ENDLICH! Endlich geht es wieder los, die Saale Bulls kurven über das Eis im halleschen Sparkassen-Eisdom, starten die Spielzeit 2021/22. Die erste Saison nach einer Coronaspielzeit mit Geisterspielen, die gerne einmalig bleiben darf und sich niemand eine Wiederholung wünscht. Damit dies so bleibt, unterliegt auch die anstehende Saison einigen Einschränkungen und Verordnungen, die es einzuhalten gilt – so auch bei den Saale Bulls beziehungsweise dem Sparkassen-Eisdom, in dem der Einlass nach der 3G-Regel erfolgt. Ein alternativloses Prozedere, um wieder Fans in die Halle zu lassen und vor den Anhängern  spielen zu dürfen – und somit wieder Emotionen und Stimmung Einzug halten zu lassen.

Sportlich sind die Mannen von Head Coach Ryan Foster bereits Freitag in das neue Eishockeyjahr gestartet und mussten sich im Leipziger Kohlrabizirkus den TecArt Black Dragons Erfurt im Nord-Ost-Pokal knapp mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Doch das, was das Team in dieser Partie bereits zeigte, macht Lust auf mehr und deutete bereits an, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Selbstredend ist nach einer langen Sommerpause immer noch Luft nach oben, die Spieler noch nicht bei einhundert Prozent. Das müssen sie auch noch nicht, beginnt die Hauptrunde doch erst Ende September. Bis dahin gilt es, sich einzuspielen, das System zu verinnerlichen und die Abläufe zu optimieren. Und genau diese Basics, an denen im Training gearbeitet wird, kann man am besten im Wettkampfmodus anwenden und ausprobieren. So wie morgen und am kommenden Dienstag, wenn sich die Saale Bulls in zwei Testspielen mit dem Krefelder EV sowie dem Herner EV duellieren werden.

Zwei Gegner, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der KEV, welcher sich als reiner Ausbildungsverein versteht und immer wieder jungen Spielern die Chance bietet, im Seniorenbereich Fuß zu fassen. Und auf der anderen Seite das Team vom Gysenberg, das sich in den letzten Jahren unter Trainer Danny Albrecht zu einem absoluten Top-Team der Liga entwickelt hat, seinen ohnehin qualitativ starken Kader (Michel Ackers, Nils Liegegang, Marcus Marsall, Richie Mueller, Björn Linda usw.) in diesem Sommer mit Neuzugängen wie Tomi Wilenius, Robert Peleikis oder auch Sebastian Moberg noch weiter aufgewertet hat – bei der Vergabe des Meistertitels dürften die Rot-Grünen ein gewaltiges Wort mitsprechen.

Den Bulls stehen zwei interessante Heimspiele bevor, wird doch in Vorbereitungsspielen keine Favoritenrolle verteilt und es ausschließlich um Spiel- und Wettkampfpraxis geht, die Reihenzusammenstellung ausprobiert wird und sich die special Teams einspielen sollen. Somit sind die Ergebnisse als zweitrangig anzusehen, zumal der eigentliche Sieger schon vor dem ersten Bully feststeht: Der Eishockeysport mit der Rückkehr von den Fans in die Stadien – schön, dass ihr wieder da seid! Passt auf euch auf und bleibt gesund!