Saale Bulls gewinnen „kleines“ Derby gegen die TecArt Black Dragons Erfurt mit 3:2

Am Dienstabend ging es für die Saale Bulls erneut auf das Eis im halleschen Sparkassen-Eisdom und somit weiter mit den harten Wochen in der Oberliga, da nun in der Regel gleich drei Spiele von Freitag bis Dienstag anstehen. Bei den Hallensern waren die TecArt Black Dragons Erfurt zum „kleinen“ Derby eingeflogen, welche ihre dreiwöchige Quarantäne beendet haben und nun auch wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen können. Sie hatten sich mit ihrem Fasterfolg gegen den Tabellenersten auch recht eindrucksvoll zurückgemeldet. Doch das sollte die Saalestädter nicht erschrecken, denn diese wollten ihre Siegesserie weiter ausbauen.

Entsprechend aktiv und vor allem offensiv gingen die Bulls in die Partie, wobei sich ihre Ausgangslage vor dem Spiel nicht unbedingt gebessert hat, da die Verletztenliste mit Max Pietschmann nicht kürzer, sondern länger wurde. Aber als eingespieltes Team zeigten sie den Drachen die Marschrichtung und nach kurzer Zeit konnte Tatu Vihavainen auch schon den ersten Schuss auf das Tor von Kessler platzieren, überwinden konnte er ihn damit jedoch noch nicht.

Doch der Vorteil lag auf bei den Hausherren, welche immer wieder auf das Drittel der Gäste anrannten und versuchten so schnell wie möglich in Führung zu gehen. Dieser Vorwärtsdrang wurde kurz mit einer Strafzeit gegen die Bulls wegen zu vieler Spieler auf dem Eis gestoppt. Doch auch in Unterzahl starteten die Saalestädter Konter und standen so vor dem Tor der Erfurter. Dort prallte der Schuss von Jannik Striepeke ab, aber dank des Ping Pong Spiels beförderte ihn ein Erfurter Schlittschuh doch noch ins Netz.

So konnte der MEC in Unterzahl in Führung, doch der Druck konnte im Anschluss nicht gehalten werden. Selbst in der folgenden Überzahl waren die Bulls nicht so richtig dominant auf dem Eis. So musste der Kapitän Kai Schmítz seine Mannschaft mehrfach lautstark mit „Los jetzt, spielt!“ zu mehr Einsatz auffordern. Aber auch dies brachte leider nicht mehr Schnelligkeit ins Spiel und so ging es beim Stand von 1:0 in die erste Pause.

In der Unterbrechung hatte es dann auch die passende Ansage in der Kabine für die Hausherren gegeben, denn nach dem Seitenwechsel kamen sie deutlich frischer und wieder aktiver zurück auf’s Eis. Nun kam der Druck auch wieder klar von den Bulls und sie setzten sich immer wieder im Drittel der Thüringer fest. Nach ein paar missglückten Anläufen konnten sie sich in der 23. Minute auch selbst belohnen und dank des Tores von Tatu Vihavainen, dessen Gesicht in der Partie leider mehrfach Bekanntschaft mit den Schlägern der Drachen machte, erhöhten sie auf 2:0.

In den folgenden drei Strafzeiten passierte auf beiden Seiten nicht viel und beide Mannschaften konnten keine Vorteile daraus ziehen. Doch die Hallenser wollten beim Spielstand nachlegen und waren mit voller Mannschaft immer sofort im Vorwärtsgang. So konnte sich Tatu Vihavainen in der 34. Minute die schwarze Scheibe auch an der Bande schnappen und zu Lukas Valasek passen. Dieser versenkte den Puck auch folgerichtig in der oberen Ecke des Erfurter Tors. Aber auch die Drachen meldeten sich vor der zweiten Pause zurück und stürmten vor das Tor von Albrecht. Dort war Albrecht nach der Abwehr bereits am Boden und im Nachschuss verkürzte Arnoldas Bosas in die leere Torhälfte zum 3:1.

Für die Bulls ging es wegen einer noch laufenden Strafe in den ersten Sekunden des letzten Abschnittes in Unterzahl weiter, aber diese überstanden sie ohne Probleme. Doch all zu lange blieben sie danach auch nicht in voller Stärke auf dem Eis, denn es folgte eine Strafe gegen Finn Walkowiak und wieder war voller Einsatz in der Verteidigung gefragt. Insbesondere, da kaum nach seiner Rückkehr auch Hotakainen auf die Strafbank musste. Die lange Zeit in Unterzahl rächte sich in der Konzentration der Passspiele, denn in der 49. Minute hatten die Bulls eigentlich schon den Angriff der Dragons abgewehrt. Doch der folgende Pass zur Offensive der Bulls landet genau beim Erfurter Reto Schüpping auf dem Schläger, welcher die schwarze Scheibe auch dankbar zum 3:2 versenkte. So wurde es in den letzten 10 Minuten noch einmal spannend. In der 58. Minute brandete kurzzeitig Jubel bei den Gästen auf, denn im Gewirr eines gestoppten Erfurter Angriffes ging ein Pass in Richtung des Tores von Albrecht und die Dragons glaubten an einen Treffer. Doch nach der folgenden Pucksuche wurde klar, dass dieser am Torpfosten geendet war und es blieb beim 3:2.

Da auch das Rausnehmen des Torwarts der Thüringer in den letzten beiden Minuten keinen Vorteil mehr brachte endete das kleine Derby mit dem Spielstand von 3:2. Die Saale Bulls fahren damit die nächsten drei Punkte ein und können die Siegesserie auf acht ausbauen. Am kommenden Freitag steht nun im Sparkassen-Eisdom das „große“ mitteldeutsche Derby gegen die EXA IceFighters Leipzig auf dem Plan. Dort sollte es nach Möglichkeit nicht wieder so eng werden.

Torschützen:

1:0 Jannik Striepeke – 9.

2:0 Tatu Vihavainen – 23.

3:0 Lukas Valasek – 34.

3:1 Arnoldas Bosas– 37.

3:2 Reto Schüpping – 49.

Tore: 3:2 (1:0/2:1/0:1)