Im halleschen Sparkassen-Eisdom ging es am Freitagabend für die Saale Bulls mit der spannendsten Zeit des Jahres los, in den Pre-Playoffs gegen den ESC Wohnbau Moskitos Essen stand das erste Spiel der Best-of-Three-Serie auf dem Programm. Der Sieger der Serie qualifiziert sich für die Playoffs. Von der Papierlage her hatten die Saale Bulls mit den Moskitos eine machbare Aufgabe vor sich, doch grundsätzlich ist in den Playoffs alles möglich und die vier Siege aus der Hauptrunde sind kein Garant dafür, dass auch diese Serie automatisch zugunsten der Bulls ausgeht.

Wohlwissend, dass es in den Playoffs keine Selbstläufer gibt, starteten die Hausherren mit voller Kraft ins Spiel und waren von Anfang an in der Offensive. Damit machten sie bei ihren Gästen aus Essen auch Eindruck und konnten diese immer wieder in ihr Drittel zurückdrängen. Die Gäste bekamen wenig Raum für eigene Angriffe oder Konter und Halle konnte sich voll auf den eigenen Spielaufbau konzentrieren. Dieser Druck brachte dann auch recht schnell den gewünschten Erfolg, als Jannik Striepeke in der dritten Minute zum 1:0 einnetzte.

Dieser Lauf setzte sich anschließend fort, das Passspiel funktionierte gut und so brachten sie ihre Spielzüge immer wieder sehr schnell bis vor das Tor von Leon Frensel. Sie generierten zahlreiche Torchancen, welche von Frensel nur teilweise gestoppt werden konnten. So erhöhte erst Lukas Valasek in der 6. Minute auf 2:0, weitere 7 Minuten später spielte Nicholas Miglio gleich drei Spieler der Moskitos aus und netzte zum 3:0 ein. Mit diesem Stand ging es in die erste Unterbrechung.

Nach dem Seitenwechsel ließen es die Hausherren dann etwas gemächlicher angehen und gaben so ihren Gästen aus dem Ruhrpott mehr Platz für eigene Aktionen. Diese Chance nutzten die Essener und setzten nun auch Albrecht im Tor der Bulls ordentlich unter Druck. In der 27. Minute gelang es dann Luke Volkmann, Albrecht zu überwinden und auf 3:1 zu verkürzen. Doch dieser Gegentreffer half offenbar mehr den Hausherren, nun wieder in ihr konzentriertes Spiel aus dem ersten Drittel zurückzufinden. So waren die Bulls wieder im Vorwärtsgang und die Moskitos konnten nur auf die Kontermöglichkeiten hoffen. Zunächst aber zahlte sich der Angriffsdruck der Hallenser aus: In der 30. Minute passte Helms den Puck auf Lukas Vasalek, welcher mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wiederherstellte. Dies brachte ihnen noch einmal richtig Schwung und in der 34. Minute legte Michal Schön zum 5:1 Pausenstand nach.

Im letzten Abschnitt fanden wieder die Hallenser den besseren Einstieg und wollten sich nicht noch einmal wie im zweiten Drittel überraschen lassen. So waren sie gleich wieder im Angriff und brauchten nur 46 Sekunden bis zum nächsten Torjubel, nachdem Michal Bezouska zum 6:1 einnetzte. Das war dann auch die Vorentscheidung im Spiel, denn bislang hatten die Gäste kein wirkliches Mittel gegen die beherzt aufspielenden Saale Bulls gefunden. Dennoch steckten sie nicht auf und führten harte Gefechte um die kleine schwarze Scheibe. Ein solcher Kampf um den Puck gipfelte leider – in der ansonsten äußerst fairen Partie – in einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Huebscher, Schmitz und Miglio, die dafür dann auch in die Kühlbox mussten. Damit ging es für die Bulls in Unterzahl weiter, doch auch diese brenzlige Situation überstanden sie ohne Gegentreffer. Da die Moskitos aber noch voll im Vorwärtsdrang waren, gelang ihnen in der 48. Minute durch Aaron Mc Leod doch noch ein Treffer zum 6:2.

Auswirkungen auf das weitere Spielgeschehen hatte dies nicht mehr, da die Bulls mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung weitere Gegentore verhinderten und vielmehr Johannes Ehemann in der 54. Minute zum 7:2 Endstand traf. Die Saale Bulls gehen also mit 1 zu 0 in der Pre Play Off Serie in Führung und haben am Sonntag bereits die Möglichkeit, auswärts in Essen den Einzug in die Playoffs perfekt zu machen.

 

Torschützen:

1:0 Jannik Striepeke – 3.
2:0 Lukas Valasek – 6.
3:0 Nicholas Miglio – 14.
3:1 Luke Volkmann – 27.
4:1 Lukas Vasalek – 30.
5:1 Michal Schön – 34.
6:1 Michal Bezouska – 41.
6:2 Aaron Mc Leod – 48.
7:2 Johannes Ehemann – 54.

Tore: 7:2 (3:0/2:1/2:1)