Spielbericht: 2026 – Erstes Spiel, erster Sieg vor 2.400 Zuschauern im Sparkassen-Eisdom!

Wir sahen ein Spiel, das Respekt verdient: Zehn Feldspieler der Hammer Eisbären kämpften bis zur letzten Sekunde mit Leidenschaft, Tempo und großer Moral. Am Ende war es ein Spiel auf Messers Schneide, bei welchem unsere Bulls zwar als Sieger vom Eis gingen, aber unsere Gäste durchaus auch Zählbares verdient gehabt hätten. Genau solche Spiele machen Eishockey aus.

 

Die Partie im Detail:

Die Saale Bulls Halle empfingen zum Ligaauftakt im neuen Jahr die Hammer Eisbären zu einem intensiven und temporeichen Heimspiel. Vor gut gefüllten Rängen entwickelte sich vom ersten Bully an eine Partie auf Augenhöhe, die bereits im Auftaktdrittel vier Tore bot.

Die Gäste aus Hamm erwischten den besseren Start. Nach einer frühen Strafzeit gegen Patrick Schmid nutzten die Eisbären ihr Powerplay konsequent. Ein Schuss von der Blauen Linie durch L. Reuss fand, nachdem Daniel Allavena die Sicht genommen worden war, den Weg ins Tor und brachte Hamm in der fünften Minute in Führung.
Die Saale Bulls ließen sich davon nicht beeindrucken, erhöhten den Druck und kamen ihrerseits zu guten Abschlüssen. Nach einer Strafe gegen Hamm schlug das Überzahlspiel der Gastgeber zu: Elvijs Biezais zog nach Zuspiel von Jesper Åkerman ab und glich in der zehnten Minute verdient zum 1:1 aus. In der Folge blieb das Spiel offen, mit hohem Tempo und Chancen auf beiden Seiten.
Eine weitere Unterzahlphase überstanden die Bulls, ehe sie erneut offensiv Akzente setzten. In der 17. Spielminute kombinierten sich Tomi Wilenius, Patrick Schmid und Adam Domogalla stark durch das Angriffsdrittel. Domogalla vollendete den sehenswerten Spielzug zur erstmaligen Führung für Halle.
Doch die Antwort der (stark dezimierten) Gäste folgte kurz vor der Pause. In der letzten Minute des Drittels sprang die Scheibe nach einem Abschluss von U. Cizas unglücklich über den Schlittschuh von Aaron Reinig an Daniel Allavena vorbei ins Tor. So ging es nach 20 intensiven Minuten mit einem leistungsgerechten 2:2-Unentschieden in die erste Drittelpause.

Auch im zweiten Drittel blieb das Heimspiel der Saale Bulls Halle gegen die Hammer Eisbären intensiv, temporeich und geprägt von schnellen Umschaltmomenten. Nach dem 2:2 aus dem ersten Drittel entwickelte sich erneut ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams ihre Offensivqualitäten zeigten – aber auch defensive Schwächen offenbarten.

Die Saale Bulls kamen entschlossen aus der Kabine und setzten sich früh im Angriffsdrittel fest. Eine Strafzeit gegen Hamm nutzten die Gastgeber konsequent: Adam Domogalla löste sich nach dem Bully clever zum Pfosten und verwertete einen präzisen Pass von Patrick Schmid zur 3:2-Führung. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn direkt im Gegenzug nutzten die Hammer Eisbären eine Unordnung in der Defensive der Bulls eiskalt aus und glichen durch L. Wernerson Libäck umgehend wieder aus.
Halle blieb dennoch spielbestimmend und suchte immer wieder den Abschluss aus dem Slot. Nach einer überstandenen Unterzahlsituation setzten die Bulls dann ein starkes Zeichen: Brett Schaefer kam von der Strafbank, schnappte sich den Puck, scheiterte zunächst an Julius Schulte, doch Sebastian Christmann reagierte am schnellsten und schob den Abpraller zur erneuten Führung ein. Die Saale Bulls wirkten in dieser Phase druckvoll, variabel und körperlich präsent – zeitweise hatte das Spiel fast Überzahl-Charakter.
Die Hammer Eisbären hielten jedoch stärker dagegen, als es die „kurze Bank“ vermuten ließ, sie blieben gefährlich und nutzten ihre Chancen effizient. In einer weiteren Druckphase der Gäste brachte eine erneute Zuordnungsproblematik den Ausgleich: C. Schiling setzte sich im Laufduell durch und traf zum 4:4, was absolut dem Spielverlauf entsprach.
Bis zur zweiten Drittelpause blieb das Tempo hoch, beide Mannschaften suchten den nächsten Treffer. Die Zuschauer sahen ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich zeigte, warum hier der Tabellenfünfte auf den Tabellenvierten traf. Mit einem leistungsgerechten 4:4 ging es in die zweite Pause – alles offen für ein spannendes Schlussdrittel.

Im Schlussabschnitt zeigten die Saale Bulls Halle die richtige Mischung aus Geduld, Effizienz und mentaler Stärke, die an diesem Abend den Unterschied ausmachte. Nach dem 4:4-Zwischenstand entwickelte sich ein intensives, körperbetontes und bis in die Schlussminuten hart umkämpftes Drittel.

Die Gäste erhöhten zu Beginn nochmals sichtbar die physische Präsenz und setzten die Bulls phasenweise unter Druck. Halle nahm das Tempo jedoch gut auf, suchte konsequent den Abschluss und blieb strukturiert. In Unterzahl bewiesen die Saale Bulls erneut Übersicht und schlugen eiskalt zu: Nach einem Konter setzte Elvijs Biezais energisch nach, Robin Palka reagierte am schnellsten und brachte die Bulls in der 47. Minute erneut in Führung.
Nur wenig später folgte der nächste Nadelstich. Ein mustergültig ausgespielter Gegenangriff über Robin Palka und Adam Domogalla landete bei Elvijs Biezais, der mit seinem Treffer auf 6:4 stellte und das Momentum klar auf Hallenser Seite zog. Doch wer nun geglaubt hatte, das war es jetzt, sollte eines Besseren belehrt werden: Denn die Hammer Eisbären gaben sich nicht geschlagen, hielten das Tempo weiter hoch und kamen durch einen platzierten Schuss von P. Wernerson Libäck nochmals heran.
In der Schlussphase setzte Hamm dann alles auf eine Karte. Die Sensation zum Greifen nahe, nahmen sie mehrfach den Torhüter vom Eis und schnürten die Saale Bulls im eigenen Drittel ein. Daniel Allavena hielt mit wichtigen Paraden dagegen und gab seiner Mannschaft die nötige Sicherheit. Die Entscheidung fiel schließlich in Unterzahl der Bulls: Robert Hechtl fing einen Pass ab und traf aus dem eigenen Drittel ins leere Tor. Nur Sekunden später setzte Tomi Wilenius mit einem weiteren EN-Treffer den Schlusspunkt.

Fazit: Was für ein Abend im Sparkassen-Eisdom: Die Hammer Eisbären lieferten den Saale Bulls einen offenen Schlagabtausch mit enormem Kampfgeist und Moral. Die Saale Bulls Halle zeigten ein variabel angelegtes Offensivspiel und hohe Laufbereitschaft. Nach 60 intensiven Minuten stand ein 8:5-Erfolg für die Saale Bulls Halle auf der Anzeigetafel – ein wichtiger Sieg für die Bulls. Es ließ sich aber nicht verhehlen, dass an diesem Abend die Gäste zum „Sieger der Herzen“ wurden. Die Hammer Eisbären verdienten sich größten Respekt für ihren Kampfgeist und ihren unermüdlichen Einsatz bis zur letzten Sekunde. (FE)

 

♦ Träger des goldenen Helms: #19 Elvijs Biezais

 

Torschützen:
0:1 Lars Reuss – 5. (PP1)
1:1 Elvijs Biezais – 10. (PP1)
2:1 Adam Domogalla – 17.
2:2 Ugnius Cizas – 20.
3:2 Adam Domogalla – 25. (PP1)
3:3 Gianluca Balla – 25.
4:3 Sebastian Christmann – 31.
4:4 Christian Schiling – 39.
5:4 Robin Palka – 47. (SH1)
6:4 Elvijs Biezais – 50.
6:5 Pontus Wernerson Libäck – 54.
7:5 Robert Hechtl – 59. (EN SH1)
8:5 Tomi Wilenius – 60. (EN SH1)
Tore: 8:5 (2:2/2:2/4:1)

 

Mit: HWGmbH

📸: Doro Garré

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