DERBYSIEG 4.0 – Saale Bulls gewinnen auswärts bei den EXA IceFighters Leipzig klar mit 7:3 (17.02.2019)

Das zweite Spiel unter ihrem neuen Trainer Ryan Foster führte die Saale Bulls am Sonntag in die sächsische Nachbarstadt zum vierten mitteldeutschen Derby dieser Saison. So ging es neben den wichtigen Punkten im Kampf um das Heimrecht in den anstehenden Playoffs auch um das Prestige aus dem möglichen vierten Derbysieg gegen die EXA IceFighters Leipzig. Den größeren Druck hatten dabei wohl die Gastgeber, denn die bisherige Derbybilanz der Saison sprach eindeutig für die Saale Bulls, die alle drei Aufeinandertreffen für sich entscheiden konnten. Leipzig wollte also unbedingt wenigstens dieses eine letzte Derby gewinnen und damit diese Bilanz wenigstens ein wenig aufhübschen. Bereits im ersten Aufeinandertreffen im Kohlrabizirkus hatten sich die Hausherren auch als hartnäckiger Gegner präsentiert und so standen beiden Teams sechzig harte Minuten bevor.

Das neue Spielsystem der Bulls musste sich hier ein zweites Mal in Aktion beweisen. Der spürbare Angriffsdrang der Hallenser wurde jedoch gleich zu Beginn jäh gestoppt durch eine Strafzeit gegen Jonas Gerstung. Doch die Verteidigung der Saalestädter stand wie immer gut und so konnte ein früher Führungstreffer der Leipziger verhindert werden. Es folgte die erwartet harte und schnelle Partie, wobei sich beide Seiten nichts schenkten. Dies schlug sich auch in den Strafzeiten nieder, aber einen wirklichen Vorteil brachten diese für beide Mannschaften zunächst nicht.

Der schnelle Spielaufbau der Bulls führte letztendlich dann doch zum gewünschten Erfolg und so konnte Maximilian Schaludek in der 13. Spielminute die hart erkämpfte Führung für Halle holen. Der Jubel der rund 400 mitgereisten halleschen Fans hielt jedoch nicht lange an, denn ein Fehlpass knapp eine Minute später eröffnete Leipzig eine Einladung zum Konter, den Dmitri Komnik zum 1:1-Ausgleich nutzte. Doch dieser kurze Rückschlag brachte den Angriff der Bulls nicht ins Wanken und sie suchten weiter ihre Chancen. Dabei schafften sie es nun auch endlich, ein Überzahlspiel für sich zu nutzen und noch vor der ersten Pause holte Tim May in der 18. Minute die Führung zurück.

Im Mittelabschnitt nahm die Schnelligkeit und auch die Härte auf dem Eis noch einmal deutlich zu. So machten die Leipziger nun noch ein Stück mehr Druck, um wieder zum Ausgleich zu kommen. Nach zwei Strafen gegen die Bulls hatten sie die beste Gelegenheit dazu und die doppelte Überzahl nutzten die IceFighters auch mit dem Tor von Erek Virch. Und es ging Schlag auf Achlag weiter, denn nicht mal eine Minute später gingen die Bulls dank Chris Francis (28.) wieder in Führung. Aber auch dieses Mal schaffte Leipzig den schnellen Ausgleich durch ein Tor von Leon Lilik in der 29. Minute. Dieser Treffer sollte dann aber doch der letzte der Hausherren in dieser Partie bleiben, denn in der Folge stimmte nicht nur die taktische Leistung der Bulls, sondern auch das Torglück lag bei ihnen. Beide Teams versuchten mit schnellen Aktionen, etwas am Spielstand zu drehen, Erfolg hatten damit nur noch die Gäste aus Halle. Mit einem Doppelschlag von Tim Marek (33.) und Tyler Mosienko (35.) zogen die Bulls nun mit 3:5 davon und mit dieser Führung auch in die zweite Pause.

Bevor sich die Teams in den Kabinen ein wenig erholen konnten, entlud sich die Anspannung und Härte auf dem Eis noch in handfesten Auseinandersetzungen, die entsprechende Strafzeiten zur Folge hatten. Am Ende der Partie standen für Leipzig 24 Strafminuten zu Buche, Halles Spieler mussten insgesamt 22 Minuten in die Kühlbox verbringen.

In den letzten Abschnitt gingen die Saale Bulls voller Energie, der zum Greifen nahe vierte Derbysieg sollte nicht mehr aus der Hand gegeben werden. So starteten sie sofort durch und Tyler Mosienko konnte nach nur 20 Sekunden auf 3:6 erhöhen. Die Sachsen steckten zwar noch nicht auf und kämpften gegen den nun mehr als deutlichen Rückstand an. Doch die Bulls konnten alle weiteren Angriffe unter Kontrolle bringen und Justin Schrörs fing die schwarze Scheibe immer wieder gekonnt aus der Luft. Auch die Härte der Leipziger brachte ihnen nicht den gewünschten Erfolg, sondern nur zusätzliche Strafzeiten ein. So konnte Jan Niklas Pietsch auch drei Sekunden vor dem Abpfiff die mitgereisten Fans noch mal zu Jubeln bringen, als er eine doppelte Überzahl für den siebten Treffer der Bulls nutzte.

Damit sicherten sich die Saale Bulls auch den vierten Derbysieg dieser Saison und bringen die drei Punkte verdient mit nach Hause. Sie können dadurch ihre Position auf Platz vier weiter festigen, da die Moskitos Essen gleichzeitig ihr Spiel gegen die Hannover Indians verloren. Für die Saale Bulls geht es am kommenden Freitag, im einzigen Spiel des Wochenendes, bei den Preussen Berlin weiter.

 

Torschützen:

0:1 Maximilian Schaludek – 13.
1:1 Dmitri Komnik – 14.
1:2 Tim May – 18.
2:2 Erek-Dirk Virch – 27.
2:3 Chris Francis – 28.
3:3 Leon Lilik – 29.
3:4 Tim Marek – 33.
3:5 Tyler Mosienko – 35.
3:6 Tyler Mosienko – 41.
3:7 Jan Niklas Pietsch – 60.

Tore: 3:7 (1:2/2:3/0:2)

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