Saale Bulls beweisen Heimstärke und schlagen Tabellenführer Herner EV mit 3:1 (29.01.2017)

 

In ihrer zweiten Wochenendpartie standen die Saale Bulls erneut vor einem ordentlichen Brocken, denn mit dem Herner EV war nicht nur der Vorrundenerste und aktuelle Tabellenführer zu Gast, nach ihrem Spiel am Freitag in Hamburg hatte sich die Personalsituation bei den Bulls noch einmal verschlechtert. Doch zum Glück kam es nicht ganz so schlimm wie Freitag gedacht, da Eric Wunderlich die Zähne zusammenbiss und sich zum Spiel zurückmeldete. Dennoch standen die Bulls mit einem arg geschrumpften Kader auf dem Eis.

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Somit war von Anfang an für Spannung gesorgt und die Bulls waren auf die volle Unterstützung ihrer Fans angewiesen. Diese legten mit dem Anbully auch gleich los und peitschten ihre Mannschaft nach vorne. Und die Bulls nahmen dies auch dankbar an und zeigten über die gesamte Spieldauer Moral, Kampf- und Teamgeist. Sie wollten den Gästen möglichst wenig Raum auf dem Eis lassen und früh den Puck abnehmen. Es gab auf beiden Seiten einige sehr gute Chancen, aber die Torhüter hielten ihr Gehäuse sauber. Letztendlich waren aber die Gäste etwas kaltschnäuziger und konnten in der fünften Minute durch Bradley Snetsinger in Führung gehen.

Nun hieß es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und möglichst zurückzuschlagen. Doch so schnell sollte dies heute nicht gelingen, da sich die Bulls in der bis dahin straffreien Partie nun doch eine 2-Minuten-Strafe einhandelten. Doch Clemens Ritschel, welcher von Anfang an zwischen den Pfosten stand, konnte zusammen mit der starken Verteidigung der Hallenser einen weiteren Ausbau der Herner Führung verhindern. Mit voller Mannschaftsstärke schlugen nun auch die Saalestädter zurück und Christan Wendler im Tor des HEV bekam ordentlich zu tun. Und nach einem Abpraller konnte Wendler den Nachschuss von Johannes Ehemann nicht mehr halten. So stand es 1:1 und die Bulls setzten in der Folge ihren Kampf um gute Chancen fort.

Da die Gäste nun auch bei der Härte eine Schippe drauflegten, ging es auf dem Eis zwischenzeitlich doch recht ruppig zu. Jedoch konnten die Herner keine Vorteile daraus ziehen, sondern kassierten vermehrt Strafzeiten. So ging es für sie auch mit einer Strafe beim Abpfiff zurück in die Kabine. Damit konnten die Bulls im zweiten Abschnitt in Überzahl starten, aber leider blieb diese, trotz guter Chancen, ohne Torerfolg. In der Folge griff Hauptschiedsrichter Jens Steinecke noch einmal tief in die Strafzeitkiste. Denn nun reihten sich dort so einige aneinander und den Hauptteil kassierten nun die Bulls. So standen sie in der Zwischenzeit mit nur noch 3 gegen 5 auf dem Eis, aber auch diese doppelte Unterzahl konnten sie mit einem geschickten Stellungsspiel ohne Gegentreffer überstehen. Motiviert von dieser Leistung ging es auch weiter in den Angriff und diese harte Arbeit wurde mit einem Traumtor von Eric Wunderlich in der 36. Spielminute belohnt.

Die Herner zeigten zwar auch weiter ihre Gefährlichkeit und lauerten auf den Ausgleich, aber bis zur Pause blieb es bei der verdienten 2:1 Führung für die Hausherren. Auch im letzten Abschnitt setzten beide Teams ihr Duell auf Augenhöhe fort und es ging auf dem Eis immer wieder hin und her. Dabei gab es wieder einige gute Torchancen, aber genutzt wurden diese zunächst nicht. Erst in der 56. Minute schlug der Puck wieder im Netz ein: Maximilian Schadulek konnte die Führung der Bulls zum 3:1 ausbauen. Das Spiel war damit aber noch nicht gelaufen und die Herner machten weiter Druck Richtung Hallenser Tor. So musste Clemens Ritschel mit vollem Einsatz die Führung absichern. Und – bis zur Schlusssirene gab es leider noch zwei negative Punkte zu beklagen, da Georg Albrecht nach einem harten Bandencheck verletzt vom Eis musste und auch Eric Wunderlich erneut unglücklich bei einem Zusammenstoß stürzte und so das Spiel nur noch als Zuschauer von der Mannschaftsbank aus zu Ende bringen konnte.

Aber: die Saale Bulls können mit ihrer starken Leistung über die gesamten 60 Minuten die drei Punkte auf ihrem Konto sichern. Sie bewiesen damit erneut ihre Heimstärke und haben sich damit selbst die besten Voraussetzungen für das nächste mitteldeutsche Derby am kommenden Freitag gegen die Icefighters Leipzig geschaffen. Und dort brauchen sie dann auch wieder die Unterstützung aller Fans, um den nächsten Sieg einfahren zu können.

Torschützen:

0:1 Bradley Snetsinger – 5.
1:1 Johannes Ehemann – 12.
2:1 Eric Wunderlich – 36.
3:1 Maximilian Schadulek – 56.

Tore: 3:1 (1:1/1:0/1:0)

 

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