Am Mittwochabend war es soweit, mit einem Testspiel gegen die Starbulls Rosenheim starteten die Saale Bulls in die Eishockey-Saison 2022/23. Die Partie gegen den tierischen Namensvetter bildete den Abschluss eines dreitägigen Trainingslagers in Peiting, bei dem Head Coach Marius Riedel die Mannschaft erstmals in voller Stärke auf gefrorenem Nass begrüßen konnte.
Und während der gastgebende Südligist bereits am vergangenen Sonntag erstmals unter Wettkampfbedingungen eine Partie bestritt – im Oberbayernderby setzte man sich in Bad Tölz mit 6:2 durch – war es für den Nordmeister das erste Spiel seit dem Playoff-Aus Anfang April und gleichzeitig der erste Auftritt an der Mangfall seit 4.903 Tagen, letztmals war man am 22. März 2009 zu Gast in Rosenheim.
Bis auf Verteidiger Dennis Schütt konnte Trainer Riedel auf alle Feldspieler zurückgreifen und begann mit Neuzugang Timo Herden im Gehäuse. Nach einem torlosen Auftaktdrittel musste sich der 27-Jährige erstmals in der 27. Minute geschlagen geben, Marc Schmidpeter behielt per Penalty im Duell Eins-gegen-Eins die Oberhand und sorgte für die Führung der Hausherren. Ein Vorsprung, der keine zwei Zeigerumdrehungen später ausgebaut werden konnte, Stefan Reiter erhöhte auf 2:0.
Fünf Minuten später stand Starbulls-Angreifer Michael Knaub im Mittelpunkt des Geschehens, der, bereits im ersten Drittel mit einer Fünf-Minuten-Strafe versehen, abermals die Fäuste fliegen ließ und sich mit Mathieu Tousignant einen Kampf lieferte – mit der Folge, dass für ihn die Partie nach der gegen ihn verhängenden 2+5+Spieldauer-Disziplinarstrafe frühzeitig beendet war. Den Bulls gelang es leider nicht, eine Nutzen aus der numerischen Überlegenheit zu ziehen, eine eigene kleine Strafe machte den Vorteil zunichte. Achtzehn Sekunden vor der zweiten Sirene erhöhten die Grün-Weißen durch Tyler Mc Neely auf 3:0, gleichbedeutend mit dem zweiten Pausenstand und schlussendlich auch dem Endstand, denn – wie das Auftaktdrittel – blieb auch der Schlussabschnitt torlos.
Am Ende steht eine 0:3-Niederlage auf dem Protokoll und somit das 25. torlose Spiel der Bulls-Historie – aber es war eben auch „nur“ ein Testspiel. Selbstredend möchte man auch solche Duelle für sich entscheiden, doch kommt es eben in der Vorbereitung auch auf andere Dinge an. „Für die Belastung und Intensität der letzten Tage und nach nur vier Eiseinheiten hat sich die Mannschaft gut präsentiert. Ansätze von dem Hockey, was wir spielen wollen, konnte man sehen. Ebenso wie den Teamgeist, der sich gerade entwickelt“, so Head Coach Riedel nach der Partie. „Wir haben jetzt eine gute Basis, auf die wir in den nächsten Tagen weiter aufbauen werden.“ (Jy)

Starbulls Rosenheim – Saale Bulls 3:0 (0:0, 3:0, 0:0)
1:0 (26:41) Schmidpeter (PEN)
2:0 (28:29) Reiter
3:0 (39:42) McNeely (Laub, Reiter)
Strafminuten: Rosenheim 8 plus 5 plus 5 plus Spieldauer-Disziplinarstrafe Knaub, Halle 14 plus 5 Tousignant; Zuschauer: 1.379.