Der Spielplan in der Oberliga Nord wird auch zum Ende der Hauptrunde weiterhin ordentlich durcheinander gewürfelt und dies trifft natürlich auch die Saale Bulls, welche planmäßig eigentlich nur ein Spiel an diesem Wochenende hätten bestreiten sollen. Da die Crocodiles Hamburg jedoch momentan in Quarantäne sind haben die Bulls so die Gelegenheit das verschobene Spiel gegen die TecArt Black Dragons Erfurt am Sonntag nachzuholen. Doch zuvor mussten sie auch am Freitagabend im halleschen Sparkassen-Eisdom ran, weil sie den Tabellenletzten aus Hamm zu Gast hatten.

Mit der fast vollständigen Mannschaften, denn es fehlt verletzungsbedingt nur Max Pietschmann, war das klare Ziel von Ryan Foster die nächsten drei Punkte einzufahren und so den Abstand zum Tabellenzweiten Tilburg Trappers, welche sich ebenfalls in Quarantäne befinden, zu verkürzen. Die Hausherren legten auch sofort los und versuchten mit Geschwindigkeit ihre Gäste an die Wand zu spielen. Dies gelang ihnen in den ersten Minuten der Begegnung auch sehr gut und entsprechend wurden die Bulls auch recht schnell für ihren Einsatz belohnt. So konnten sie dank des Tores von Sergej Stas in der 4. Minute bereits in Führung gehen. Auch danach blieb es bei der Offensive der Hallenser und entsprechend legte wenig später Davide Vinci zum 2:0.

Doch anscheinend waren sich die Saalestädter mit dieser frühen und deutlichen Führung zu sicher, denn danach nahmen sie Geschwindigkeit zurück und es fehlte merklich der Spielfluss auf dem Eis. Dies nutzten sofort die Eisbären für sich und waren nun öfter im Drittel der Hausherren. Die Gäste konnten ihre wenigen Chancen für sich nutzen und Andreas Valdix konnte in der 12. Minute den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielen. In der Partie ging es nun auch härter zur Sache und die Schiedsrichter verteilten einige Strafen. Eine von diesen nutzten die Bulls in der 18. Minute, um dank des Tores von Valterri Hotakainen, den alten Abstand wieder herzustellen. Mit diesem Stand und je einer laufenden Strafe ging es dann auch in die erste Pause.

So ging es im Mittelabschnitt mit einem Vier gegen Vier los, aber weder dort noch in der folgenden Überzahl der Bulls, wollte sich eine Änderung am Spielstand einstellen. Das Spiel plätscherte vor sich hin und wollte einfach nicht die Geschwindigkeit aus dem ersten Drittel aufnehmen. Ohne größere Aktionen wanderte der Puck munter von einem Ende der Spielfläche zum anderen. Dieser Spielverlauf rief jedoch Unkonzentriertheiten auf den Plan, und zur großen Überraschung standen die Eisbären plötzlich perfekt vor dem Tor von Albrecht. Ein schneller Pass und ein Schuss von Tobias Schwab später, hatten die Hammer auch zum 3:2 in der 31. Minute aufgeschlossen.

Doch dies war ein Wegsignal für die Saalestädter, welche nun sofort antworteten und nur 26 Sekunden später netzte Tatu Vihavainen zum 4:2 ein. Nun waren die Hausherren wieder in Fahrt und es folgte ein Angriff auf den nächsten, aber leider waren sie damit wenig erfolgreich. So endete der Puck immer wieder am Torgehäuse und wollten nicht über die rote Linie. Im Gegenzug blieben die Eisbären mit ihren Kontern gefährlich und konnten in der 32. Minute mit dem Treffer von Andreas Valdix zum 4:3 aufholen. In der Folge blieben die Bulls torlos in der Offensive.

Deswegen ging es im letzten Drittel beim Stand von 4:3 unerwartet knapp weiter. Doch die Bulls hatten in der Pause neue Kraft geschöpft und waren mit vollem Tempo auf dem Eis unterwegs. So konnten sie auch recht schnell die Führung weiter ausbauen. In der 42. Minuten zog Sergej Stas nach einigen missglückten Versuchen seiner Mannschaftskollegen vor das Tor der Gäste und traf zum 5:3. Die Hallenser machten weiter Druck und belagerten das Tor von Marvin Nickel, welcher sich in der 46. Spielminute dann doch wieder geschlagen geben musste, da Lukas Valasek sein Tor hinten umkreist hatte und aus dem spitzen Winkel zum 6:3 abzog.

Bei den Gästen aus Hamm war nach dieser Sturmphase der Bulls die Luft raus und sie konnten sich nur noch mit kurzen Kontern zur Wehr setzen. Doch auch diese stoppten die Bulls immer wieder und eigentlich sollte damit das Spiel gelaufen gewesen sein. Doch vier Minuten vor dem Ende wurde es noch einmal spannend, denn der MEC kassierte gleich zwei Strafen. Dabei mussten Guldan und Schmitz wegen übertriebener Härte vom Eis. Doch die doppelte Überzahl, wie auch die folgende Strafe gegen Kyle Helms, wurde ohne weitere Gegentreffer überstanden. Damit endete die Partie gegen die Hammer Eisbären mit einem verdienten 6:3.

Die drei Punkte bleiben damit in Halle. Für die Saale Bulls geht es nun am Sonntag erneut zu Hause im halleschen Sparkasse-Eisdom gegen die TecArt Black Dragons Erfurt weiter. Auch hier sind natürlich die vollen Punkte das Ziel, damit die Hallenser im Fernduell mit Tilburg einen weiteren Schritt vorankommen. Auch diese Partie kann wieder im Livestream oder dem Liveticker der Bulls verfolgt werden.

Torschützen:

1:0 Sergej Stas – 4.

2.0 Davide Vinci – 5.

2:1 Andreas Valdix – 12.

3:1 Valterri Hotakainen – 18.

3:2 Tobias Schwab – 31.

4:2 Tatu Vihavainen – 31.

4:3 Andreas Valdix – 32.

5:3 Sergej Stas – 42.

6:3 Lukas Valasek – 46.

Tore: 6:3 (3:1/1:2/2:0)

[RJ]