Die ersten drei Punkte sind auf der Haben-Seite, unsere Saale Bulls gewinnen ihr erstes Hauptrundenspiel der neuen Saison vor heimischem Publikum verdient gegen die TecArt Black Dragons Erfurt.
Nach einem echten Traumstart in die Freitagabendpartie und einer frühen 4:0-Führung, kämpften sich unsere Gäste im zweiten Drittel zunehmend ins Spiel und verkürzten auf 2:5.
Im letzten Abschnitt ließ unsere Mannschaft dann aber nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit einem weiteren Treffer den verdienten 6:2-Erfolg.
Die Partie im Detail:
Die Saale Bulls erwischten im ersten Drittel einen Auftakt nach Maß und gingen mit einer deutlichen 4:0-Führung gegen die TecArt Black Dragons in die erste Pause.
Zu Beginn tasteten sich beide Mannschaften noch ab, ehe die Bulls zunehmend die Kontrolle übernahmen. In der vierten Spielminute leitete Émil Lessard-Aydin den ersten Treffer ein. Über John Rogl kam die Scheibe in Richtung Tor, wo Brett Schaefer richtig stand und den Puck zur 1:0-Führung über die Linie lenkte.
Kurz darauf mussten die Gastgeber erstmals in Unterzahl agieren, nachdem Vojtech Suchomer wegen Hakens auf die Strafbank geschickt worden war. Die Bulls verteidigten jedoch konsequent, befreiten sich mehrfach und ließen die Gäste kaum gefährlich ins eigene Drittel kommen.
Wieder komplett, erhöhte Halle den Druck. In der achten Minute spielte John Rogl an der blauen Linie quer auf Kyle Bollers. Dessen Schuss wurde vor dem Tor von Neuzugang Calder Anderson entscheidend abgefälscht und schlug zum 2:0 hinter Patrick Glatzel ein.
Nach dem Power Break bekamen die Saale Bulls selbst die erste Überzahl zugesprochen. Zwar brachte die Mannschaft die Scheibe mehrfach gefährlich auf das Erfurter Tor, ein weiterer Treffer fiel während der Strafzeit gegen Harrison Reed jedoch nicht.
Das änderte sich in der 14. Minute. Niklas Jentsch zog mit hohem Tempo ins Angriffsdrittel und prüfte Glatzel. Der Gästetorhüter konnte den Schuss nur abprallen lassen, Thomas Merl war im Slot zur Stelle und verwertete den Rebound zum 3:0.
Auch eine weitere Unterzahlsituation überstanden die Bulls anschließend schadlos. Die Black Dragons kamen zwar phasenweise zu mehr Scheibenbesitz im Hallenser Drittel, die Gastgeber verteidigten jedoch aufmerksam und verhinderten klare Abschlüsse.
In der Schlussminute wurde es noch einmal turbulent. Zunächst musste Robin Drothen wegen Hakens auf die Strafbank. Wenig später wurde Adam Domogalla bei einem Konter von Jacob Lagacé zu Fall gebracht, sodass auch der Erfurter eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt. Kaum war der Puck anschließend wieder im Spiel, schlugen die Bulls erneut zu: Marvin Neher brachte die Scheibe zu Kyle Bollers, der vor das Tor zog und zum 4:0 vollendete.
Damit verabschiedeten sich die Saale Bulls nach einem äußerst effizienten und kontrollierten ersten Drittel mit einer komfortablen Vier-Tore-Führung in die Kabine.
Nach der deutlichen 4:0-Führung aus dem ersten Drittel mussten die Saale Bulls im Mittelabschnitt die einzigen beiden Gegentreffer der Partie hinnehmen, fanden aber selbst ebenfalls noch einmal den Weg ins Netz. Mit einer 5:2-Führung ging es schließlich in die zweite Pause.
Zu Beginn des Drittels waren zunächst beide Mannschaften wieder komplett. Kurz darauf nutzten die Black Dragons eine Unaufmerksamkeit der Bulls aus. Jacob Lagacé trug die Scheibe nach vorn und bediente Nils Herzog, der völlig frei vor Nils Kapteinat auftauchte und zum 4:1 traf.
Die Antwort der Saale Bulls folgte jedoch unmittelbar. Halle spielte geradlinig nach vorn und brachte die Scheibe zu Émil Lessard-Aydin, der vor dem Tor die Übersicht behielt und den alten Vier-Tore-Abstand mit dem 5:1 wiederherstellte. Doch auch dieser Treffer hatte nicht lange Bestand: Nur wenig später schlug Erfurt durch Dennis Bondarenko zurück und verkürzte auf 5:2.
Die Partie nahm damit deutlich an Fahrt auf. Halle setzte sich erneut im Angriffsdrittel fest und zwang Patrick Glatzel mehrfach dazu, die Scheibe zu sichern. Gleichzeitig merkten die Gäste, dass sie inzwischen besser in der Partie angekommen waren, und entwickelten mehr Zug zum Hallenser Tor. Eine große Gelegenheit auf den nächsten Treffer hatte allerdings erneut Lessard-Aydin, der bei einem Konter allein auf Glatzel zulief, den Torhüter mit seinem Abschluss jedoch direkt traf.
In der siebten Minute mussten die Bulls nach einem Stockschlag von Calder Anderson in Unterzahl agieren. Erfurt brachte sich zunächst in Position, doch Halle verteidigte aufmerksam. Als den Gästen die Scheibe versprang, nutzten die Bulls die Gelegenheit zur Befreiung. Besonders Robin Drothen sorgte für Entlastung, als er mit der Scheibe nach vorn lief, sich gegen gleich drei Erfurter behauptete und wertvolle Sekunden von der Uhr nahm. Auch Adam Domogalla setzte zu einem Konter an, wurde beim Abschluss jedoch entscheidend gestört. Die Bulls überstanden die Unterzahl schadlos.
Nach dem Power Break zeigte sich Erfurt weiter gefährlich. Frederic Potvin kam bei einem schnellen Gegenstoß zum Abschluss, scheiterte aber an Kapteinat. Kurz darauf musste der Hallenser Schlussmann auch gegen Joe-Richard Kiss eingreifen, der einen Pass durch den Slot erhielt, die Scheibe jedoch nicht an ihm vorbeibrachte.
Auf der Gegenseite erarbeitete sich Halle die nächste Überzahlsituation. Kyle Bollers setzte sich bei einem Konter gegen seinen Gegenspieler durch, ehe René Kramer sich auf dessen Schläger warf und wegen Haltens des gegnerischen Stocks auf die Strafbank musste. Im Powerplay fehlte den Bulls allerdings die nötige Gedankenschnelligkeit, um sich wirklich zwingend in Position zu bringen. Auch nach Ablauf der Strafe blieben die Gastgeber im Angriffsdrittel und kamen unter anderem durch Vojtech Suchomer von der blauen Linie zum Abschluss.
Die Partie wurde anschließend zunehmend körperlicher. Nach einem Check von Petr Gulda gegen Nick Huard an der blauen Linie der Gäste kam es zu einem kleinen Tumult. Halle blieb offensiv gefährlich. Robin Palka versuchte es von der blauen Linie, sein Schuss wurde jedoch geblockt. Wenig später stand Adam Domogalla plötzlich frei vor Patrick Glatzel, fand aber keinen Weg vorbei am Erfurter Schlussmann.
In der Schlussminute des Drittels wurde es noch einmal turbulent. Gegen Kyle Bollers war eine Strafe wegen Beinstellens angezeigt, sodass Erfurt den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nahm. Vor dem Hallenser Tor entwickelte sich anschließend eine Rangelerei, bei der Enzo Herrschaft mit einem Kopfstoß auffiel. Die Schiedsrichter überprüften die Szene per Videobeweis und entschieden anschließend auf eine Fünf-Minuten-Strafe wegen Kopfstoßes sowie eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Herrschaft. Zusätzlich erhielt er zwei Minuten wegen Stockchecks.
Da Bollers ebenfalls auf die Strafbank musste, wurden die letzten rund 30 Sekunden des Drittels mit vier gegen vier gespielt. Weitere Treffer fielen nicht mehr. Damit gingen die Saale Bulls mit einer 5:2-Führung in die zweite Pause. Nach dem furiosen ersten Drittel war der Mittelabschnitt ausgeglichener verlaufen. Erfurt hatte deutlich besser in die Partie gefunden und die Bulls mehrfach unter Druck gesetzt. Halle blieb jedoch gefährlich, verteidigte seine Führung und fand auf den ersten Gegentreffer sofort die passende Antwort.
Mit einer deutlichen Führung im Rücken gingen die Saale Bulls in das Schlussdrittel. Die Erfurter kamen zunächst hellwach aus der Kabine und versuchten noch einmal, Druck aufzubauen. Halle überstand jedoch die Anfangsphase und durfte anschließend noch mehrere Minuten in Überzahl agieren.
Dabei bot sich früh die Gelegenheit, den Vorsprung weiter auszubauen. Marvin Neher zog von der blauen Linie ab und traf das Gestänge. In der Folge fehlte es dem Hallenser Powerplay zunächst etwas an Passgenauigkeit, sodass sich die Gäste mehrfach befreien konnten.
In der 45. Minute fiel dann aber doch der nächste Treffer. Petr Heider brachte die Scheibe von der blauen Linie auf das Tor. Patrick Glatzel konnte nur mit dem Schoner abwehren, der Puck sprang jedoch genau zu Adam Domogalla, der hinter dem Tor hervorgekommen war und zum 6:2 einschob.
Danach verwalteten die Bulls ihren Vorsprung taktisch klug. Robert Hechtl band beispielsweise gleich mehrere Gegenspieler an sich und verschaffte seinen Teamkollegen damit die Möglichkeit zum Wechsel. Auf der anderen Seite war Nils Kapteinat bei einem Erfurter Konter zur Stelle und verhinderte einen weiteren Gegentreffer.
Nach einer Strafe gegen Calder Anderson mussten die Gastgeber noch einmal in Unterzahl bestehen. René Kramer sorgte mit einem wuchtigen Abschluss für Gefahr und zwang Kapteinat zu einer starken Reaktion, doch Halle verteidigte die Situation konsequent und konnte sich immer wieder befreien.
Im weiteren Verlauf nahmen die Bulls etwas Tempo aus der Partie. Der Fokus lag nun darauf, das Ergebnis kontrolliert über die Zeit zu bringen. Trotzdem setzten sie weiterhin einzelne gefährliche Nadelstiche. Petr Heider versuchte es erneut von der blauen Linie, und mit zunehmender Spielzeit suchten die Gastgeber wieder häufiger den Weg zum gegnerischen Tor.
Nick Huard behauptete die Scheibe bei einem geradlinigen Vorstoß trotz zweier Verteidiger vor sich, während Glatzel wenig später weit aus seinem Tor kommen musste, um eine Möglichkeit von Heider zu entschärfen. Auch Marcel Tabert bekam in der Schlussphase noch eine Konterchance, konnte den Erfurter Schlussmann jedoch nicht überwinden.
Die Black Dragons bemühten sich bis zum Ende um weitere Abschlüsse, fanden gegen die Hallenser Defensive aber keinen Weg mehr zurück in die Partie. Elf Sekunden vor Schluss eroberten die Bulls noch einmal die Scheibe und spielten die verbleibende Zeit kontrolliert herunter. Wenig später war Schluss: Die Saale Bulls brachten ihren Vorsprung souverän über die Zeit und besiegten die TecArt Black Dragons im heimischen Eisdom mit 6:2.
Fazit: Ein starker Start brachte Sicherheit, erste Gegentreffer brachten die Saale Bulls nicht aus ihrem Konzept – am Ende steht verdient ein deutlicher 6:2-Erfolg für Halle auf dem Tableau. Somit sichern sich die Saale Bulls nach dem ersten Spieltag Platz zwei in der Tabelle der Oberliga Nord. (FE)
Torschützen:
1:0 Brett Schaefer – 4.
2:0 Calder Anderson – 8.
3:0 Thomas Merl – 14.
4:0 Kyle Bollers – 20.
4:1 Enzo Herrschaft – 22.
5:1 Emil Lessard-Aydin – 23.
5:2 Dennis Bondarenko– 23.
6:2 Adam Domogalla – 45. (PP1)
Tore: 6:2 (4:0/1:2/1:0)
Mit: HWGmbH
Foto: Hannes Kabel