Für die Saale Bulls ging es nach ihrem harten Jahresabschluss gegen den Tabellenersten und -zweiten auch im Jahr 2021 nicht viel weniger schwer weiter, denn am Sonntagabend mussten sie auswärts beim Tabellendritten vom Herner EV antreten. Die bisherigen Begegnungen gegen den HEV in dieser Saison waren immer von harten Kämpfen und der Nutzung von möglichen Torchancen geprägt. In dieser Form sollte es auch heute in der Hannibal-Arena weitergehen, dabei konnten die Bulls Tatu Vihavainen zurück auf dem Eis begrüßen, aber sie mussten gelichzeitig auf Stas, May und Schön verzichten.

In den ersten Abschnitt ging es sofort mit Druck von beiden Seiten, ein vorsichtiges Abtasten war eher Fehlanzeige. Während die Hausherren gleich beim ersten Angriff gefährlich vor Albrechts Tor ziehen konnten, fehlte den Bulls noch die passende Position für einen erfolgreichen Torschuss. Im weiteren Verlauf nutzten zunächst die Hausherren eine ihrer Chancen, als Maik Klingsporn sein Team in der fünften Minute mit 1:0 in Führung brachte. Doch wirklich lange konnten sie sich nicht darüber freuen, denn sofort schlugen die Hallenser zurück und setzten zum Gegenangriff an. Nach einem zunächst gescheiterten Anlauf setzten sie weiter nach und es war Jannik Striepeke, welcher in der 6. Minute zum 1:1 ausgleichen konnte.

Die Partie wurde nun härter und es folgten die ersten Strafzeiten auf beiden Seiten. Dabei mussten die Bulls gegen Drittelende sogar eine doppelte Überzahl überstehen, welches sie jedoch mit Bravour schafften und so mit dem alten Spielstand in die Pause gingen.

In den Mittelabschnitt ging es jedoch weiterhin in Unterzahl für die Saalestädter, welche so in der Dauerverteidigung bleiben mussten. Eine Sekunde vor Ablauf der Strafe konnte Denis Fominych die Herner dann doch wieder in Führung bringen. Nach diesem unglücklichen Treffer war die Unruhe in den Reihen der Bulls deutlich zu spüren und das Zusammenspiel wollte einfach nicht funktionieren. So konnte der HEV gleich zwei Mal nachsetzen und mit den Toren von Noah Bruns (23.) und Patrick Asselin (24.) auf 4:1 davonziehen.

Dieser deutliche Rückstand machte es den Hallensern nicht leicht, aber zumindest ihre Konzentration fanden sie nach einer Auszeit wieder. Damit konnte der Torreigen der Hausherren erst einmal gestoppt werden und es ging in den Aufbau der eigenen Offensive. Diese zerstörten sich die Bulls mit weiteren Strafzeiten jedoch zu schnell wieder selbst. Aber einfach aufgeben wollten die Saalestädter nicht und blieben weiter im Vorwärtsdrang, welcher in der 40. Spielminute auch mit einem Tor von Kyle Helms belohnt wurde.

Im letzten Abschnitt waren also noch mindestens zwei Tore Rückstand aufzuholen, was den Hausherren natürlich viel Platz für Konter eröffnete. Die Bulls kämpften über die gesamten verbleibenden 20 Minuten, was sich auch in der Torschuss-Statistik von 3:18 widerspiegelte. Allerdings scheiterten sie immer wieder am starken Björn Linda im Tor des HEV.

Effektiver agierte da erneut der HEV, welche ihre wenigen Chancen zu nutzen wussten. So konnte Marcus Marsall in der 45. Minute auch noch einmal auf 5:2 erhöhen. Auch nach diesem Rückschlag kämpften die Hallenser weiter und fegten über das Eis. Doch selbst die Herausnahme von Albrecht zugunsten eines weiteren Feldspielers für sage und schreibe vier Minuten brachte keinen Vorteil mehr für Halle, der Puck wollte einfach nicht den Weg über die rote Linie finden.

So mussten sich die Bulls nach dem verpatzten Einstieg ins zweite Drittel dem HEV mit 5:2 geschlagen geben. Für die Saale Bulls geht es am kommenden Freitag zu Hause im halleschen Sparkassen-Eisdom weiter. Zu Gast haben sie mit den Hannover Scorpions wieder den Tabellenersten, welchem sie vor dem Jahreswechsel auswärts einen Punkt abnehmen konnten, und die Herausforderungen bleiben so auf hohem Niveau.

 

Torschützen:

1:0 Maik Klingsporn – 5.
1:1 Jannik Striepeke – 6.
2:1 Denis Fominych – 21.
3:1 Noah Bruns – 23.
4:1 Patrick Asselin – 24.
4:2 Kyle Helms – 40.
5:2 Marcus Marsall – 45.

Tore: 5:2 (1:1/3:1/1:0)