Spielbericht: Moral und Kampfgeist bewiesen – Sieg gegen Tabellenführer in der Overtime!

Zweimal geführt, zweimal im Rückstand – am Ende konnte unser Team im entscheidenden Moment das Spiel drehen und sich in der Verlängerung den so wichtigen Zusatzpunkt holen.

 

Die Partie im Detail:

Die Saale Bulls Halle starteten engagiert in das Heimspiel gegen die Hannover Scorpions und setzten im ersten Drittel früh Akzente. Nach dem Eröffnungsbully, das zunächst an die Gäste ging, übernahmen die Bulls schnell die Initiative und suchten konsequent den Weg nach vorn.

Bereits in der ersten Spielminute belohnten sich die Saale Bulls für ihren druckvollen Beginn: Nach einem Abpraller von Hannovers Torhüter L. Hümer reagierte Robin Palka am schnellsten und schob zur frühen 1:0-Führung ein. Elvijs Biezais steuerte den Assist bei. Auch in den folgenden Minuten blieb Halle tonangebend, setzte sich mehrfach im Angriffsdrittel fest und erspielte sich weitere gute Möglichkeiten durch Cornett und Biezais.
Eine Strafzeit gegen Brett Schaefer wegen Beinstellens brachte jedoch einen Bruch im Angriffsspiel der Bulls. In Überzahl nutzten die Scorpions schnell ihre Chance: Ein Schuss konnte von Daniel Allavena nicht kontrolliert werden, Pascal Aquin staubte zum 1:1-Ausgleich ab (6.).
Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Bulls sorgten mit Verkehr vor dem Tor immer wieder für Gefahr, unter anderem traf Erik Gollenbeck den Pfosten.
Auch nach dem Powerbreak blieb das Spiel intensiv. Halle kam weiter zu guten Abschlüssen, während Hannover vereinzelt Nadelstiche setzte. Kurz vor der ersten Pause erhielt Halle nach einem Foul an Thomas Merl ein erstes Powerplay. Trotz guter Ansätze gelang kein Treffer – stattdessen schlugen die Gäste eiskalt zu: A. McPherson tauchte frei im Slot auf und brachte Hannover in der 19. Minute mit 2:1 in Führung.
So gingen die Saale Bulls trotz eines starken und engagierten Auftritts mit einem knappen Rückstand in die erste Drittelpause.

Unser Team kam mit viel Schwung aus der Kabine und knüpfte im zweiten Abschnitt nahtlos an ihre engagierte Leistung zuvor an. 

Bereits das erste Bully ging an die Bulls, die sofort Druck auf das Tor der Gäste ausübten. Nicolas Cornett und Elvijs Biezais prüften Leon Hümer früh, zudem traf Halle erneut den Pfosten – das Scheibenglück fehlte weiterhin.
In der Anfangsphase des zweiten Drittels blieb Halle spielbestimmend, gewann viele Zweikämpfe und setzte Hannover mit konsequentem Forechecking unter Druck. Mehrere gute Angriffswellen endeten jedoch immer wieder beim aufmerksam reagierenden Hümer. Auch defensiv arbeiteten die Bulls konzentriert, Daniel Allavena war bei vereinzelten Vorstößen der Gäste stets zur Stelle.
Zur Mitte des Drittels bot sich Halle mehrfach die Chance im Powerplay. Nach einer Stockschlag-Strafe gegen A. Reiss sowie einer weiteren Strafzeit wegen Beinstellens liefen die Bulls geduldig ihre Formation, verlagerten immer wieder die Seite und kamen zu Abschlüssen – ein Treffer wollte jedoch nicht fallen. Pech kam hinzu, als Elvijs Biezais hart vom Puck getroffen wurde und angeschlagen vom Eis musste.
Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie ausgeglichener. Beide Teams agierten phasenweise abwartender, ohne den letzten Zug zum Tor. Eine Strafzeit gegen Alex Berger brachte Halle kurzzeitig in Unterzahl, doch Allavena und die Defensive hielten dem Druck stand.
In den Schlussminuten entwickelte sich noch einmal ein offener Schlagabtausch. Halle bekam nach einem Bandencheck gegen Patrick Schmid noch einmal ein Überzahlspiel, ließ die Scheibe gut laufen, musste aber kurz vor der Sirene einen gefährlichen Konter der Scorpions überstehen, den Allavena souverän entschärfte.
Nach 40 Minuten blieb es – trotz eines starken, kämpferischen Drittels – beim 1:2 aus Sicht der Saale Bulls.

In den Schlussabschnitt startete Halle mit einer frühen Unterzahlsituation. Nach einem Halten von Patrick Schmid setzte sich Hannover im Powerplay zunächst im Angriffsdrittel fest, doch die Bulls verteidigten aufmerksam und schlugen eiskalt zurück. In der Verteidigung wurde ein Pass gestört und der Puck erobert, Robin Palka setzte energisch nach und legte quer auf Elvijs Biezais ab, der zum umjubelten 2:2-Ausgleich einschob (42.).

Das Spiel nahm nun spürbar an Tempo auf. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, ehe es in der 45. Minute turbulent wurde: Nach Strafen gegen Marvin Neher und P. Aquin ging es vier gegen vier weiter – eine Situation, die Halle perfekt zu nutzen wusste. Wieder war es die Kombination Palka – Biezais, die den Erfolg brachte. Biezais erzielte mit seinem zweiten Treffer des Abends die 3:2-Führung für die Saale Bulls.
Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Nur wenige Sekunden später nutzte Hannover einen schnellen Angriff, N. Miglio traf nach Vorarbeit von M. Vallerand zum 3:3-Ausgleich. Die Partie blieb hochintensiv, ehe eine Strafzeit gegen Aaron Reinig den Scorpions ein weiteres Powerplay brachte. Dieses nutzte A. McPherson konsequent aus und drehte die Partie erneut zugunsten der Gäste (49.).
Halle zeigte sich davon unbeeindruckt, suchte weiter entschlossen den Weg nach vorne und erarbeitete sich Chancen, unter anderem durch Biezais und Schaefer. Auch eine Überzahl nach unsportlichem Verhalten von M. Knaub brachte viel Scheibenbesitz, jedoch keinen Treffer. In der Schlussphase erhöhte Halle den Druck nochmals deutlich, traf den Pfosten und schnürte Hannover zeitweise im eigenen Drittel ein.
Die Belohnung folgte in der 59. Minute: Robert Hechtl arbeitete unermüdlich hinter dem Tor, behielt die Übersicht und bediente Sebastian Christmann, der aus kurzer Distanz zum vielumjubelten 4:4-Ausgleich traf. Kurz darauf endete die reguläre Spielzeit – die Entscheidung musste in der Overtime fallen.

In der Overtime bewiesen die Saale Bulls Halle die besseren Nerven und belohnten sich für ihre Moral mit dem Zusatzpunkt gegen die Hannover Scorpions.

Zu Beginn der Verlängerung standen Elvijs Biezais, Robin Palka und Jesper Åkerman für Halle auf dem Eis. Hannover kam zuerst zu einer Möglichkeit, doch Daniel Allavena parierte sicher. Unmittelbar danach leistete sich Aquin einen Crosscheck gegen Åkerman und musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Saale Bulls nahmen die Auszeit, sortierten sich und nutzten die Überzahl anschließend konsequent: Nach gewonnenem Bully liefen die Bulls ruhig ihre Formation. Zwar verfehlte Biezais zunächst noch das Tor, doch wenig später saß der entscheidende Angriff: Tomi Wilenius spielte quer auf Biezais, der im Slot den freien Thomas Merl bediente. Merl blieb eiskalt und traf in der 62. Minute zum umjubelten 5:4-Siegtreffer.

Damit entschieden die Saale Bulls ein intensives und hart umkämpftes Spiel in der Overtime für sich und sicherten sich verdient den Heimsieg gegen starke Hannover Scorpions.

Fazit: Damit entschieden die Saale Bulls ein intensives und hart umkämpftes Spiel in der Overtime für sich und sicherten sich verdient den Heimsieg gegen starke Hannover Scorpions. (FE)

 

♦ Träger des goldenen Helms: #63 Tomi Wilenius

 

Torschützen:
1:0 Robin Palka – 1.
1:1 Pascal Aquin – 6. (PP1)
1:2 Allan McPherson – 19. (SH1)
2:2 Elvijs Biezais – 42. (SH1)
3:2 Elvijs Biezais – 45.
3:3 Nick Miglio – 46.
3:4 Allan McPherson – 49. (PP1)
4:4 Sebastian Christmann – 60.
5:4 Thomas Merl – 62. (PP1)
Tore: 5:4 n.V. (1:2/0:0/3:2/1:0)

 

Mit: HWGmbH

📸: Hannes Kabel

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