Effektivität gewinnt – Saale Bulls müssen sich den Füchsen Duisburg trotz Spiel auf Augenhöhe mit 3:6 geschlagen geben (10.12.2017)

 

Mit entsprechendem Rückenwind aus ihrem Sieg gegen die Hannover Indians am Freitag ging es gestern für die Saale Bulls im heimischen Sparkassen-Eisdom gegen die Füchse Duisburg weiter. Und bereits vor der Partie war klar, dass das Duell gegen den Tabellendritten auch kein einfaches Spiel werden würde. Wenn man dieses Wochenende mit der vollen Punktzahl abschließen wollte, dann musste man alle Kräfte mobilisieren und vor allem endlich die herausgearbeiteten Chancen effektiv nutzen.

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Die Hausherren zeigten gleich in den ersten Spielminuten, dass sie sehr offensiv eingestellt sind und stellten den Gästegoalie Christoph Mathis gleich ein ums andere Mal auf die Probe. Wie zu erwarten hielt Duisburg entsprechend dagegen und so konnten sich beide Teams die ersten Chancen sichern, aber noch wollte die schwarze Scheibe zum Führungstor einschlagen. Mehrfach jubelten die Fans schon, doch da war der Wunsch größer als die Realität, die Saale Bulls taten sich erneut schwer damit, ihre hochkarätigen Torchancen in etwas Zählbares umzuwandeln. Ganz anders die Gäste aus Duisburg – aus einem Konter heraus schob Marco Habermann im Gewühle vor dem Tor von Kevin Beech den Puck in den Kasten.

Damit lagen die Gäste in Front und dieser Treffer sorgte zudem für einige Verwirrung in den Reihen der Bulls. Denn nun war es auch mit dem Zusammenspiel erst einmal vorbei und die Gäste erhöhten den Druck, um möglichst schnell nachzulegen und Kevin Beech stand quasi unter Dauerbeschuss. Und dieser Zwischenspurt der Gäste sollte sich auszahlen, denn in der 19. Spielminute konnte Lars Grözinger die Führung der Füchse zum 0:2 ausbauen. Das Drittel war damit noch nicht zu Ende, aber leider waren wohl einige Spieler mit dem Kopf schon in der Kabine … Keine Minute später legten die Füchse noch einmal nach und konnten die Hallenser Defense mit dem Treffer von Armands Berzins zum 0:3 erneut überwinden.

Es ging also mit einem deutlichen Rückstand zurück in die Kabinen und die Bulls mussten in den zwei verbleibenden Abschnitten ordentlich nachlegen, um das Spiel noch drehen zu können. Und anscheinend fand Trainer Dave Rich in der Pause die richtigen Worte, denn die Bulls kamen kampfeshungrig und noch offensiver auf das Eis zurück. Im Tor der Bulls stand ab sofort Patrik Cerveny, der das Vertrauen natürlich nicht enttäuschen wollte.

Durch den erhöhten Druck auf Hallescher Seite dezimierten sich die Füchse selber: wegen unnötiger Härte mussten gleich zwei Spieler von ihnen kurz hintereinander in die Kühlbox. Diese Gelegenheit wollte sich Halle natürlich nicht entgehen lassen und man nahm nunmehr das Duisburger Tor unter Dauerbeschuss. Mit Erfolg: zunächst verkürzte Alexander Zille in der 22. Minute auf 1:3, Jan-Niklas Pietsch legte noch einmal nach und erzielte den 2:3-Anschlusstreffer. Halle ließ auch danach nicht locker und drängte nun auf den inzwischen verdienten Ausgleich. Doch keine der vielen guten Torchancen konnten ein weiteres Mal genutzt werden, der Puck blieb entweder am Tor oder den Schonern von Christoph Mathis hängen.

Dennoch war man in dieser Spielphase aus Sicht der Gastgeber näher am 3:3 dran als die Gäste am 2:4. Die Effektivität blieb jedoch die Tugend der Füchse. So legte Aaron Beally mit einem schnellen Angriff in der 34. Spielminute noch einmal nach und erhöhte erneut auf den 2-Tore-Abstand. Die Bulls steckten zwar trotz dieses Dämpfers nicht auf und kämpften weiter um jeden Puck, etwas Zählbares sollte in diesem Abschnitt aber nicht mehr für sie dabei herauskommen.

Auch der letzte Abschnitt blieb kampfbetont und beide Mannschaften suchten weiter den Abschluss im gegnerischen Drittel. Erneut gelang es Halle, sich mehrfach im Drittel der Gäste festzusetzen, aber es nützte nichts, da man weiter kaum ein Mittel fand, den Puck auch über die rote Linie zu bringen. Die Gäste blieben weiter die effektivere Mannschaft, denn jede Lücke wurde zu einem schnellen Konter genutzt und auch die erfolgreichen Torschüsse blieben ihr Vorteil. So bauten sie in der 47. Minute mit dem Treffer von Andre Huebscher  ihre Führung auf 2:5 aus. Den Gastgebern rannte nun die Zeit davon, doch einmal konnten auch sie noch einmal unter Beweis stellen, dass sie durchaus Tore schießen können, und das sogar in Unterzahl: trotz einem Mann weniger auf dem Eis schnappte sich Nathan Robinson den Puck und schlängelte sich durch die Reihen der Gäste. Er versenkte den Puck mit einem Hammerschuss im Netz und verkürzte zum 3:5. Jedoch wollten sich die Füchse den Sieg nun nicht mehr nehmen lassen und warfen noch einmal alles nach vorn. So blieben den Hallensern kaum noch Möglichkeiten, den Spielstand weiter zu ihren Gunsten zu verändern. Vielmehr gelang Robin Slanina, noch einmal für die Füchse einzunetzen – zum 3:6-Endstand.Das Spiel endet also ohne einen Punkt für Halle, obwohl sich beide Teams diese verdient gehabt hätten – es war wieder ein Abend, wo die Effektivität siegte.

Für die Saale Bulls geht es am kommenden Freitag wieder auf große Fahrt, diesmal wieder in Richtung Westen: in ihrer Auswärtspartie treffen sie mit dem Herner EV erneut auf einen direkten Tabellennachbarn, welcher ebenso scharf auf die wichtigen Punkte sein wird.

 

Torschützen:
0:1 Marco Habermann – 9.
0:2 Lars Grözinger – 19.
0:3 Armands Berzins – 20.
1:3 Alexander Zille – 23.
2:3 Jan-Niklas Pietsch – 23.
2:4 Aaron Beally – 34.
2:5 Andre Huebscher – 47.
3:5 Nathan Robinson – 53.
3:6 Robin Slanina – 56.

Tore: 3:6 (0:3/2:1/1:2)

 

 

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