Wochenende der Gegensätze – Bulls empfangen Hamm und Tilburg

Gegensätzlicher könnte das anstehende Wochenende für die Saale Bulls nicht sein: Empfängt man am Freitag im heimischen Sparkassen-Eisdom mit den Hammer Eisbären zuerst das Tabellenschlusslicht der Liga, so reisen nur zwei Tage später die, dank des besseren Torverhältnisses gegenüber den Bulls, auf Tabellenplatz eins stehenden Tilburg Trappers an die Saale. 

Bei den Eisbären sollte vieles anders, vieles besser werden als im vergangenen Jahr, als man sich nahezu die komplette Spielzeit im Tabellenkeller wiederfand. Doch Geschichte wiederholt sich leider: Gehaltene Leistungsträger, wie Michel Maaßen oder der neu verpflichtete Hoffnungsträger, Viktor Beck, fehlen seit geraumer Zeit, Letztgenannter ist – ohne bislang auch nur einmal das Eisbären-Trikot getragen zu haben – sogar die komplette Saison zum Zusehen verdammt. 

Somit agieren die Eisbären quasi seit Hauptrunden-Beginn mit lediglich 16 Feldspielern – in einer immer stärker werdenden Oberliga ist das eine kraftraubende Situation für das Team von Head Coach Jeff Job. Auf den Importstellen baut man weiterhin auf den tschechischen Defender Michal Spacek, mit aktuell 19 Zählern zweitbester Scorer der Eisbären. An erster Stelle findet sich der US-amerikanische Neuzugang, Christopher Schutz, der bislang 22 Zähler sammeln konnte und sich – paradoxerweise für ein Tabellenschlusslicht – mit 15 Treffern auf Rang drei der gesamten Torjägerliste der Oberliga Nord wiederfindet. Somit war der ligaweit konterstärkste Akteur (bereits drei Shorthander) für knapp ein Drittel aller Hammer Tore (47) verantwortlich und ist DER Dreh- und Angelpunkt der Eisbären-Offensive.

Das große Hammer Faustpfand ist die Moral! Trotz aller Widrigkeiten und Niederlagen, kämpft das Team von Kapitän Spacek bis zum Schluss, hat trotz kleinem Kader bis zum Abpfiff Kraftreserven. So kämpfte man sich gegen Krefeld nach 0:5-Rückstand im letzten Drittel noch auf 4:5 heran, auch gegen die Scorpions und Essen lag man jeweils nach zwei Drittel mit 0:4 im Hintertreffen, konnte im Schlussabschnitt jeweils auf 3:4 verkürzen. Großer Aufwand, wenig Ertrag. Trotzdem sollten die Bulls gewarnt sein und mit höchstmöglicher Konzentration in die Partie gehen – um am Ende den (hoffentlich) neunten Heimsieg in Folge einfahren zu können.

(Jy) 

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