Saale Bulls unterliegen nach vergebenen Torchancen bei den Rostock Piranhas mit 5:2 (04.11.2018)

Vor der Deutschland-Cup-Pause ging es für die Saale Bulls noch einmal mit kleiner Truppe auf große Fahrt. Diese führte die Bulls in die Eishalle Schillingallee in Rostock und die Piranhas waren schon ganz heiß darauf, den angeschlagenen Saalestädtern die Punkte an der Ostsee abzunehmen. Die personelle Situation bei den Bulls hatte sich auch vor diesem Spiel noch nicht entspannt, aber schon am Freitag hatten sie phasenweise gezeigt, dass auch wenige Spieler effektiv spielen können.

Deswegen sollte am Sonntagabend eigentlich über die gesamten 60 Minuten ein schnelles und effektives Spiel – wie zu Beginn des zweiten Drittels am Freitag – umgesetzt werden. Doch auf dem Eis der Schillingallee kam es dann doch alles ganz anders. Zwar gestaltete sich die Partie zunächst offen und beide Teams konnten sich ihre Gelegenheiten sichern, aber bei den Bulls mangelte es mal wieder an der erfolgreichen Umsetzung ihrer Torchancen. So konnten sich die Saalestädter im Vergleich zu den Gastgebern in den ersten 20 Minuten mit 14 Torschüssen die doppelte Anzahl erspielen, aber kein einziger davon ging über die rote Linie.

Auf der anderen Seite waren die Piranhas da sehr viel erfolgreicher und machten Justin Schrörs das Leben im Tor der Hallenser schwer. Durch Lücken in der Verteidigung standen sie mehrfach vor ihm und versenkten dann auch die schwarze Scheibe im Tor. Den Torreigen für die Rostocker eröffnete in der 6. Spielminute Michal Bezouska. Halle hielt zwar mit vollem Einsatz dagegen, aber es blieb bei ungenutzten Überzahlspielen und den verpassten Torchancen. Die Hausherren legten hingegen mit den Toren von Klemens Kohlstrunk (10.), Kevin Piehler (13.) und Constantin Koopmann (20.) nach.

Nach der ersten Pause gab es einen Wechsel im Gehäuse der Bulls und dort wehrte nun Henning Schroth die Schüsse der Rostocker ab. Dieser Wechsel brachte wohl nun auch die nötige Ruhe ins Spiel, denn die Piranhas konnten nicht weiter mit der Energie aus dem ersten Drittel fortsetzen. Und nun meldeten sich auch die Saale Bulls endlich zurück, welche ja einen ordentlichen Rückstand vor sich sahen. So setzten sie nun auch einmal ihren Angriffe erfolgreich um und Tyler Mosienko traf in der 22. Spielminute zum 4:1. Doch das war nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Deshalb versuchten die Bulls nach diesem Treffer weiter Druck aufzubauen. Das gelang ihnen zwar, aber ein erneutes Trefferglück blieb ihnen verwehrt. Rostock zog zudem selber kau m zurück und wollte das Spiel weiter bestimmen. Bei ihren schnellen Gegenangriffen blieben die Rostocker weiter die effektivere Mannschaft, denn nach einigen schnellen Anläufen legten sie mit dem Tor von Sebastian Brockelt in der 27. Minute noch einmal nach.

Das Spiel nahm nun auch merklich an Härte zu und diese entlud sich in handfesten Auseinandersetzungen. Das änderte zwar nichts am Spielstand, führte aber zu diversen Strafzeiten. In dieser Phase konnte Halle sich zwar etwas mehr Spielanteile als im ersten Drittel sichern, aber der Druck ging weiter mehr von den Piranhas aus. So ging es folgerichtig beim Stand von 5:1 in die zweite Unterbrechung.

In den letzten Spielabschnitt gingen die Bulls wieder mit mehr Energie und gingen sofort in den Angriff. Sie waren unaufhörlich am Drücker und sicherten sich ihre Torchancen. Und nicht nur das, Jannik Striepeke konnte eine davon auch zum 5:2 nutzen. Aber anstatt nachzusetzen, bremsten die danach erneut stattfindenden handfesten Auseinandersetzungen den weiteren Spielfluss. Man fand vor allem auf Bulls-Seite nicht mehr so richtig in einen taktisch geschickten Spielaufbau zurück, zudem mussten sie durch sinnlose Strafzeiten fast die gesamte Zeit bis zum Ende der Partie in Unterzahl agieren.

Damit konnten sie nicht mehr Richtung Rostocker Drittel gefährlich werden und am Spielstand nichts mehr ändern. Sie mussten sich in Rostock mit 5:2 geschlagen geben und beenden das Wochenende ohne Punkte. Nun stehen erst einmal gut zwei Wochen zur Erholung und der hoffentlich erfolgreichen Rückkehr der Verletzten in den Kader an. Dann geht es am 16.11. im heimischen Sparkassen-Eisdom gegen die Wohnbau Moskitos Essen weiter und die Karten werden neu gemischt.

 

Torschützen:

1:0 Michal Bezouska – 6.
2:0 Klemens Kohlstrunk – 10.
3:0 Kevin Piehler – 13.
4:0 Constantin Koopmann – 20.
4:1 Tyler Mosienko – 22.
5:1 Sebastian Brockelt – 27.
5:2 Jannik Striepeke – 45.

Tore: 5:2 (4:0/1:1/0:1)

 

 

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