Zum einzigen Spiel der Saale Bulls an diesem Wochenende konnte Trainer Dave Rich wieder auf einen fast vollständigen Kader bauen, denn Maximilian Schaludek hatte nach seiner Muskelverletzung vor einigen Wochen endlich von der medizinischen Abteilung grünes Licht bekommen und durfte wieder mitspielen. Lediglich Eric Wunderlich war zum Zuschauen verdammt, hatte er sich doch bei seinem Tor im Derby durch den Sturz gegen die Bande am Knie verletzt. Zu Gast im Sparkassen-Eisdom war die Mannschaft von den Preussen Berlin und der Tabellenletzte sollte eine lösbare Aufgabe für die Derbysieger des vergangenen Wochenendes sein. Doch auch solche vermeintlichen Pflichtaufgaben müssen erst einmal gelöst werden.

Dies zeigte sich im ersten Drittel ganz deutlich auf dem Eis, denn die Bulls konnten zwar das Spiel deutlich bestimmen, aber mit dem erfolgreichen Torabschluss taten die Hausherren sich schwer, Erick Reukauf im Tor der Preussen konnte einige Male glänzen. So rannten die Bulls immer wieder auf das Tor der Gäste an, aber die schwarze Scheibe blieb mehrfach am Gehäuse oder beim Goalie hängen. Eigentlich hätte schon lange die Führung fallen müssen, aber alles hätte und müsste half den Hallensern nicht. Die Gäste aus Berlin konnten sich mit ein paar schnellen Kontern bemerkbar machen, aber wirklich gefährlich wurden sie dabei nicht.

So sah es kurz vor der ersten Pause dann auch nach einem für den Spielverlauf sehr misslichen 0:0 aus. Doch so wollten die Hallenser dann doch nicht zurück in die Kabine und drehten in der letzten Spielminute noch einmal auf. So kämpfte sich Dominik Patocka im Alleingang vom eigenen Drittel bis vor das Gästetor – passte auf Maximilian Spöttel und der versenkte den Puck eiskalt. Doch damit nicht genug, nur 45 Sekunden später traf Nathan Burns auch noch zum 2:0.

Mit dieser verdienten Führung im Rücken starteten die Bulls im zweiten Drittel nun richtig durch. Zwar waren die Preussen nun auch auffälliger, aber über ein paar Torschüsse, welche von Justin Schrörs problemlos gestoppt wurden, kamen sie dabei nicht hinaus. Im Gegenzug lief die Tormaschine der Saalestädter und die Tore fielen am laufenden Band. So nutzte Nathan Burns (22.) das erste und einzige Überzahlspiel der Partie für einen Treffer und auch Marius Stöber (24.) trug sich in die Torschützenliste ein.

In der 25. Spielminute erhielten tatsächlich die Gäste ihre Chance zum ersten Treffer, da sie einen Penalty zugesprochen bekamen, aber der Schuss von Kapitän Lukas Ogorzelec wurde von Schrörs gehalten. So waren die Bulls wieder im Vorwärtsgang, aber dieses Mal dauerte es eine ganze Weile bis sie nachlegen konnten. Den nächsten Torreigen leitete Finn Walkowiak in der 30. Spielminute ein und an diesen schlossen sich Tyler Mosienko (34.) und Nathan Burns gleich mit zwei weiteren Toren (35., 39.) kurz vor der zweiten Pause an. Es ging damit beim Stand von 8:0 in die zweite Unterbrechung.

Nach der Pause tauschten die Preussen im Tor und für Reukauf kam nun Morten Braun auf das Eis. Und zumindest vom weiteren Spielverlauf brachte es erst einmal Ruhe in die Reihen der Berliner, welche mit ihren Angriffen nun auch ein paar deutlichere Spitzen setzen konnten. Aber wirklich lange hielt diese Offensive dann auch nicht, denn in der 48. Spielminute schlugen die Hausherren erneut zu. Nun gab es Tore fast im Minutentakt und so trugen sich Marius Stöber (48.), Christopher Francis (49.) und Maximilian Spöttel (51.) in die Torschützenliste ein. Und auch Rückkehrer Maximilian Schaludek kam zu seinem Torerfolg und erhöhte in der 53. Minute auf bereits 12:0.

Zwar gerieten die Bulls in der Folge noch in Unterzahl, aber selbst mit einem Mann mehr auf dem Eis konnten die Gäste aus der Hauptstadt nicht wirklich etwas ausrichten. Deswegen lief die Strafzeit ohne Gegentreffer ab. Die Saalestädter drückten danach zwar weiter Richtung gegnerisches Drittel, aber sie brachten den Puck nicht noch einmal über die Linie. Anscheinend waren sie 30 Sekunden vor dem Abpfiff auch bereits mit dem Kopf schon bei der Siegesfeier, denn die Berliner konnten einen letzten Konter doch noch für ihren Ehrentreffer durch Justin Ludwig nutzen.

Damit können die Hallenser einen ungefährdeten Sieg gegen die Preussen Berlin mit 12:1 einfahren. Aufgrund des spielfreien Sonntages geht es für die Saale Bulls erst am kommenden Freitag weiter. Dann geht es für sie auswärts zu den Füchsen Duisburg.

Torschützen:

1:0 Maximilian Spöttel – 20.‘
2:0 Nathan Burns – 20.
3:0 Nathan Burns – 22.
4:0 Marius Stöber – 24.
5:0 Finn Walkowiak – 30.
6:0 Tyler Mosienko – 34.
7:0 Nathan Burns – 35.
8:0 Nathan Burns – 39.
9:0 Marius Stöber – 48.
10:0 Christopher Francis – 49.
11:0 Maximilian Spöttel – 51.
12:0 Maximilian Schaludek – 53.
12:1 Justin Ludwig – 60.

Tore: 12:1 (2:0/6:0/4:1)