Spielbericht: Starker Auftritt der Saale Bulls sichert Auswärtssieg bei den Hannover Indians!

Während Drittel 1 und 3 ausgeglichen waren, wurde das zweite Drittel zum Game-Changer. Hier agierte unser Team hochkonzentriert und effizient. Gutes Powerplay sowie erneut ein überragendes Penaltykilling waren heute der Schlüssel zum Sieg gegen den Tabellenzweiten.

 

Die Partie im Detail:

Die Saale Bulls Halle waren auswärts bei den Hannover Indians von Beginn an gefordert. Nach einem intensiven, von vielen Unterbrechungen geprägten ersten Drittel ging es torlos mit einem leistungsgerechten 0:0 in die erste Pause.

Die Partie begann hektisch. Keine halbe Minute war gespielt, da kassierten beide Teams nach einer Auseinandersetzung vor Nils Kapteinat frühe Strafen wegen unsportlichen Verhaltens. Für die Saale Bulls musste Erik Gollenbeck auf die Strafbank, bei den Indians traf es Top-Torjäger J. Lagacé. In der Anfangsphase setzte sich Halle mehrfach im Angriffsdrittel fest, während Hannover mit schnellen Gegenstößen antwortete. Eine kuriose Szene gab es in der dritten Minute, als ein Linesman von einem Schuss am Helm getroffen wurde.
In der fünften Minute gerieten die Bulls erstmals in Unterzahl, als Patrick Schmid wegen eines Bandenchecks für zwei Minuten vom Eis musste. Kurz darauf folgte die nächste brenzlige Situation: Tomi Wilenius kassierte eine Strafe wegen Stockschlags, sodass Halle für einige Sekunden sogar in doppelter Unterzahl agieren musste. Diese Phase überstand Halle mit viel Einsatz und einem konsequenten Penaltykilling.
Nach überstandener Unterzahl kamen die Saale Bulls wieder besser ins Spiel. Sebastian Christmann überzeugte mit starkem Forecheck und Elvijs Biezais sorgte mehrfach für Entlastung. In der neunten Spielminute hatte Halle eine der besten Chancen des Drittels: Wilenius legte von hinter dem Tor auf Jesper Åkerman ab, dessen Schuss jedoch von Hannovers Keeper T. Herden pariert wurde. Kurz darauf verfehlte Wilenius selbst aus der Drehung nur knapp das Ziel.
Im weiteren Verlauf neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Zwar gab es einzelne Vorstöße auf beiden Seiten, doch echte Hochkaräter blieben selten. In der 13. Minute mussten die Saale Bulls erneut in Unterzahl spielen, diesmal wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Hannover setzte sich zwar immer wieder fest, fand aber auch hier keinen Weg durch die kompakte Defensive der Hallenser.
In den Schlussminuten des Drittels ging es noch einmal hin und her. Kurz vor der Sirene musste Herden nach einem freien Abschluss der Bulls eingreifen. Tore fielen jedoch keine, sodass es nach 20 umkämpften Minuten mit einem gerechten 0:0 in die Pause ging.

Im zweiten Drittel übernahmen die Saale Bulls Halle klar die Kontrolle über das Spiel und setzten sich bei den Hannover Indians zwischenzeitlich deutlich ab. Trotz eines späten Gegentreffers gingen die Gäste mit einer verdienten 3:1-Führung in die zweite Pause.

Nach dem torlosen ersten Drittel kamen die Bulls hochkonzentriert aus der Kabine. Bereits in den Anfangsminuten gerieten die Indians nach zwei aufeinanderfolgenden Strafen gegen Krüger und Lagacé stark unter Druck. Halle nutzte die doppelte Überzahl konsequent: Patrick Schmid legte quer auf Aaron Reinig, der aus dem Bullykreis abzog. Vor dem Tor wurde Timo Herden die Sicht genommen – der Puck schlug ein, die Bulls gingen verdient mit 1:0 in Führung.
Auch nach dem Treffer blieb Halle spielbestimmend. Patrick Schmid hatte kurz darauf selbst die Chance im Slot, verfehlte das Tor jedoch knapp. Wenig später zeigte sich erneut die Wachsamkeit der Bulls: Nach einem Fehler der Indians schaltete Schmid am schnellsten, bediente Tomi Wilenius direkt vor dem Tor, der souverän zum 2:0 vollendete.
Die Saale Bulls spielten nun mit viel Selbstvertrauen und Tempo. In der achten Minute folgte der nächste sehenswerte Angriff: Robin Drothen brachte den Puck von der Blauen, vor dem Tor störten Sergej Stas und Alex Berger den Torhüter entscheidend. Stas fälschte die Scheibe entscheidend ab – 3:0 für Halle, ein Wirkungstreffer.
Hannover wirkte in dieser Phase verunsichert, zog weitere Strafen und kam kaum noch strukturiert aus dem eigenen Drittel. Halle erspielte sich weitere Chancen, ließ jedoch weitere Treffer liegen. In der Mitte des Drittels wurde die Partie körperlicher, kleinere Rangeleien und gegenseitige Strafen unterbrachen den Spielfluss, ohne den Rhythmus der Bulls nachhaltig zu stören.
Erst in der 37. Spielminute kam Hannover gefährlich in den Slot. Nach einem schnellen Pass stand J. Lagacé frei und verkürzte auf 1:3. Der Treffer brachte die Hausherren kurzzeitig zurück ins Spiel, sie erhöhten den Druck und kamen zu mehreren Abschlüssen in kurzer Folge. Die Saale Bulls blieben jedoch stabil, verteidigten konzentriert und überstanden die Drangphase bis zur Pause.

Im Schlussdrittel bewiesen die Saale Bulls Halle bei den Hannover Indians Nervenstärke und erneut Effizienz. Trotz einer starken Anfangsphase der Hausherren entschieden die Bulls den letzten Abschnitt für sich und brachten die Führung souverän über die Zeit.

Hannover kam druckvoll aus der Kabine und setzte die Saale Bulls in den ersten Minuten unter Dauerdruck. Halle fand nur schwer aus dem eigenen Drittel und musste viel Defensivarbeit leisten. In der vierten Minute zahlte sich der Druck der Indians aus: J. Neugebauer kam nach einem Pass von der Seite frei zum Abschluss und hob den Puck über die Schulter von Nils Kapteinat hinweg ins Tor – der Anschlusstreffer zum 2:3.
Beflügelt vom Anschlusstreffer blieb Hannover auch danach zunächst am Drücker. Mehrere Icing-Situationen und lange Defensivphasen zeigten, dass Halle kurzzeitig den Rhythmus verlor. Ein Konter von Brett Schaefer brachte erstmals Entlastung, blieb aber ohne Torerfolg. Die Wende leitete schließlich eine Strafe gegen R. Killins ein. In Überzahl übernahmen die Saale Bulls wieder die Kontrolle, ließen den Puck laufen und schnürten die Indians im eigenen Drittel ein.
In der 48. Spielminute fiel die wichtige Antwort: Ein Schuss von der Blauen ging am Tor vorbei, sprang von der Bande direkt auf den Schläger von Tomi Wilenius, der keine Mühe hatte, zum 4:2 einzuschieben. Der Treffer nahm Hannover spürbar den Schwung und gab den Bulls wieder Sicherheit.
In der Folge entwickelte sich ein intensives, teilweise ruppiges Spiel. Hannover versuchte, mit vielen Abschlüssen noch einmal heranzukommen, doch die Defensive der Saale Bulls stand kompakt. Kapteinat behielt im Tor mehrfach die Übersicht, fing Rebounds ab und beruhigte das Spiel in kritischen Momenten. Halle verteidigte konzentriert und ließ nur noch Schüsse aus ungünstigen Positionen zu.
Kurz vor Schluss nahmen die Indians ihren Torhüter vom Eis, doch auch dieses Risiko nutzten die Bulls eiskalt. Adam Domogalla fing einen Pass ab, nahm die Einladung an und traf ins verwaiste Tor zum 5:2-Endstand.

Fazit:  Die Saale Bulls Halle zeigten bei den Hannover Indians eine konzentrierte Leistung, verteidigten diszipliniert in Unterzahl und erspielten sich selbst viele gute Möglichkeiten. Nach 40 Minuten stand eine verdiente 3:1-Führung für die Saale Bulls Halle auf der Anzeigetafel – Ergebnis eines dominanten zweiten Drittels mit effizienter Chancenverwertung und klarer Spielkontrolle über weite Strecken. Mit einer abgeklärten Leistung im dritten Drittel machten die Saale Bulls Halle den verdienten Auswärtssieg perfekt und belohnten sich für eine insgesamt konzentrierte und mannschaftlich geschlossene Vorstellung. (FE)

 

♦ Träger des goldenen Helms: #19 Elvijs Biezais

 

Torschützen:
0:1 Aaron Reinig – 22. (PP2)
0:2 Tomi Wilenius – 27.
0:3 Sergej Stas – 28.
1:3 Jacob Lagacé – 37.
2:3 Jari Neugebauer – 44.
2:4 Tomi Wilenius – 48. (PP1)
2:5 Adam Domogalla – 60. (EN)
Tore: 2:5 (0:0/1:3/1:2)

 

Mit: HWGmbH

📸: Doro Garré

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