Sicher in den PlayOffs – Saale Bulls holen sich gegen Essen den wichtigen 3:2 Heimsieg, erobern sich damit den 7. Tabellenplatz zurück und sichern sich die Teilnahme an der Meisterrunde! (28.12.2017)

 

Zu einer ungewohnten Zeit am Donnerstagabend ging es für die Saale Bulls im heimischen Sparkassen-Eisdom noch einmal um alles, da sie trotz sehr gutem Kampf am Dienstag die drei Punkte bei den IceFighters Leipzig gelassen hatten. Um sich doch noch für die Meisterrunde und die direkte Playoff-Teilnahme zu qualifizieren, mussten die drei Punkte gegen die ESC Wohnbau Moskitos Essen auf jeden Fall an der Saale bleiben. Doch die harten Einsätze der letzten Tage hatten ihren Tribut gefordert und die Bulls mussten mit Alexander Zille und Eric Wunderlich auf wichtige Leistungsträger in ihren Reihen verzichten. Aber zumindest Johannes Ehemann war nach längerer Zwangspause wieder einsatzfähig und auch Nathan Robinson, welcher eigentlich noch nicht wieder antreten sollte, biss die Zähne zusammen und stand, trotz der erlittenen Gehirnerschütterung im Derby in Taucha vor zwei Tagen, wieder für die Bulls auf dem Eis.

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Dennoch hieß es für die Jungs von Headcoach Dave Rich, alle Kräfte zu mobilisieren und gemeinsam alles zu geben, um zumindest die eigenen Voraussetzungen für die Teilnahme an der Meisterrunde zu schaffen. Natürlich konnte man dies nicht mehr nur aus eigener Kraft bewerkstelligen, man benötigte hierfür auch Schützenhilfe aus Tilburg, denn dort musste der Herner EV auswärts antreten und hatte einen entsprechend schweren Brocken vor der Brust. Nun aber zu unserem Spiel:

Die Bulls gingen im ersten Drittel gleich in die Offensive und wollten den Gästen aus Essen das Leben von Anfang an schwer machen. Doch viele Angriffe vorn lassen natürlich auch viel Platz vor dem eigenen Tor und damit Lücken offen. Eine solche Gelegenheit nutzte Dominik Lascheit und netzte nach einem Konter der Essener zur frühen Führung nach etwas mehr als zwei Minuten ein. Halle ließ sich dadurch jedoch nicht verunsichern und weitere Angriffe der Moskitos wurden ab sofort früh gestört. Außerdem trug Torhüter Patrik Cerveny mit seinen schnellen Reflexen seinen Teil dazu bei, keine weiteren Teffer der Gäste zuzulassen.

Im weiteren Verlauf waren die Bulls unermüdlich im Vorwärtsgang und wollten sich mit viel Druck den Ausgleich holen. Doch noch wollte die schwarze Scheibe mal wieder nicht über die rote Linie gehen. Deswegen blieb es trotz einiger Großchancen bis zur ersten Pause beim 0:1 Rückstand.

Der Mittelabschnitt begann mit einer Offensive der Gäste, welche ihrerseits die Führung ausbauen wollten. Doch die Angriffe wurden von den Abwehrreihen der Bulls recht schnell gestoppt und man ging zum Gegenangriff über. Bei der Verteidigung ihres Tores schossen die Gäste jedoch etwas übers Ziel hinaus und kassierten in der Folge eine entsprechende Strafzeit. Und diese Gelegenheit ließen die Hausherren nicht liegen und Nathan Burns versenkte den Puck nach nur 30 Sekunden Überzahl im Tor der Essener.

Das Spiel war nun wieder offen, aber die dominierende Mannschaft war nun Halle und sie legten mit ihren Angriffen unaufhörlich nach. Dieser Einsatz sollte sich kurze Zeit später Dank des Tores von Tim Dreschmann in der 24. Minute auch auszahlen. Alle Fans im  gut gefüllten Sparkassen-Eisdom tobten nach diesem Führungstreffer, denn nun lief alles nach Plan.

Da die Moskitos sich im weiteren Spielverlauf das Leben mit Strafzeiten selber schwer machten, kamen sie nicht mehr so richtig in ihren Angriffsfluss zurück und die Gastgeber machten ihrerseits weiter Druck. Und dieser Einsatz wurde belohnt, denn sie spielten die Torchancen nicht nur heraus, sondern konnten auch etwas Zählbares daraus machen. So traf Maximilian Spöttel in der 39. Minute zum 3:1 Zwischenstand.

Auch im letzten Drittel zeigte sich ein ähnliches Bild und die Saalestädter blieben die druckvollere Mannschaft. Die Moskitos brauchten eine gefühlte Ewigkeit, um einen wirklich gefährlichen Angriff auf das Tor vom super parierenden Patrik Cerveny fahren zu können, aber an der Verteidigung der Bulls kamen sie nicht wirklich vorbei. Und schon ging es für die Abteilung Bulls-Attacke wieder in Richtung Essener Tor, aber ein weiterer Treffer sollte ihnen trotz riesiger Chancen nicht mehr vergönnt sein.

In der Folge drängten sich die Essener mit aller Macht zurück in die Partie und wollten das Spiel unbedingt noch drehen. Alle ihre Angriffe endeten jedoch am Torpfosten oder in der Fanghand von Cerveny. Den Gästen rannte nun die Zeit davon, aber sie versuchten alles, um doch noch den Anschluss zu erzielen. Zehn Sekunden vor dem Ende des Spiels warteten alle Fans eigentlich nur noch auf die Schlusssirene, aber dann konnte Christoph Ziolkowski doch noch auf 3:2 verkürzen.

Nach einer Auszeit der Gäste gab es einen letzten Angriff der Moskitos, aber erneut verhinderte Cerveny einen Erfolg dieses letzten Versuchs der Gäste. Mit diesem Heimsieg hatten die Saale Bulls zunächst alles getan was in ihrer Hand lag, um den begehrten siebten Platz und damit die Teilnahme in der Meisterrunde und damit die Teilnahme an den PlayOffs zu sichern. Nun hieß es aber Warten – denn das Duell in Tilburg hatte später begonnen und man musste weiter hoffen, dass Tilburg sich den heimsieg gegen den Herner EV holt. Am Ende konnte man in Halle jubeln, denn Herne unterlag in Tilburg mit 7:4 und rutschte somit auf Platz 8 in der Tabelle zurück.

Nach bisher unbestätigten Informationen müssen wir bereits am Samstag auswärts – erneut gegen Essen – antreten. Sowie wir den offiziellen Spielplan vom DEB vorliegen haben, werden wir dies auf unserer Homepage veröffentlichen.

 

Torschützen:
0:1 Dominik Lascheit – 3.
1:1 Nathan Burns – 23.
2:1 Tim Dreschmann – 24.
3:1 Maximilian Spöttel – 39.
3:2 Christoph Ziolkowski – 40.

Tore: 3:2 (0:1/3:0/0:1)

 

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