Der Spielberichtsbogen war überschaubar: Zwölf Hamburger Feldspieler sahen sich deren 13 auf hallescher Seite gegenüber. Saale Bulls-Head Coach Ryan Foster musste auf Niklas Hildebrand, Finn Walkowiak, Jannik Stiepeke, Tim May und Dennis Schütt verzichten und vertraute im Tor auf Jakub Urbisch.

Und die Hausherren erwischten einen Traumstart. Direkt der erste Angriff der Partie führte nach 29 Sekunden zur Führung denn Lukas Valasek netzte zum 1:0 für die Gastgeber ein. Und während die Spalte der Torschützen im Spielberichtsbogen nach dem Führungstreffer fortan leer blieb, füllte sich der entsprechende Platz bei den Strafminuten immer mehr, am Ende fanden sich in Summe sieben Herausstellungen alleine im ersten Drittel wieder. „Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben dann den Faden verloren“ so Pascal Grosse in der ersten Pause. „Wir müssen geradliniger spielen, dürfen uns nicht auf die Schiris konzentrieren. Die machen ihren Job, wir unseren.“

Gesagt, getan. Im zweiten Abschnitt war es erneut Valasek, der auf 2:0 für die Hausherren erhöhte. Neun Minuten später sorgte Hamburgs Thomas Gauch für den Anschlusstreffer der Hanseaten, die sich erst wenige Sekunden zuvor nach einer Strafzeit vervollständigen konnten. Die Antwort der Bulls folgte prompt, durch einen Doppelschlag binnen 46 Sekunden wurde der Vorsprung auf 4:1 ausgebaut. „Halle hat die wichtigen Tore gemacht, die wir nicht gemacht haben“, spielt Crocodiles-Angreifer Thomas Zuravlev auf den Umstand an, dass eine Vielzahl von Abschlüssen der Hanseaten anstatt im Netz, deutlich hörbar am Gestänge endeten – oder am halleschen Schlussmann. „Jakub Urbisch war heute ganz stark“, befand nicht nur Foster nach der Partie. 

Unmittelbar nach Beginn des Schlussabschnitts sorgte Hamburgs Maximilian Schaludek mit dem zweiten Treffer der Hanseaten noch einmal für aufkommende Spannung im Sparkassen-Eisdom, ehe Valasek (52.) seinen Hattrick und Patrick Schmid (56.) das halbe Dutzend beim 6:2-Heimsieg perfekt machten. (Jy)

Saale Bulls Halle – Crocodiles Hamburg 6:2 (1:0, 3:1, 2:1)

1:0 (00:29) Valasek (Niemelä, Sturm)

2:0 (23:51) Valasek (Vihavainen, Hoffmann)

2:1 (32:48) Gauch (Tramm, Domogalla)

3:1 (34:39) Niemelä (Vihavainen, Grosse)

4:1 (35:23) Stas (Schmid, Pfennings)

4:2 (41:59) Schaludek (Suchomer, Domogalla)

5:2 (51:18) Valasek (Niemelä)

6:2 (55:34) Schmid (Stas, Sturm)

Strafminuten: Halle 12, Hamburg 10.