Saale Bulls werden von der EG Diez-Limburg auf dem Eis überrascht

MEC sichert sich 2 Punkte mit 6:5 Sieg nach Verlängerung.

Zur bekannten Uhrzeit am Freitagabend war es im halleschen Sparkassen-Eisdom wieder Zeit für Eishockey und die Saale Bulls hatten in ihrer Heimspielstätte zumindest einen alten Bekannten zu Gast. Denn mit der Mannschaft der EG Diez-Limburg reiste auch ihr neuer Trainer Marius Riedel, welcher bereits im halleschen Eishockeynachwuchs trainierte und in der zweiten Mannschaft zu sehen war, an die Saale. Die Rockets haben sich als Aufsteiger in dieser Saison aktuell den 9. Tabellenplatz gesichert und waren in der laufenden Saison bisher für die ein oder anderen Überraschung gut.

Deswegen sollten die Hausherren, welche mit ihrem dritten Platz als Favoriten in die Partie gingen, dieses Spiel gegen die Rockets auch nicht auf die leichte Schuler nehmen. Engagiert und offensiv starteten die Hallenser ins Spiel und machten den Gästen sofort Druck. Diese direkte Spielweise zahlte sich schnell aus. In der 2. Minute versenkte Lukas Valasek den Puck schräg in die Ecke und brachte die Bulls somit in Führung.

Auch danach setzten die Saalestädter, getrieben von ihrem frühen Erfolg, sofort nach und blieben im Angriff. So konnte gut zwei Minuten später Tatu Vihavainen zum 2:0 nachlegen. Mit dieser Führung nahmen die Bulls das Spiel dann anscheinend doch zu einfach. Die Hallenser ließen den Gästen immer mehr Raum welche dies dankend für eine Gegenoffensive nutzen. So konnte Kevin Lavallee in der 8. Minute auf 2:1 verkürzen und das Zusammenspiel der Hausherren auf dem Eis war gestört. Schon fast folgerichtig konnten die Rockets, bei einer angezeigten Strafe gegen die Bulls, in der 13. Spielminute mit dem Tor von Kyle Brothers ausgleichen.

Die verlorene Führung und vor allem das fehlende Zusammenspiel missfiel Bulls Kapitän Kai Schmitz, welcher es auf der Bank mit „das Spiel ist vogelwild und kein System vorhanden“ auch recht deutlich machte. Doch die Ansprache an sein Team brachte den Bulls nicht den nötigen Schwung. Er selbst konnte sich seinen Ärger von der Seele spielen, denn in der 16. Minute haute Schmitz den Puck von der blauen Linie zur 3:2 Führung ins Tor. Mit diesem Stand ging es dann auch in die erste Unterbrechung.

Doch der Seitenwechsel tat der Konzentration der Hausherren nicht wirklich gut, denn nach der Pause waren es nicht die Saale Bulls, sondern die Gäste die im Angriff standen und Albrecht im Tor stark unter Druck setzten. In der 21. Minute schaffte Niklas Hildebrand mit seinem Treffer auch den erneuten Ausgleich für die EG. Die darauffolgende Strafe gegen Schmitz machte die Rückkehr in die eigene Offensive für die Bulls nicht einfacher.

In der Folge fanden die Saalestädter zwar zu ihrem Spiel zurück, aber nun mangelte es an der Umsetzung vor dem Tor der Gäste. Egal wie häufig der MEC auf das Tor von Louis Busch anrannte, die schwarze Scheibe wollte einfach nicht über die rote Linie gehen. Dabei half den Bulls auch die zwischenzeitliche Überzahl nicht wirklich weiter, denn auch hier endeten die Schüsse nur am Gehäuse des Tores. So vergingen die weiteren Minuten torlos und die Entscheidung musste im letzten Drittel her.

Im letzten Drittel fanden die Bulls zwar einen besseren Einstieg als im Mittelabschnitt und sie bestimmten die Offensive, aber leider sollte ihnen dies nicht viel nützen, da die Gäste auf ihre Chancen lauerten und diese schließlich nutzten. So konnten sie in der 44. Minute mit dem zweiten Tor von Kyle Brothers zum ersten Mal in Führung gehen. Doch auch die Bulls hatten einen Doppeltorschützen zu bieten, da Tatu Vihavainen gut zwei Minuten später mit seinem Treffer den Abpraller doch noch versenken konnte und zum 4:4 ausglich.

Nachfolgend gab es ein wenig Gerangel vor dem Tor der Bulls und die Hauherren kassierten in der Folge eine Strafzeit. Doch vor allem in dieser Unterzahl zeigten sie ihre Offensivstärke und konnten sich lange im Drittel der Gäste halten. Leider wurden sie nicht mit der erneuten Führung belohnt. Darauf mussten sie noch einige Anläufe starten und bis bis zur 54. Minute warten, da nun Tim May den Puck zur 5:4 Führung über den Schoner von Busch hob.

Jetzt lag das 6:4 bereits in der Luft, aber gefühlte 10 Torschüsse wollten erneut alle nicht ins Tor gehen. Auch das Überzahlspiel der Bulls brachte nicht den gewünschten Erfolg, denn es waren die Gäste, welche mit dem Treffer von Thomas Matheson in Unterzahl wieder ausglichen. Die Bulls kämpften bis zur letzten Sekunde um doch wieder in Führung zu gehen, aber es sollte nicht mehr gelingen. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit erwischte zudem noch noch Jannik Striepeke der Schläger am Kopf und er musste verletzt in die Kabine.

Den Gästen war damit die Überraschung mit dem Ausgleich kurz vor dem Ende gelungen und die Entscheidung über den Zusatzpunkt sollte nun in der Verlängerung getroffen werden. Mit drei gegen 

drei Spielern hatten die Bulls auch Platz für ihr schnelles Angriffsspiel. Da die Gäste auch noch eine Strafe wegen Behinderung kassierten, hatten die Saaletädter nun sogar einen Mann mehr auf dem Eis und Leon Fern sicherte in der 62. Minute den zweiten Punkt.

Mit ihrem Einsatz können die Bulls damit doch noch den Heimsieg in der Verlängerung sichern und behalten zwei Punkte an der Saale. Zum Abschluss des Februars geht es für die Saale Bulls am Sonntag noch einmal nach Niedersachsen, wo sie am Pferdeturm auf die Hannover Indians treffen werden.

Torschützen:

1:0 Lukas Valasek – 2.

2:0 Tatu Vihavainen – 4.

2:1 Kevin Lavallee – 8.

2:2 Kyle Brothers – 13.

3:2 Kai Schmitz – 16.

3:3 Niklas Hildebrand – 21.

3:4 Kyle Brothers – 44.

4:4 Tatu Vihavainen – 46.

5:4 Tim May – 54.

5:5 Thomas Matheson – 59.

6:5 Leon Fern – 62.

Tore: 6:5 n.V. (3:2/0:1/2:2/1:0)

[RJ]

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