In einem spannenden Duell gegen die Tilburg Trappers unterliegen unsere Saale Bulls mit 3:6 (inkl. 2 Empty-Netter). Nach anfänglicher Überlegenheit unserer Gäste im ersten Abschnitt, fanden wir immer besser ins Spiel und nahmen den Kampf an. Dieser Einsatz wurde leider nicht belohnt.
Die Partie im Detail:
Die Saale Bulls Halle empfingen am Dienstabend die Tilburg Trappers zum Heimspiel im Sparkassen-Eisdom. Nach einem intensiven ersten Drittel stand es 1:1 zwischen beiden Konkurrenten.
Die Partie begann mit viel Tempo. Tilburg gewann das Eröffnungsbully und setzte die Bulls früh unter Druck. Bereits in der Anfangsphase prüften die Gäste die Defensive der Hausherren mehrfach, während Halle nach kurzer Eingewöhnung erste eigene Akzente setzte und zu guten Abschlüssen kam. Beide Teams agierten von Beginn an sehr aktiv im Forecheck, wobei Tilburg konsequent mit zwei Mann auf den Scheibenführenden ging und Halle so immer wieder Probleme im Spielaufbau bereitete.
In der siebten Minute nutzten die Trappers ihre Druckphase: Nach mehreren Chancen in Folge (die Kapteinat alle entschärfen konnte) zog Mike Dalhuisen von der blauen Linie ab und brachte die Gäste mit einem platzierten Schuss mit 0:1 in Führung. Tilburg blieb anschließend spielbestimmend, stellte das Mitteldrittel gut zu und zwang die Saale Bulls häufig zu riskanten Pässen oder Icings.
Eine Strafzeit gegen Tilburg in der neunten Minute brachte Halle kurzzeitig ins Powerplay, doch die ganz großen Chancen blieben aus. Erst im weiteren Verlauf fanden die Bulls langsam besser in die Partie, setzten sich häufiger im Angriffsdrittel fest und arbeiteten sich Schritt für Schritt ins Spiel.
Der verdiente Ausgleich fiel in der 16. Minute: Nach starker Puckarbeit von Patrick Schmid und Tomi Wilenius in den Ecken, kam Adam Domogalla frei im Slot zum Abschluss und traf zum 1:1. Der Treffer gab den Hausherren spürbar Auftrieb, auch wenn Tilburg weiterhin jede Scheibe kompromisslos Richtung Tor brachte.
In den letzten Minuten des Drittels stand die Bulls-Defensive unter Dauerdruck, doch Nils Kapteinat und die Abwehr hielten stand. Mit dem ausgeglichenen Spielstand ging es schließlich in die erste Pause.
Im zweiten Drittel des Heimspiels zwischen übernahmen die Gastgeber phasenweise mehr Spielkontrolle, mussten den Abschnitt am Ende aber dennoch mit einem knappen Rückstand beenden. Nach 40 Minuten führten die Gäste mit 2:1.
Tilburg kam erneut aggressiv aus der Kabine und setzte Halle direkt unter Druck. Die Bulls hielten jedoch deutlich besser dagegen als noch im ersten Drittel, standen kompakter und arbeiteten konzentriert vor dem eigenen Tor. Mit zunehmender Spieldauer gelang es den Hausherren, sich häufiger im Angriffsdrittel festzusetzen und eigene Chancen zu kreieren. Abschlüsse von der blauen Linie sowie gefährliche Aktionen vor dem Tor konnten jedoch von Tilburgs Goalie C. Andree entschärft werden.
In der fünften Minute nutzten die Trappers eine unübersichtliche Situation nach einem Bully: Nils Kapteinat wurde gescreent, Danny Stempher brachte die Scheibe zum 1:2 aus Sicht der Saale Bulls im Tor unter. Trotz des Rückstands blieb Halle im Spiel, suchte weiter den Weg nach vorne und erspielte sich gute Möglichkeiten, unter anderem durch Elvijs Biezais und Adam Domogalla.
Eine Strafzeit gegen Tilburg eröffnete den Bulls die beste Chance zum Ausgleich. Das Powerplay war druckvoll, doch zu viel Verkehr vor dem Tor verhinderte den erfolgreichen Abschluss. Kurz darauf mussten auch die Saale Bulls in Unterzahl agieren, verteidigten diese Phase jedoch diszipliniert und ließen nur wenige klare Abschlüsse zu. Das Überzahlspiel der Gäste wirkte insgesamt wenig zwingend.
In der Schlussphase des Drittels erhöhte Halle nochmals den Druck, kam zu mehreren Abschlüssen und setzte sich zeitweise im Angriffsdrittel fest. Der verdiente Ausgleich wollte jedoch nicht fallen. So ging es nach einem intensiven, ausgeglichenen Mittelabschnitt mit einem knappen 1:2-Rückstand für die Saale Bulls in die zweite Pause.
Im Schlussabschnitt des Duells zwischen den Saale Bulls Halle und den Tilburg Trappers zeigten die Hausherren große Moral und viel Offensivdrang, mussten sich am Ende aber mit 3:6 geschlagen geben.
Die Bulls kamen engagiert aus der Kabine und erspielten sich direkt gute Möglichkeiten. Ein früher Abschluss von Tomi Wilenius sowie ein weiterer Schuss ans Außennetz sorgten für Hoffnung auf den Ausgleich. Stattdessen nutzte aber Tilburg in der 42. Spielminute einen Scheibenverlust hinter dem Tor eiskalt aus: Kobe Roth schob zum 1:3 aus Hallenser Sicht ein.
Die Antwort der Saale Bulls ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In der 44. Minute setzte Elvijs Biezais stark nach, ließ die Scheibe für Aaron Reinig liegen, der mit einem direkten Schuss den Anschluss zum 2:3 erzielte. Halle blieb anschließend am Drücker, musste aber auch gefährliche Konter der Gäste überstehen, bei denen sich Nils Kapteinat mehrfach auszeichnen konnte.
Mit zunehmender Spielzeit verlagerte sich das Geschehen immer mehr in das Drittel der Trappers. Halle setzte sich fest, brachte viele Scheiben Richtung Tor und erhöhte den Druck kontinuierlich. Tilburg verteidigte kompakt und lauerte auf Fehler. Ein Powerplay ab der 55. Minute brachte schließlich den verdienten Lohn: Tomi Wilenius nutzte seine Chance im Bullykreis und traf mit einem präzisen Schuss zum umjubelten und durchaus verdienten 3:3-Ausgleich.
Die Partie kippte jedoch nur eine Minute später erneut. Ein Rückpass von der roten Linie landete bei P. Marinaccio, der frei vor Kapteinat auftauchte zur erneuten Führung für Tilburg einschob. In der Schlussphase nahmen die Bulls alles Risiko, zogen den Torhüter und versuchten mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen. Stattdessen aber traf Marinaccio ins leere Tor zum 3:5, ehe Max Hermens kurz darauf den 3:6-Endstand (ebenfalls EN) markierte.
Fazit: Bis zum Schluss kämpften die Saale Bulls gegen starke Tilburger, doch dieser Einsatz wurde nicht belohnt. Am Ende entschieden Effizienz und Kaltschnäuzigkeit der Tilburg Trappers das Spiel zugunsten der Gäste. (FE)
♦ Träger des goldenen Helms: #19 Elvijs Biezais
Torschützen:
0:1 Mike Dalhuisen – 7.
1:1 Adam Domogalla – 16.
1:2 Danny Stempher – 25.
1:3 Kobe Roth – 42.
2:3 Aaron Reinig – 45.
3:3 Tomi Wilenius – 56. (PP1)
3:4 Phil Marinaccio – 57.
3:5 Phil Marinaccio – 58. (EN)
3:6 Max Hermens – 59. (EN)
Tore: 3:6 (1:1/0:1/2:4)
Mit: HWGmbH