Am Ende war es ein Abwägen zwischen zwei Optionen und Kandidaten. Auf der einen Seite ein offensivstarker Defender, der sich auch gerne in den Angriff einschaltet, auf der anderen Seite ein reiner Stay-at-home-Verteidiger mit jeder Menge Erfahrung – am Ende entschied man sich für die zweite Variante.

„Da wir im Sturm qualitativ schon sehr gut besetzt sind wollten wir uns hinten noch verstärken“, so Kai Schmitz, Sportlicher Leiter der Saale Bulls.

Somit fiel die Wahl auf Philipp Halbauer, der unter der Woche in Halle ankommt und von den Selber Wölfen an die Saale wechselt.

Der 24-jährige Halbauer, geboren im thüringischen Gera, durchlief die Nachwuchsabteilung des ETC Crimmitschau, von wo aus er 2013 nach Mannheim in die Deutsche Nachwuchs-Liga wechselte und mit den Jungadlern auf Anhieb zweimal die DNL-Meisterschaft erringen konnte. 

2015 verließ der Defensivspezialist die Quadratestadt und die DNL, um sich den Eispiraten Crimmitschau in der DEL2 anzuschließen, für die er in der Folge in fünf Spielzeiten in 278 Partien bei acht Toren 42 Punkte sammeln konnte.

In der abgelaufenen Spielzeit trug der 21-fache Junioren-Nationalspieler das Trikot von Liga-Konkurrenten Diez-Limburg, mit der Referenz von 23 Zählern (drei Treffer) lotste ihn im Sommer schließlich der DEL2-Aufsteiger Selb in die Porzellanstadt. Jetzt der kurzfristige Wechsel zu den Saale Bulls, wo man sich auf einen besonders gesuchten und raren Spielertypen freuen kann – den eines rechtsschießenden Verteidigers.

„Philipp spielt einen guten ersten Pass, hat einen guten Schuss und geht auch auf den Körper“, so Schmitz über den Neuzugang, den die Verantwortlichen recht herzlich in Halle willkommen heißen und ihm eine erfolgreiche und verletzungsfreie Spielzeit im MEC-Trikot wünschen. (Jy)

 

Foto: Mario Wiedel