Nachdem das Freitagsspiel für die Saale Bulls weniger erfolgreich lief, war man zurecht auf die Reaktion der Saalestädter gespannt. Und gegen den aktuell Tabellenzweiten – den Crocodiles Hamburg – würde das sicherlich kein Spaziergang werden. Aber zumindest hatte man von Seiten der Statistik das Momentum auf der eigenen Seite, denn an einem 17. Januar hatten die Saale Bulls bislang noch nie verloren. Beim Kampf, diese Statistik sauber zu halten, konnten weiterhin Eric Wunderlich und Tim May nicht eingreifen, beide mussten weiterhin verletzungsbedingt pausieren.

Den Saale Bulls gelang ein super Start in die Partie, von der ersten Minute an waren sie präsent und angriffslustig, vom Anbully weg gingen die Hausherren sofort in die Vollen. So konnten sie sich auch schnell vor dem Tor der Hamburger festsetzen, es fehlte lediglich der Torerfolg. Die Bulls präsentierten sich auf heimischem Eis völlig anders als noch am Freitag und machten den Hanseaten richtig Druck, um die wichtigen drei Punkte an der Saale zu behalten. Beispielhaft für ihre Spielweise war da die 6. Minute, denn trotz eigener Unterzahl waren die Bulls weiter im Angriffsmodus und ließen sich nicht zurückdrängen.

So kamen die Hamburger trotz allen Einsatzes nicht aus ihrem eigenen Drittel heraus. Nach der abgelaufenen Strafe spielten die Saalestädter weiter offensiv und so lag das erste Tor bereits in der Luft. Doch es sollte noch bis zur 13. Minute dauern, bis sich Tatu Vihavainen den Puck an der blauen Linie schnappte, ihn vor dem Hamburger Gehäuse, zwischen die Verteidigung der Krokodile hindurch, zu Lukas Valasek passte und dieser ihn dann gekonnt zur verdienten 1:0 Führung versenkte.

Die Gäste versuchten zwar, schnell etwas gegen den Rückstand zu tun, aber sie fanden kein wirkliches Mittel gegen gut agierende Hallenser. Daran änderte auch eine Strafzeit gegen die Bulls am Ende des ersten Drittels nichts, denn auch in Unterzahl konnten sie ihr Tor sauber halten. So ging es mit dem Stand vor 1:0 in die erste Pause.

Den Mittelabschnitt begannen die Bulls weiter in Unterzahl, denn 4 Sekunden standen noch auf der Uhr. Diese Situation meisterten sie, kassierten dann allerdings kurz darauf die nächste Strafe, denn nach einem Check gegen Kopf und Nacken musste Michal Schön für 2 plus 10 Minuten in die Kühlbox. Doch wirklich nutzen konnte die Gäste ihre Überzahlspiele nicht, da Verteidigung der Bulls weiter taktisch klug agierte.

So konnten die Bulls nach ihrer kleinen Strafenserie wieder mit ihrer Offensive fortsetzen und ihren Gästen weiter Druck machen. Diese Spielweise wurde erneut belohnt, denn zum einen konnten sie Gegenangriffe schnell stoppen, zum anderen blieben sie selber extrem torgefährlich. So stürmten die Bulls aus einem missglückten Konterversuch der Crocodiles heraus selber nach vorn und Kyle Helms erhöhte in der 36. Minute auf 2:0. Nur 2,5 Minuten später waren sie erneut erfolgreich, denn Lukas Valasek konnte erneut den Pass von Tatu Vihavainen annehmen und zum 3:0 einnetzen.

Damit gingen die Hausherren mit einer durchaus verdienten 3:0-Führung in den letzten Abschnitt und natürlich wollten sie ihren Gästen nicht wirklich Gelegenheit dazu geben, etwas am Spielstand zu ändern. Folgerichtig blieben sie trotz deutlicher Führung im Dauerangriff, was sich in der 42. Minute mit dem zweiten Treffer von Kyle Helms auszahlte. Auch danach kreierten sie noch mehrere sehr gute Chancen, welche jedoch bei Niklas Zoschke im Tor der Hamburger endeten.

Trotz des Rückstandes wollten die Hamburger nicht aufgeben und meldeten sich in der 49. Minute mit dem Treffer von Dominik Lascheit auch kurz zurück. Beflügelt durch den späten Treffer zum 4:1 setzten sie weiter nach und rannten immer wieder auf das Tor von Sebastian Albrecht an. Dieser konnte die Schüsse zwar mehrfach unter großem Einsatz abwehren, aber in der 57. Spielminute gelang Thomas Zuravlev dann doch das 4:2. Die Crocodiles nahmen für die verbleibenden zwei Spielminuten der regulären Spielzeit als letztes Mittel noch ihren Torhüter vom Eis. Doch auch dieses Mittel brachte ihnen keinen Erfolg mehr, da Rico Rossi nach erster Ermahnung in der 59. Minute wegen falschen Anspiels am Bullypunkt auf die Strafbank musste.

Diese Überzahl nutzten die Bulls dann noch für ihren fünften Treffer der Partie, welcher durch Tatu Viahavainen verwandelt wurde – also bezeichnenderweise erneut von derselben Reihe, die vorher bereits die anderen vier Treffer erzielte.

Die Saale Bulls können sich mit einer starken Leistung die vollen drei Punkte auf der Habenseite sichern. Allerdings können sie nur kurz durchatmen, bevor sie am Dienstag bereits das nächste Heimspiel – dann gegen die Hammer Eisbären bestreiten müssen.

 

Torschützen:

1:0 Lukas Valasek – 13.
2:0 Kyle Helms – 36.
:0 Lukas Valasek – 38.
4:0 Kyle Helms – 42.
4:1 Dominik Lascheit – 49.
4:2 Thomas Zuravlev – 57.
5:2 Tatu Vihavainen – 59.

Tore: 5:2 (1:0/2:0/2:2)