Nachdem die Saale Bulls am Freitagabend bereits ihren sechsten Sieg in Serie einfahren konnten, ging es für die Mannschaft zum zweiten Wochenendspiel in die Hansestadt Hamburg. Dort trafen die Hallenser im Eisland Hamburg-Farmsen auf die Crocodiles Hamburg, welche aktuell mit den Saalestädtern um Platz 3 in der Tabellenspitze kämpfen. Auch sie konnten zuletzt den Tabellenersten (Hannover Scorpions) besiegen. 

Somit stand den Bulls erneut eine schwere Begegnung bevor. Beim Blick auf die Verletztenliste wurde die zusätzliche Herausforderung deutlich: auf fünf Spieler (Eric Wunderlich, Jannik Striepeke, Sergej Stas, Christian Guran und Frantisek Wagner) musste Headcoach Ryan Foster diesmal wieder verzichten.

Die Hanseaten starteten kraftvoll in das Spiel, doch die Bulls konnten ihre „schweren Beine“ bedingt durch die lange Anreise, schnell auf Betriebstemperatur bringen.

Die erste Strafzeit der Gastgeber nutzte Leon Fern in der 7. Spielminute eiskalt aus und konnte Kai Kristian, mit einem platzierten Schuss von der blauen Linie, erstmals bezwingen. 

Nun drehten die Saalestädter so richtig auf und wollten ihre Führung auch weiter ausbauen. Was die Hausherren jedoch mit sprichwörtlich voller Härte verhindern wollten. Während bereits die nächste Strafe gegen die Crocodiles angezeigt wurde, und Sebastian Albrecht das Eis für einen sechsten Feldspieler verlassen wollte, machte Artur Tegkaev vor dem Hamburger Tor kurzen Prozess und erhöhte auf 0:2.

Die erneute Überzahl in der 12. Minute konnten die Saale Bulls jedoch nicht für ihr drittes Tor nutzen. Jedoch versäumten es auch die Hanseaten im Gegenzug, kurz vor dem Drittelende, ihr Powerplay zu nutzen. So ging es 0:2 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel waren die Hamburger sofort wieder im Angriff und wollten ihren Rückstand möglichst schnell ausgleichen. Dabei stellte sich der MEC nun selbst ein Bein, denn erst musste Kapitän Kai Schmitz raus und genau eine Minute später folgte ihm Valtteri Hotakainen auf die Strafbank.

Und nun zeigten die Crocodiles ihre Zähne und schlugen in doppelter Überzahl zurück. So konnte Harrison Reed in der 22. Minute auf 1:2 verkürzen und damit die erste Strafzeit aufheben. Doch auch der eine Mann mehr auf dem Eis brachte ihnen einen Vorteil. Nur eine Minute später legte Thomas Zuravlev zum 2:2 Ausgleich nach- die Bulls somit wieder komplett auf dem Eis. 

Erneut war es eine Strafe gegen die Hamburger, die den Bulls die Möglichkeit gab zurück ins Spiel zu finden. So konnten nun die Saalestädter Druck aufbauen und sich mehrfach im Drittel der Crocodiles festsetzen. 

In der 31. Minute folgte der Lohn für die Mühen, als Denis Gulda im Nachschuss die schwarze Scheibe einnetzen konnte. Das Spiel blieb weiterhin schnell und hart, aber die Strafzeiten und der volle Einsatz beider Teams brachte bis zur zweiten Unterbrechung keine Veränderung mehr am 2:3.

Die Führung wollten die Bulls über die letzten 20 Minuten bringen, vorzugsweise sogar noch weiter ausbauen. Nachdem die Offensive der Crocodiles zu Beginn des letzten Abschnittes erneut mehrfach scheiterte, setzten die Bulls zum Gegenangriff an. Kyle Helms erhöhte in der 43. Minute, auf Vorlage von Tatu Vihavainen, auf 2:4.

Der 3:4 Anschlusstreffer in der 50. Minute durch Patrick Saggau, hielt die Partie weiterhin offen. In der zunehmend härter umkämpften Begegnung rutschte Max Pietschmann, beim Zweikampf in der 54. Minute unglücklich aus und landete mit den Füssen voraus in der Bande. Der Weg führte ihn danach unter ärztlicher Begleitung in die Kabine- Verdacht auf einen Fuß Bruch.

In der 56. Minute konnte der MEC endlich das Überzahlspiel wieder nutzen und Lukas Valasek erhöhte auf 3:5. Angesichts der drohenden Niederlage nahmen die Hamburger in der vorletzten Minute ihren Torwart vom Eis, zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. Der Erfolg blieb aus, denn die Bulls eroberten sich den Puck und Denis Gulda versenkte erneut zum 3:6 Endstand.

Die Saale Bulls können sich damit mehr als verdient den Auswärtssieg gegen die Crocodiles Hamburg sichern und ihre Siegesserie auf nun 7 Spiele in Folge ausbauen. Für sie geht es am kommenden Dienstag (19 Uhr) bereits weiter. Dann werden die TecArt Black Dragons Erfurt im Sparkassen-Eisdom landen. Die Hallenser wollen ihre Serie weiter ausbauen und mit Rückenwind auch ins bevorstehende Derby starten. Am nächsten Freitag gastieren die EXA IceFighters Leipzig um 20 Uhr in Halle (Saale).

 

Torschützen:

0:1 Leon Fern – 7.

0:2 Artur Tegkaev – 10.

1:2 Harrison Reed – 22.

2:2 Thomas Zuravlev – 23.

2:3 Denis Gulda – 31.

2:4 Kyle Helms – 43.

3:4 Patrick Saggau – 50.

3:5 Lukas Valasek – 55.

3:6 Denis Gulda – 59.

Tore: 3:6 (0:2/2:1/1:3)