Saale Bulls setzen harten Kampf gegen Herne auswärts fort und werden beim Rückspiel mit Shut-Out und drei Punkten belohnt

 

Die Saale Bulls haben bereits am Freitagabend in ihrem Heimspiel gegen den Herner EV eine geschlossene und kampfbereite Mannschaftsleistung gezeigt und so gegen den Tabellenzweiten einen Punkt an der Saale gehalten. Und gut zwei Tage später ging es genau gegen den (durch den Punktverlust in Halle) jetzt Tabellendritten weiter, denn es stand am Doppelwochenende das Rückspiel in der Herner Gysenberghalle an. Die Bulls mussten heute neben dem gesperrten Travis Martell auch auf Kai Schmitz verzichten, der sich am Freitag eine Schulterverletzung zugezogen hatte.

Die Herner hatten sich bereits im Sparkassen-Eisdom als harter Gegner präsentiert und würden wohl auf eigenem Eis noch eine Schippe drauf packen wollen. Doch so richtig konnten sie ihren vermeintlichen Heimvorteil zu Beginn der Partie nicht ausnutzen, denn auch die Bulls sind, nach nur einem Tag Pause, frisch und voller Kraft in das Spiel gestartet. So konnten sie sich wieder auf Augenhöhe zeigen und die Hallenser wollten nicht wieder unglücklich mit einem Tor in Rückstand geraten. So wurde wieder um jeden Meter Eis gekämpft und Sebastian Albrecht im Tor der Hallenser verhinderte die Chancen der Gastgeber mit Bravour. Doch so richtig konnten sie sich noch nicht auf den Angriff konzentrieren, da sie gleich zwei Mal in Unterzahl spielen mussten, aber auch hier hielt Albrecht sein Tor sauber.

Bei voller Stärke wurde das Tempo angezogen und das Aufbauspiel der Herner effektiv gestört. Damit sicherten sich die Bulls ihre Vorteile und waren nun selber am Drücker. Doch es brauchte eine Weile, bis sie endlich Christian Wendler im Tor der Herner überwinden konnten. Dies gelang Philipp Gunkel in der 17. Minute, als er den Pass von Abercrombie gekonnt im Tor versenkte. Mit diesem Stand ging es dann auch in die erste Pause.

Nach dem Wiederanpfiff konnten sich die Saalestädter weiter als die schnellere Mannschaft auf dem Eis präsentieren und es ging weiter im Angriffsmodus, aber viele Chancen blieben ohne den verdienten Torerfolg. Doch auch der HEV schlug zurück und konnte sich damit einige fast hundertprozentige Chancen erspielen. Aber da hatten sie die Rechnung ohne Albrecht gemacht. Denn dieser fischte alle Pucks aus der Luft und verhinderte so den Ausgleich. Nachdem sie eine eigene Überzahl nicht zum Ausbau der Führung nutzen konnten wurde es gegen Mitte des Drittels dann noch einmal richtig gefährlich, denn gleich zwei Spieler weniger sind in einem so knappen Spiel schon fast tödlich. Dieses Mal aber nicht, denn trotz der doppelten Unterzahl stand die Verteidigung perfekt und blieb ohne Gegentor. So konnte man sich danach wieder auf den Ausbau der Führung konzentrieren. Und dank des Treffers von Alexander Zille in der 36. Spielminute endete das zweite Drittel beim Stand von 0:2.

Doch im letzten Abschnitt hatten die Bulls nun nicht nur mit den Hernern, sondern auch mit einer Unzahl an Strafzeiten zu kämpfen, in steter Regelmäßigkeit „durften“ die Spieler in der Kühlbox Platz nehmen, was nicht nur bei ihnen selbst sondern auch bei den mitgereisten Fans für Unmut sorgte. Aber auch diese schweren und harten Minuten blieben ohne Folgen, obwohl die Gastgeber mit allen Mitteln versuchten, den Anschluss zu erzielen. Eine erneute Chance dafür bekamen die Hausherren noch einmal in der 55. Spielminute, denn nun mussten mit Federolf und Wartenberg wieder zwei Spieler kurz hintereinander raus. Doch auch diese Gelegenheit ließen die Herner – trotz kurzer Besprechung in einer Auszeit – liegen. Auch im Rest des Spiels war das Tor der Bulls weiter wie vernagelt, da Sebastian Albrecht ein überragendes Spiel hinlegte und sich damit erneut einen Shutout sicherte.

Mit dieser großartigen Leistung des Teams um Kapitän Troy Bigam können sie sich im Rückspiel in Herne die volle Punktzahl sichern und so die drei Punkte mit an die Saale bringen. Damit haben sie in den sieben zurückliegenden Spielen mindestens einen Punkt geholt und festigen somit ihren vierten Tabellenplatz.

Am kommenden Freitag werden sie zu Hause gegen die ECC Preussen Berlin auch weiter dafür kämpfen, diesen Platz zu verteidigen und den Abstand zur Tabellenspitze sogar zu verkürzen.

Torschützen:

0:1 Philipp Gunkel – 17.
0:2 Alexander Zille – 36.

Tore: 0:2 (0:1/0:1/0:0)

[RJ]

 

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