Saale Bulls bringen 3:1-Sieg gegen die Hannover Indians und wichtige drei Punkte mit nach Hause (08.12.2017)

 

Der Weg der Saale Bulls führte sie am Freitagabend ins Indianerland in die niedersächsische Landeshauptstadt. Und die Hannover Indians hatten sich bereits in den vergangenen Partien dieser Saison als heimstarke Mannschaft präsentiert und waren in ihrem Eisstadion Am Pferdeturm immer als Sieger vom Eis gegangen. Nicht ohne Grund schrieb Oberliga Nord in seinem Vorbericht zu den gestrigen Punktspielen: „Das wahrhaftig schwerste Match muss heute Halle in Hannover ablegen – es ist gleichzeitig das Topspiel vom Tage.“

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Die Saale Bulls wussten natürlich um die Wichtigkeit der drei zu vergebenden Punkte in ihrem Kampf um die Teilnahme an der Meisterrunde der Oberliga Nord, da die Tabellenplätze 6 bis 8 nur wenige Punkte trennen und auch Platz 3 bis 4 nicht allzu weit entfernt sind. So hieß es, mit der Verstärkung von Neuzugang Patrik Rypar, gegen die Hannoveraner volle Kraft voraus und ein konzentriertes Spiel auf das Eis bringen.

Zunächst konnte sich trotz guter Aktionen keine der beiden Mannschaften einen zählbaren Vorteil sichern. So ging es zwischen beiden Toren immer wieder schnell hin und her. Daran änderte leider auch die erste Strafzeit gegen die Indians nichts, da alle Angriffsversuche der Bulls immer wieder beim Ex-Hallenser Sebastian Albrecht endeten.

Dies änderte sich erst gegen Mitte des ersten Drittels. Nach jeweils einer Strafe gegen beide Teams ging es kurzzeitig mit 4 gegen 4 Spielern weiter und die Bulls nutzten den vorhandenen Platz auf dem Eis. Endlich überwand man den Schlussmann der Indians und Jan-Niklas Pietsch schoss zur 0:1 Führung ein. Angetrieben von diesem Erfolg setzten die Saalestädter weiter nach, aber die Indians waren wohl gewarnt und noch mehr auf der Hut. Im Gegenzug drängten sie auf den schnellen Ausgleich, doch beiden Teams gelang bis zur ersten Pausensirene trotz vieler guter Torchancen kein erfolgreicher Abschluss mehr.

So ging es im zweiten Abschnitt beim Stand von 0:1 weiter und das Spiel nahm nun noch einmal an Schnelligkeit und Härte zu. Hannover machte weiter Druck und wollte das 1:1 erzwingen. Doch egal wie sie es versuchten und obwohl sie zwischenzeitlich mehrfach mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, konnten sie auch dank einer Superleistung von Kevin Beech die schwarze Scheibe bei keinem der 19 Torschüsse über die rote Linie bringen. Um die Führung abzusichern kämpften auch die Bulls weiter für den zweiten Treffer, aber auch ihnen war das Glück nicht hold.

Damit gingen die Hallenser auch in den letzten Abschnitt mit einer knappen, aber nicht unverdienten Führung. Wie in den beiden ersten Dritteln wurden sie weiter von den mitgereisten Bullsfans lautstark unterstützt, die unverdrossen gegen die stimmgewaltigen Hannoveraner ansangen. Es ging auf dem Eis auf Augenhöhe weiter und beide Teams suchten ihre Chancen, aber konnten sich nie wirklich lange bei ihren Gegnern festsetzen. So ging es munter auf dem Eis umher, aber wirklich spannend wurde es erst in den letzten fünf Minuten.

Lange Zeit sah es nach einem knappen Sieg der Bulls aus, aber nun warfen die Indians noch einmal alles nach vorn. So konnten sie aus einem schnellen Konter heraus Kevin Beech doch noch überwinden und Andreas Morczinietz schoss fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zum 1:1 ein. Unter dem Jubel des Fans war der Ausgleich gelungen, aber Halle gab nicht auf – weder auf dem Eis noch auf den Rängen. Und dieser Kampfgeist und unbedingte Siegeswille wurde endlich belohnt: nach einigen vergeblichen Anläufen setzten sie sich vor dem Tor von Albrecht fest und Tim May schoss den Puck durch dessen Beine ins Netz. Der Jubel bei den Hallenser Fans war nicht mehr zu stoppen.

Um noch die letzten Reserven zu aktivieren, nahmen die Hannoveraner nach einer Auszeit nun Albrecht zu Gunsten des zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Doch auch diese Aktion sollte nicht mehr reichen, um den Bulls den Sieg abspenstig zu machen, denn Nathan Robinson machte mit seinem Treffer ins leere Tor diesen endgültig perfekt.

Die Saale Bulls können so wieder drei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterrunde für sich verbuchen und von der Leine mit nach Hause bringen. Einen Wermutstropfen gab es jedoch im Spiel, da Johannes Ehemann mit einer Schulterverletzung ausfiel und erst einmal zur Kontrolle und Behandlung ins Krankenhaus musste. Es bleibt eine schnelle Genesung zu hoffen.

Für den Rest der Mannschaft geht es nun bereits am Sonntag gegen den Tabellendritten aus Duisburg im heimischen Sparkassen-Eisdom weiter. Und natürlich werden die Bulls alles daran setzen, das Wochenende dort erfolgreich abzuschließen.

 

Torschützen:
0:1 Jan-Niklas Pietsch – 11.
1:1 Andreas Morczinietz – 56.
1:2 Tim May – 59.
1:3 Nathan Robinson – 60.

Tore: 1:3 (0:1/0:0/1:2)

 

 

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