Mit dem Krefelder EV 81 begrüßen die Saale Bulls heute Abend ihren nächsten Gegner im Sparkassen-Eisdom. Das Oberliga-Team des KEV ist ein Paradebeispiel für die Förderung junger Spieler, die langsam an den Profibereich herangeführt werden, und sich weiter entwickeln sollen. Ein Projekt, in dem es mehr um die Spieler als um die Ergebnisse geht. Es ist Jahr für Jahr beeindruckend zu sehen, wie man sich im Rheinland trotz immer stärker werdender Konkurrenz nicht von seinem Weg abbringen lässt und auch bei lang anhaltenden Niederlagenserien konsequent die Ruhe bewahrt.

Wo junge und unerfahrene Spieler agieren, passieren Fehler, die im Eishockey meistens mit einem Gegentor bestraft werden. Und so ist es wenig verwunderlich, dass der KEV mit bislang 136 Gegentreffern ligaweit die meisten Einschläge hinnehmen musste. Dies ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass das Lineup aus den unterschiedlichsten Gründen von Spiel zu Spiel variiert, bislang kamen im Saisonverlauf 32 Feldspieler sowie fünf Torhüter zum Einsatz. Auch wenn die Ergebnisse meistens eine andere Sprache sprechen (so kassierte man in neun Spielen mindestens acht Gegentore, zweimal unterlag man gar zweistellig), so sollte man das Team von Elmar Schmitz nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sechs KEV-Partien endeten mit nur einem Tor Differenz, gegen die Scorpions musste man sich gar erst in der Overtime geschlagen geben.

Doch selbstredend dürften die Rollen am Sonntag klar verteilt sein, wenn der Tabellenführer den Vorletzten empfängt. Auf dem Papier sind die Bulls – mit dem Selbstvertrauen aus 19 Siegen in 22 Partien im Rücken – klar der Favorit, weisen die höhere individuelle Stärke auf. Es wird von Beginn an wichtig sein, mit der entsprechenden Einstellung in die Partie zu gehen, denn auch gegen Krefeld wird es alles andere als ein Selbstläufer. (Jy)