Nachdem am Freitag der Einstieg in die Playoffs geglückt war, sannen die Hallenser auf ein schnelles Ende der ersten Runde und somit auf einen weiteren Sieg. Da Playoffs aber eben Playoffs sind und „der Süden“ meist etwas stärker ist, ist immer noch alles offen und die Gastgeber, der EC Peiting, warteten nur darauf auszugleichen und die Saale Bulls ohne einen Sieg nach Hause zu schicken.

Mit dem Bully ging es auch gleich richtig los – Peiting konnte diesen für sich entscheiden und startete direkt den Angriff aufs Tor der Gäste. Und als ob das nicht genug war, folgten zwei Strafen nahezu auf einen Streich – beide für die Saale Bulls. Damit hieß es 5 gegen 3, eine Situation in der man sich, besonders in den Playoffs, sehr ungern widerfindet. Die Hallenser gaben sich Mühe doch die Peitinger witterten ihre Chance mit etwas Druck das erste Mal einzunetzen und eine weitere Strafe machte es ihnen nur noch einfacher. In der fünften Minute war es dann so weit – 1: 0 für die Gastgeber und eine weitere Strafe für die Bulls. Weiterhin in Unterzahl und damit verbundenen Schwierigkeiten gelang es den Bulls aber dennoch, dass der EC nicht erhöhen konnte. Peiting war stark ins Spiel gestartet und den Bulls gelang es erst nach 14 Minuten die Zügel in die Hand zu nehmen und zu zeigen was man kann. Dabei half ihnen zwei Strafen – diesmal ausnahmsweise für die Gastgeber – und das damit verbundene doppelte Überzahlspiel. Schnell fanden die Bulls in Aufstellung und glichen aus, um kurz danach in Führung zu gehen. Nach den zwei Toren konnte man auch im weiteren Verlauf den Stempel aufdrücken und weitere Versuche Peitings verhindern.

Das zweite Drittel startete wie das erste, Druck und Torschüsse durch den EC, aber alle erfolglos. Die Bulls fanden jedoch gut in Aufstellung, konnten den Peitingern Paroli bieten und das Spielgeschehen immer mehr ins Drittel der Gastgeber bringen. Und so konnte man sich geschickt den dritten Treffer erarbeiten. Doch ebenso wie die Hallenser ließ auch Peiting nicht nach und man lieferte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Es ging hin und her und plötzlich war es so weit, der EC verkürzte und versuchte weiter aufzuholen. Eine Strafe für die Bulls schien ihnen eine gute Chance zu bieten, doch diesmal fanden die Bulls sicher in Aufstellung und konnten den Ausgleich verhindern. Im weiteren Verlauf erstarkte Halle weiter, wurde aber nicht mit einem weiteren Treffer belohnt.

Nachdem die Gastgeber in der letzten Minute des zweiten Drittels eine Strafe erhielten, begann das Dritte mit Überzahl für die Bulls. Doch das Powerplay konnte nicht genutzt werden. Immer wieder störte der EC die Versuche der Hallenser und der ersehnte Treffer blieb aus. Wieder komplett verlagerte sich das Spiel jedoch zum Tor der Gastgeber, die sich überraschend befreiten und nur in Verbindung mit einer Strafe aufgehalten werden konnten. Die folgende Überzahl für die Gastgeber wussten diese zu nutzen und schossen ein weiteres Tor – und somit war alles wieder offen. Beide Teams arbeiteten daran in Vorsprung zu gehen doch das jeweilige Gegenüber wollte genau die nicht hergeben – Bis Niemelä im Alleingang abermals einnetzte. Doch auf das Tor folgten mal wieder zwei unnötige Strafen, somit standen die Bulls wiederholt zu dritt gegen fünf Peitinger auf dem Eis. Aber scheinbar hatten sie das im ersten Drittel gut geübt, hellwach meisterten die Hallenser die schwierige Situation und der EC sah sich gezwungen den Goalie vom Eis zu nehmen, um die Verlängerung zu erreichen. Doch auch das blieb ihnen verwehrt.

Ein weiterer wichtiger Sieg in der aktuellen Serie weckt die Hoffnung bereits am Dienstag die erste Runde für sich zu entscheiden, doch ob Peiting das so einfach zu lässt ist fraglich, beide Teams werden im nächsten Spiel alles geben, die einen um die Sache zu beenden, die anderen um weiter zu machen.

EC Peiting – Saale Bulls 3:4 (1:2, 1:1, 1:1)

 

1:0       05.‘       Reichert                                   PP2

1:1       15.‘       Pfennings                                 PP2

1:2       16.‘       Sturm                                      PP1

1:3       29.‘       Niemelä                                  

2:3       33.‘       Söll                                         

3:3       47.‘       Czogalik                                  

3:4       52.‘       Niemelä