Im zweiten Spiel des Wochenendes ging es für die Saale Bulls zum Pokalrückspiel gegen die EXA IceFighters Leipzig in den Kohlrabizirkus. Nachdem die Bulls das Hinspiel am Freitag nach Penaltyschiessen für sich entscheiden konnten, wollten sie nun den zweiten Sieg einfahren und den fünften Platz im Nord-Ost-Pokal sichern. Im 50. mitteldeutschen Derby konnten sie dabei auf die gleiche Mannschaft wie bereits am Freitag zurückgreifen, da sich die Spieldauerstrafen aus der Begegnung nicht weiter auswirkten. Somit war die impfungsbedingte Schrumpftruppe von der Saale nicht noch weiter verkleinert wurden.

So war es mit dem kleinen Kader eine große Aufgabe für die Mannschaft von Ryan Foster gegen die Hausherren aus Leipzig. Diese legten direkt voll los und wollten das Spiel durch Druck führen. So war Sebastian Albrecht im Tor der Hallenser auch sofort gefordert, doch die Angriffe meisterte er sehr gut. Auch die Saalestädter hatten die Gelegenheit zum Gegenschlag und machten aus dem Spiel eine Partie auf Augenhöhe. So ging es immer wieder zwischen beiden Angriffsdritteln hin und her, aber beide Teams schafften es dank der guten Arbeit der Torhüter nicht, ihre Chancen in Tore zu umzumünzen.

Aus diesem Grund ging es nach dem Seitenwechsel auch beim Stand von 0:0 weiter, wobei aus dem ersten Abschnitt noch kein wirklicher Vorteil ersichtlich war. Den Spielstand wollten die IceFighters im Mittelabschnitt unbedingt ändern und waren sofort wieder im Angriff. Doch lange konnten sie diese Formation nicht halten, da zum einen die Verteidigung der Bulls bereitstand und zum anderen ein gefährlicher Konter folgte. Da der MEC nun die Führung witterte, erzielte in der 23. Minute  schließlich Christian Guran auf Zuspiel von Max Pietschmann das 0:1.

Es ging munter weiter auf dem Eis und es folgten wieder Angriffe von beiden Mannschaften. Diese brachten jedoch keinen Torerfolg. So konnten die Hausherren aus ihren Chancen, dank des Einsatzes von Albrecht, nicht den Ausgleich erzielen. In der 33. Minuten kassierten die Leipziger eine Strafe und die folgende Unterzahl wurde auch sogleich von Joonas Niemelä (34.) zum 0:2 genutzt. Zwar hatten die Bulls in der Folge auch eine Strafe zu überstehen, aber hier gab es ein völlig anderes Ende. So kam Christian Guran in der 40. Spielminute von der Strafbank und fing auf dem Weg die schwarze Scheibe ab. Mit dieser ging es auf das Tor um das Spielgerät dann auch erfolgreich zu versenken. Im Lauf hatte er noch einen Schlag eines Leipzigers abbekommen und der Schiri schon eine Strafe anzeigte, welche sich damit erledigte.

So konnten die Saalestädter mit einer deutlichen 0:3 Führung in den letzten Abschnitt gehen und mussten den Derbysieg nur noch über die Zeit bringen. Wieder in den ersten beiden Dritteln, legten die IceFighters wieder druckvoll los. Aber auch diese mal brachte ihnen das keine Tore. Die Offensivaktionen waren spätestens mit der Strafe gegen Filip Stopinski in der 42. Minute vorbei. Auch hier waren die Bulls zur Stelle und gingen ihrerseits zum Angriff über. In der 44. Minute nutzte Niklas Hildebrand die Überzahl erfolgreich für das 0:4.

Somit war wohl die endgültige Entscheidung im Spiel gefallen, denn nach dem bisherigen Verlauf würden es die Leipziger schwer haben die vier Tore wieder aufzuholen. Dies bestätigte sich, da die Leipziger auch in den folgenden Angriffen nicht erfolgreich sein konnten. Wie man Tore schießt, zeigten hingegen die Bulls, denn in der 52. Minute wurde ein erneuter Angriff der Leipziger gestoppt und der Pass ging zu Joonas Niemelä. Mit dem Puck ging dieser im Alleingang durch die Verteidigung der IceFighters und traf zum 0:5. Dies war dann auch der Endstand, da Leipzig weiterhin kein Rezept für einen erfolgreichen Angriff fand.

Damit endete der Nord-Ost-Pokal 2021 für die Saale Bulls mit dem fünften Platz und zwei Derbysiegen gegen Leipzig an einem Wochenende. Bevor es für die Mannschaft nun am kommenden Sonntag richtig mit den Punktspielen in der Oberliga losgeht, fahren die Bulls am Donnerstag noch zu einem Testspiel gegen die Löwen aus Frankfurt. Damit treffen sie zum zweiten Mal im Rahmen der Vorbereitung auf einen Vertreter der DEL 2 und es gibt für die aus der Impfpause zurückkehrenden Spieler noch einmal Gelegenheit sich aufs Spielgeschehen aktiv vorzubereiten.

Torschützen:

0:1 Christian Guran – 23.

0:2 Joonas Niemelä – 34.

0:3 Christian Guran – 40.

0:4 Niklas Hildebrand – 44.

0:5 Joonas Niemelä – 52.

Tore: 0:5 (0:0/0:3/0:2)

[RJ]