Saale Bulls lassen unglücklich einen Punkt im Nebel beim HSV liegen

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Zwei Tage nach dem Heimsieg gegen die Hamburg Crocodiles ging es für die Saale Bulls in deren Heimatstadt, denn am heutigen Sonntag Abend stand ein weiteres Punktspiel der Oberliga Nord – in Hamburg – auf dem Plan. Mit der Eishockeyabteilung des HSV war es erneut ein unbekannter Gegner für die Saale Bulls. Aber man traf auch auf ein bekanntes Gesicht, denn das Tor der Hamburger wurde vom letztjährigen Torhüter der Bulls – Patrick Glatzel – verteidigt.

Die Frage blieb, ob sie an der Spielweise aus dem letzten Drittel der Freitagspartie anknüpfen und ob sie diese auch in Tore umsetzen können. Und aktionsgeladen und bereit für den Kampf präsentierten sie sich dann auch von der ersten Minute der Partie. So bekam Glatzel recht schnell etwas zu tun, aber konnte seinen Kasten noch sauber halten. Doch auch die Hamburger setzten die ersten gezielten Aktionen, welche aber bei Ritschel im halleschen Tor endeten. Das Spiel nahm dann Zusehens an Geschwindigkeit zu und Jakub Langhammer konnte die Bulls in der 9. Minute in Führung bringen.

Doch die Hamburger schlugen zurück und nur knapp eine Minute später konnte Dustin Parks für sie wieder ausgleichen. Die Bulls kämpften danach zwar weiter, aber der Puck wollte trotz vieler Chancen mal wieder nicht in das Tor gehen. Diese ungenügende Chancenverwertung sollte sich heute jedoch recht schnell rächen, denn als Michael Hrstka auf der Strafbank Platz nehmen musste, nutzten diese Überzahl die Gastgeber ihrerseits für den Führungstreffer durch Moritz Israel. Dies schien den Hamburgern auch noch einmal ein Ansporn gebracht zu haben, denn die wenigen Torschüsse nutzten sie einfach effektiver und konnten gleich auch auf 3:1 erhöhen.

Die Bulls gingen so mit einem ungewollt deutlichen Rückstand in den zweiten Abschnitt, aber die Ansprache von Ken Latta in der Pause schien gewirkt zu haben, denn es wurde weiter gekämpft, aber was viel wichtiger war, auch getroffen. Denn gleich in der ersten Minute verkürzte Travis Martell auf 3:2 und auch danach setzten sich die Hallenser im Drittel der Hamburger dauerhaft fest. Auch dies sollte sich dann auszahlen, denn Matt Abercrombie brachte, nach einer Strafe gegen die Hamburger, den Ausgleich und das Spiel war wieder offen. Doch das Tor der Hamburger schien dies nicht mehr zu sein, denn der Puck wollte danach einfach nicht mehr über die Linie gehen. So blieb es trotz 19 Torschüssen, im Gegensatz zu 5 Hamburger Schüssen, beim Stand von 3:3.

Auch im letzten Abschnitt präsentierten sich die Saale Bulls als die spritzigere Mannschaft und versuchten, das Spiel doch noch für sich zu entscheiden. Aber dem Spielfluss kamen dann die äußeren Umstände dazwischen, denn es zog Nebel im Eisstadion Stellingen auf. Deswegen hieß es zur Mitte des Drittels für beide Mannschaften Runden drehen um den Nebel zu vertreiben, aber dies brachte nur eine kurze Verbesserung. Jedoch verbesserte sich die Torstand danach für die Bulls, denn Alexander Zille netzte zur Führung ein. Diese hielt auch bis kurz vor dem Ende, als die Hamburger Glatzel für einen weiteren Feldspieler vom Eis nahmen und im Nebel doch noch den Ausgleich erzwingen konnten.

Deswegen ging es nach den 60 regulären Minuten in die Overtime und auch dort ging es im Nebel weiter. Die Bulls setzten sich gleich wieder im Drittel der Hamburger fest und wollten zumindest den Zusatzpunkt mit an die Saale nehmen. Dies gelang ihnen dank dem Tor von Philipp Gunkel in der 65. Minute.

Damit endet das Hamburger Wochenende mit 5 Punkten auf dem Konto. Am kommenden Freitag geht es nun auf heimischen Eis weiter. Dann wird die Mannschaft vom EHC Timmendorfer Strand im Sparkassen-Eisdom zu Gast sein und die Saale Bulls werden dann hoffentlich nicht nur Großchancen erspielen, sondern auch endlich wieder umsetzen.
Torschützen:

0:1 Jakub Langhammer – 9.
1:1 Dustin Parks – 10.
2:1 Moritz Israel – 12.
3:1 Michael Piluso – 15.
3:2 Travis Martell – 21.
3:3 Matt Abercrombie – 29.
4:3 Alexander Zille – 55.
4:4 Moritz Israel – 60.
4:5 Philipp Gunkel – OT

Tore: 4:5 (3:1/0:2/1:1/0:1)

[RJ]

 

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