoch nicht entscheidend durch. Nils Kapteinat blieb sicher und ließ keine Zweifel am Sieg mehr aufkommen. In den Schlusssekunden sorgte ein Penalty nach einem Foul an Elvijs Biezais noch einmal für Aufregung, doch der Pfostentreffer blieb ohne Auswirkungen auf das Ergebnis.
Fazit: Mit dem Schlusspfiff stand ein verdienter 4:2-Erfolg für die Saale Bulls Halle fest. Der Sieg bedeutete zugleich Platz vier in der Hauptrunde und unterstrich die stabile Form der Mannschaft vor dem anstehenden ersten Auswärtsspiel in der Zwischenrunde bei den Hannover Indians. (FE)
♦ Träger des goldenen Helms: #63 Tomi Wilenius
Torschützen:
0:1 Luis Üfing – 18. (PP1)
0:2 Sandis Zolmanis – 18.
1:2 Erik Gollenbeck – 19.
2:2 Marvin Neher – 34.
3:2 Robin Drothen – 37.
4:2 Tomi Wilenius – 53.
Tore: 4:2 (1:2/2:0/1:0)
Mit: HWGmbH