Am Sonntagmorgen ging es für die Saale Bulls schon sehr früh mit dem Mannschaftsbus los, denn nach ihrem Spitzenauftritt am Freitagabend im Sparkassen-Eisdom mussten sie zum letzten Spiel des harten Jahresauftaktes in die Niederlande. In Tilburg wartete der aktuelle Tabellenerste der Oberliga Nord auf sie. Da die Trappers nicht grundlos auf Platz eins stehen, war von vornherein klar, dass es auch für die Bulls heute nicht einfach werden würde, hier Punkte zu erkämpfen.

Und die Gastgeber zeigten ihr Können auch gleich vom Anbully weg und Sebastian Albrecht musste sogleich aktiv werden und sein Tor sauber halten. Mit ihrer druckvollen Art konnten die Tilburger das Spiel recht schnell auf ihre Seite ziehen, aber ihr Angriffsdrang endete mit einer Strafzeit gegen sie. So hatten nun auch endlich die Hallenser Zeit, im Spiel anzukommen und sich einen taktischen Vorteil gegen die Niederländer zu erspielen. Zwar sollte es mit der Überzahl noch nicht für ein Tor reichen, aber die Saalestädter kamen nun besser mit den Angriffen der Trappers zurecht.

Kurze Zeit später funktionierte es dann auch mit den Torschüssen und so konnte Kyle Helms in der 7. Minute die Bulls mit seinem Treffer in Führung bringen. Nun ging es auf dem Eis immer wieder hin und her, da die Hausherren einen schnellen Ausgleich erzielen wollten. In dieser Phase kassierten die Saale Bulls viele unnötige Strafen und mussten sich voll auf die Verteidigung verlegen. Was zunächst auch gut funktionierte, doch in der 15. Minute gelang Tilburg dann doch der Ausgleich zum 1:1. Auch danach ging es weiter mit Strafen gegen Halle: erst musste Eric Wunderlich für 4 Minuten raus, kurz darauf folgten ihm noch Finn Walkowiak und Kyle Helms. Damit mussten die Bulls das erste Drittel mit 3 gegen 5 zu Ende bringen und sie starteten auch in doppelter Unterzahl in den Mittelabschnitt. Und dort konnten die Hausherren auch endlich diesen Vorteil für sich nutzen und Danny Stempher holte in doppelter Überzahl in der 22. Minute die 2:1 Führung. Aber lange konnten sich die Niederländer daran nicht erfreuen, da nun auch die Bulls wieder im Angriff waren und Tyler Mosienko gut eine Minute später wieder ausgleichen konnte.

Nun ging es anscheinend Schlag auf Schlag, denn nach dem Wiederanbully schnappten sich die Trappers wieder die schwarze Scheibe und machten ordentlich Druck. So musste Albrecht immer wieder tief in die Trickkiste greifen, um die Angriffe Tilburgs abzuwehren. Dies ging auch einige Zeit gut, doch der Dauerdruck der Trappers machte sich bezahlt und Delaney Hessels netzte in der 24. Minute zum 3:2 ein. Damit wollten sich die Bulls natürlich nicht abfinden und drehten noch einmal richtig auf. Es ging weiter hart auf dem Eis zu Sache, doch das bessere Ende dabei fanden nun die Bulls, denn in der 38. Minute nutzte erneut Tyler Mosienko eine sich ihm bietende Möglichkeit zum Ausgleichstreffer.

Das Spiel war damit vor dem letzten Drittel wieder völlig offen, aber die Trappers gingen auch weiter mit ganzer Kraft zur Tat und wollten ihre Punkte nicht so einfach herschenken. Zwar konnte Sebastian Albrecht die Bulls weiterhin mit seinen überragenden Saves im Spiel halten und seinen Teamkollegen so auch die nötige Zeit für eigene Angriffe verschaffen, aber die Hausherren agierten weiter sehr angriffslustig und unterstrichen dies mit ihrem Treffer von Danny Stempher in der 44. Spielminute. Die Bulls waren so erneut ins Hintertreffen geraten und die Zeit lief gegen sie, da sie sich nur schwer ins Drittel der Trappers kämpfen konnten. Nachdem alle Angriffe das gewünschte Ergebnis nicht bringen wollten, nahm Ryan Foster in der letzten Spielminute Sebastian Albrecht vom Eis und die zusätzliche Unterstützung brachte dann anscheinend auch sogleich den Erfolg, denn Nicholas Miglio netzte 46 Sekunden vor Abpfiff zum 4:4 ein.

Die endgültige Entscheidung musste damit in der Overtime her und es ging mit drei gegen drei Feldspielern weiter. Doch lange sollte das Spiel nicht mehr dauern, da Tilburg ihre Overtime-Stärke einmal mehr unter Beweis stellte und nach nur 18 Sekunden den Siegtreffer erzielen konnte. Die Partie endete somit 5:4 nach Overtime. Doch die Saale Bulls nehmen einen hart erkämpften und hoch verdienten Punkt mit zurück an die Saale, der bei der aktuellen tabellkonstellation noch sehr wichtig werden könnte.

Für die Bulls steht nun eine erste kleine Pause in dieser Saison im Programm, denn am ommenden Wochenende haben sie spielfrei – wichtige Zeit zum Regenerieren. Mit voller Kraft und hoffentlich wieder voll besetztem Kader werden sie dann am Freitag, den 31. Januar, bei ihrem Auswärtsspiel in Herne wieder angreifen.

 

Torschützen:

0:1 Kyle Helms – 7.
1:1 Mitch Bruijsten – 15.
2:1 Danny Stempher – 22.
2:2 Tyler Mosienko – 23.
3:2 Delaney Hessels – 24.
3:3 Tyler Mosienko – 38.
4:3 Danny Stempher – 44.
4:4 Nicholas Miglio – 60.
5:4 Danny Stempher – 61.

Tore: 5:4 OT (1:1/2:2/1:1/1:0)