Nach dem Sekundenkrimi gegen die Mannschaft des ESC Wohnbau Moskitos Essen, ging es für die Saale Bulls zum zweiten Spiel der neuen Saison nun auswärts auf’s Eis. So mussten die Schützlinge von Trainer Ryan Foster bei den Hammer Eisbären ran. Die Eisbären waren am letzten Sonntag mit einer deutlichen Niederlage gegen Herford in die neue Spielzeit gestartet. Somit war das Ziel der Hallenser ganz klar, den ersten Dreier der Saison in der Beta Finanz Eissportarena einzufahren.

Für dieses Ziel sollte es sofort mit voller Kraft auf das Tor der Eisbären gehen. Zumindest den ersten Torschuss des Spiels gab es vom Neuzugang der Bulls Philipp Halbauer, aber der schnelle Erfolg blieb ihm verwehrt. In der Folge fehlte es den Saalestädtern in den ersten 5 Minuten an Spritzigkeit. Doch später waren alle Spieler voll da und die Angriffsmaschinerie lief auf vollen Touren. Diese brachte in der 5. Spielminute nach dem Bully den Pass von Gulda auf Maurice Becker, welcher den Puck zur 0:1 Führung versenkte.

Doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten und nach nur 27 Sekunden konnten die Eisbärenfans über den Ausgleich von Michal Spacek jubeln. Der Spielstand war damit wieder ausgeglichen, doch die Saalestädter machten deutlich Druck und die Hammer hatten nur selten Gelegenheit für Gegenattacken. Für die Bulls wurde es erst in der 12. Minute noch einmal eng, da sie gleich zwei Strafen innerhalb von 5 Sekunden kassierten. Doch auch die doppelte Überzahl überstanden sie dank Albrecht und guter Verteidigung. Der MEC war anschließend umgehend wieder in der Offensive und konnte in der 18. Minute mit dem Treffer von Michael Fomin wieder in Führung gehen.

Mit diesem Spielstand ging es in den Mittelabschnitt. Die Hausherren kamen jedoch mit mehr Härte auf’s Eis und die Angriffe der Bulls wurden mit voller Kraft gestoppt. Es kam zu ein paar harten Checks gegen die Hallenser, welche mit einem Angriff gegen Michael Fomin gipfelten. Da dieser danach verletzt auf dem Eis liegen blieb, musste der Arzt auf das Eis eilen. Zumindest konnte Fomin kurz darauf aus eigener Kraft zurück zur Bank und für den Eisbären Jesse Roach war Spiel mit einer 5+Spieldauerstrafe wegen des Checks gegen Kopf und Nacken vorbei.

Die Bulls nutzten ihre lange Überzahl um ihre Führung dank des Tores von Joonas Niemelä in der 26. Minute auf 1:3 auszubauen. Die weitere Strafzeit ergab keine weiteren Treffer. Die Hausherren blieben jedoch bei ihrer harten Gangart und kassiert in der 29. Minute die nächste Strafe. Die Bulls waren im Powerplay wieder schnell und effizient, und so erhöhte Patrick Schmid auf 1:4. Doch Strafzeiten konnten auch die Hammer nutzen. So musste in der 35. Minute der vorherige Torschütze Schmid für 2 Minuten vom Eis und Christopher Schutz konnte mit seinem Treffer auf 2:4 verkürzen. Bis zur zweiten Pause folgten weitere Angriffe der Hallenser, die aber keine Tote zur Folge hatten.

Auch im letzten Drittel änderte sich das Bild auf dem Eis nicht, denn sofort nach dem Anbully gingen die Bulls mit der schwarzen Scheibe wieder direkt vor das Tor der Eisbären. Auch im Anschluss waren die Hallenser die aktivere Mannschaft. So war es auch wenig verwunderlichen, dass Lukas Valasek auf Vorlage von Tatu Vihavainen auf nun 2:5 erhöhte.

Eigentlich hatten die Saalestädter die Partie voll unter Kontrolle und mit drei Toren Vorsprung so gut wie für sich entschieden. Doch man kann sich das Leben auch selber schwer machen. So kassierte Patrick Schmid eine 5 Minuten Strafe wegen eines Bandenchecks und während diese noch lief leistete ihm Philipp Halbauer auf der Strafbank Gesellschaft. In diesem Fall konnten die Eisbären die doppelte Überzahl für sich nutzen und Michel Maaßen verkürzte auf 3:5. Als letztes Mittel gegen die drohende Niederlage nahmen die Hammer für die letzten 48 Sekunden ihren Torhüter für einen zusätzlichen Angreifer vom Eis. in das nun leere Tor netzte Tatu Vihavainen zum 3:6 Endstand ein.

Nach diesem Auswärtserfolg mit der vollen Punktzahl geht es für die Saale Bulls am Sonntag nun zum Tag der Deutschen Einheit im halleschen Sparkassen-Eisdom um 18:15 Uhr weiter. An diesem besonderen Tag der deutschen Geschichte treten die Saalestädter gegen die Tilburg Trappers aus den Niederlanden an.

Torschützen:

0:1 Maurice Becker – 5.

1:1 Michal Spacek – 6.

1:2 Michael Fomin – 18.

1:3 Joonas Niemelä – 26.

1:4 Patrick Schmid – 31.

2:4 Christopher Schutz – 36.

2:5 Lukas Valasek – 47.

3:5 Michel Maaßen – 58.

3:6 Tatu Vihavainen – 60.

Tore: 3:6 (1:2/1:2/1:2)

[RJ]