Saale Bulls müssen sich den Black Dragons Erfurt mit 1:3 im Nord-Ost-Pokal geschlagen geben.

Nachdem sich die Saale Bulls am Freitagabend zu Hause im Sparkassen-Eisdom ein unglaublich spannendes und vor allem knappes Spiel gegen die DEL 2 Mannschaft der Lausitzer Füchse geliefert hatten, ging es für sie am Sonntagabend an gleicher Stelle weiter. Dies war nun bereits ihr fünftes Spiel binnen 10 Tagen. Auch in diesem Fall mussten sie im Nord-Ost-Pokal ran und hatten die TecArt Black Dragons Erfurt zum Rückspiel zu Gast. Auf diese waren sie bereits im ersten Pokalspiel in Leipzig getroffen und sicherten dort einen Punkt.

Aus diesem Grund blieb abzuwarten, ob die Hallenser ihre starke Leistung vom Freitag auch gegen die Thüringer fortsetzen konnten, denn dieses Mal wollten sie auf jeden Fall mit der vollen Punktzahl vom Eis gehen. Beide Mannschaften starteten auch schnell in die Partie und waren offensiv auf Torjagd. Doch so schnell sollten diese noch nicht fallen, da um jeden Meter auf dem Eis hart gekämpft wurde und die Angriffe auch recht schnell gestoppt wurden. Dies brachte beiden Teams auch die ersten Strafzeiten, aber noch nicht die gewünschten Torerfolge.

Ein solcher folgte erst in der 9. Spielminute, aber dann auch leider auf der falschen Seite, denn aus einem Angriff der Bulls heraus konterten die Gäste und kamen vor das Tor von Urbisch. Dieser konnte den ersten Schuss noch abwehren, aber im Nachschuss netzte Arnoldas Bosas zum 0:1 ein. Der Torerfolg brachte den Thüringern noch einmal Schwung und sie setzten sogleich nach und konnten sich so wieder im Drittel der Bulls festsetzen. Zwei Minuten nach dem ersten Treffer hatten die Hausherren deswegen auch das Nachsehen und Felix Schümann legte zum 0:2 nach. Die Bulls hatten in der Folge auch ihre Torchancen, welche sie jedoch nicht für sich nutzen konnten.

Es blieb eine schnelle und vor allem harte Partie, wobei beide Teams mit vollem Körpereinsatz spielten. Diese entlud sich in der 14. Minute in einem Faustkampf von Michael Fomin und Enzo Herrschaft, welche dafür mit einer 5-Minuten-Strafe auf die Bank mussten. Da die Bulls zusätzliche eine kleine Strafe kassierten, waren die Gäste nun in Überzahl, aber bis zur ersten Pause blieb es beim alten Spielstand.

Im Mittelabschnitt versuchten die Saalestädter ihren Rückstand mit bleibendem Einsatz zu verkürzen, aber sie kamen dabei einfach nicht in die richtige Schussposition. So ließen sie ihre Torchancen, welche sie auch durch zwei Überzahlspiele hatten, immer wieder liegen und konnten die zwei Tore weiterhin nicht ausgleichen. Mit Fortschreiten der Begegnung versuchten sie durch geradliniges Spiel und den direkten Angriff zum Erfolg zu kommen, aber dies gelang noch nicht.

Erst in der 36. Minute konnte Lukas Valasek den Puck auf Pass von Tatu Vihavainen ins Drittel der Gäste bringen. Vihavainen war es dann auch, welcher die schwarze Scheibe über die Torlinie schob und damit auf 1:2 verkürzte. Doch die Erfurter kämpften auch danach weiter, aber die aktivere Mannschaft war der MEC, welcher jedoch kein Tor nachlegen konnte. So ging es beim 1:2 zurück in die Kabinen.

Auch im letzten Drittel blieb es bei der Schnelligkeit in diesem harten Spiel. So ging es immer wieder zwischen beiden Angriffsdritteln hin und her, aber bis auf Strafen sprang dabei nichts heraus. Diese überstanden beide Mannschaften ohne Gegentreffer, da sie einfach keine Lücke finden konnten. So blieben den Bulls nach Ende ihrer Überzahl nur noch 9 Minuten, um etwas am Spielstand zu ändern. Doch irgendwie sollte es einfach nicht sein, obwohl sie immer wieder auf das Drittel der Gäste anrannten.

In der letzten Spielminute konnten sie sich auch endlich vor dem Tor der Erfurter festsetzen und suchten nach den passenden Angriffspositionen. Zum zusätzlichen Vorteil hatte Trainer Ryan Foster auch Urbisch aus dem Tor genommen, aber nach dem Puckverlust durch einen gestörten Pass war der Vorteil dahin. Die Gäste stürmten sofort auf das Drittel des MEC zu und Adam Kiedewicz netzte zum 1:3 Endstand in das leere Tor. Damit gingen die Saale Bulls im Pokalspiel ohne Punkte vom Eis.

Torschützen:

0:1 Arnoldas Bosas – 9.

0:2 Felix Schümann – 11.

1:2 Tatu Vihavainen – 36.

1:3 Adam Kiedewicz – 60.

Tore: 1:3 (0:2/1:0/0:1)

[RJ]