Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt ist es keineswegs: Erst zum zweiten Mal seit ihrer Zugehörigkeit zu der seit 2015 vom DEB betreuten Oberliga Nord eröffnen die Bulls eine Spielzeit auf eigenem Eis, die Auftaktpartie 2017/18 konnte man mit 4:1 gegen die Rostocker Piranhas siegreich gestalten.

Mit den Moskitos vom ESC Wohnbau Essen begrüßt der MEC einen Rückkehrer im Sparkassen-Eisdom, waren die Stechmücken nach ihrem Oberliga-Rückzug im Sommer 2020 doch zuletzt in der Regionalliga gemeldet. So paradox es klingen mag, aber jener Rückzug und die spätere Absage des Spielbetriebs in der vierten Liga könnten sich im Nachgang als Glücksfall für den ESC erweisen: Unter neuer Vorstandschaft um Thomas Böttcher gelang der Abbau aller Verbindlichkeiten, schuldenfrei kehrt der Club in die Oberliga zurück. 

Es spricht für den Standort und die Verantwortlichen, dass Spieler wie Aaron McLeod, Thomas Richter, Enrico Saccomani oder auch Stephan Kreuzmann dem Club treu blieben, nun den erneuten Schritt in die Drittklassigkeit mitgehen. Head Coach Frank Petrozza kann auf ein bestehendes Team zurückgreifen, welches gezielt mit Thomas Ziolkowski, Mike Glemser oder auch Königstransfer Mitch Bruijsten, einem DER dominantesten Angreifer der letzten Jahre, verstärkt wurde. Und dass das Team das Spielen nicht verlernt hat zeigen die letzten Ergebnisse in der Vorbereitung, als man sich nur denkbar knapp (2:4, 2:3 n.V.) Tilburg geschlagen geben musste und Herne im Shootout mit 5:4 bezwang.

Doch Vorbereitung ist Vorbereitung. Alles, was nach dem Bully um 18.15 Uhr zählt, ist der Kampf um die Meisterschaft und die Playoffs – und ein Erfolg gegen die Moskitos wäre für die Bulls der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung. (Jy)