Vier Einsätze in der DEL, seit neun Jahren in der DEL2 aktiv (262 Einsätze, neun Shutouts), 2015 zum DEL2-Rookie des Jahres gewählt und mit einem Gegentorschnitt von 2,41 in der Saison 2014/15 der beste Torhüter der Zweiten Liga – und in der kommenden Spielzeit für die Saale Bulls zwischen den Pfosten: Die Rede ist von Timo Herden, der von den Bayreuth Tigers aus der DEL2 in die Händelstadt wechselt und fortan das Gehäuse des Nordmeisters hüten wird. „Für Halle habe ich mich entschieden, weil es unter allen Angeboten das beste Gesamtpaket für mich darstellte. Zudem haben sich Marius und Kai sehr um mich bemüht, was mir ebenfalls ein gutes Gefühl gab“ so der 27-Jährige, für den die Oberliga Neuland ist, „was die ganze Aufgabe zudem noch sehr spannend macht. Es ist für mich eine eher unbekannte Liga, sowohl was die Teams und Standorte als auch das Regionale angeht. Es gibt viel Neues kennenzulernen.“

Geboren im bayerischen Rosenheim durchlief Herden alle Nachwuchsmannschaften seines Heimatvereins und stand mit 18 Jahren erstmals für die Starbulls in der Saison 2013/14 in der Zweiten Liga zwischen den Pfosten. Nach vier DEL2-Spielzeiten bei den Oberbayern wechselte der Linksfänger nach Düsseldorf in die Deutsche Eishockey-Liga, hütete parallel dazu mittels Förderlizenz das Gehäuse des Zweitligisten Bad Nauheim. Nach einem Jahr zog es Herden wieder näher Richtung Heimat, wo er fortan für vier Jahre im Bayreuther Tor stand.

In der Wagnerstadt erarbeitete sich Herden durch seine Leistungen immer mehr Einsatzminuten. Aus anfangs 25 Partien hinter Brett Jaeger wurden 29, in der abgelaufenen Spielzeit war er mit 44 Einsätzen die ganz klare Nummer eins vor dem ehemaligen Bulls-Goalie Lukas Steinhauer, dem Oberliga-Torhüter der Jahre 2015 und 2018. Herden hatte von allen eingesetzten DEL2-Goalies die zweitmeiste Einsatzzeit und blieb in fünf Partien ohne Gegentreffer – im ligaweiten Ranking ebenfalls Rang zwei. Werte und Statistiken, die nicht von ungefähr kommen. „Er arbeitet wirklich hart, gibt in jedem Training Vollgas und ist zu 100 Prozent Profi“, so der auch in Halle noch bestens bekannte Ivan Kolozvary, langjähriger Tigers-Kapitän und Teamkollege Herdens. „Er ist ein super Kerl und sehr freundlich. Er ist zwar noch jung, aber schon sehr erfahren.“

Und durch jene Erfahrung weiß Vielspieler Herden, auf was es in den kommenden Monaten nun ankommt, um eine erfolgreiche Spielzeit absolvieren zu können. „Meine und unsere Ziele sind ganz klar: Erstmal müssen wir als Team in der Vorbereitung zusammenzufinden, um nach der Saison den großen Wurf feiern zu können – den Aufstieg“, so der Schlussmann. „Dazu hat jeder seinen Teil beizutragen. Ich will bei gegebener Spielzeit immer meine bestmögliche Leistung abrufen und auch sonst meine Teamkollegen in jeglicher Hinsicht unterstützen und mitreißen.“

Die Saale Bulls sind stolz und froh, in der kommenden Saison auf die Fangkünste von Timo Herden bauen zu können und wünschen ihrem neuen Torwart eine erfolgreiche und verletzungsfreie Spielzeit in der Händelstadt. (Jy)

Foto: PixMaWi/Mario Wiedel