Von Christoph Koch

Halle (Saale) – So langsam hat sich Leon Fern an die Prozedur gewöhnt. „Am Anfang empfand ich es als sehr unangenehm, mittlerweile geht es“, sagt der Eishockey-Profi der Saale Bulls und meint damit den wöchentlichen Corona-Test, den das Team durchführen muss.

Zumal es in der aktuellen Phase etwas leichter fällt, den Test über sich ergehen zu lassen. Denn seit vier Spielen sind die Bullen in der Oberliga ungeschlagen. Nach einem 6:5-Erfolg nach Penaltyschießen bei Herne am Freitag, „unsere beste Saisonleistung“, so Fern, gewann die Mannschaft von Trainer Ryan Foster auch am Sonntag bei Diez-Limburg mit 7:1. „Wir haben gerade eine kleine Serie laufen und uns eine gute Ausgangslage verschafft“, so Fern, der vor der Saison von den Crocodiles Hamburg kam.

Am aktuellen Erfolg der Saale Bulls, der sie auf den vierten Platz befördert hat, hat auch der Neue Anteil. Der 23-Jährige erzielte bereits vier Tore (fünftbester Wert im Team) und legte sechs weitere auf. Der Verteidiger traf in Herne doppelt, schaffte neun Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 5:5, der die Verlängerung gesichert hatte.

Leon Fern bei den Saale Bulls: „Ich will vorangehen“

„Ich will vorangehen, das ist mein Ziel und das macht mir auch Spaß. Auch wenn ich noch einer der Jüngeren bin“, sagt der in Velbert geborene Linksschütze, der in der abgelaufenen Saison fünf Einsätze für die Lausitzer Füchse in der zweiten Liga hatte, ehe er nach Hamburg ausgeliehen wurde.

Bereits am Dienstag (20 Uhr) geht’s für die Saale Bulls weiter. Dann steht das dritte Auswärtsspiel in Folge an, dieses Mal in Herford – ein Pflichtsieg muss her. Auch wenn es das dritte Duell binnen fünf Tagen ist. „Für den Kopf ist das kein Problem“, so Fern: „Denn wir müssen noch einmal ran, dann haben wir drei Tage Pause.“ Und die würden durch einen Sieg zusätzlich versüßt werden.

Heimweh: Lukas Miculka verlässt Halle wieder

Die Saale Bulls müssen derweil einen personellen Rückschlag verkraften. Wie der Verein am Montag bekanntgegeben hat, verlässt Lukas Miculka die Bullen schon wieder. Der tschechische Stürmer mit deutschem Pass war erst am 8. Dezember verpflichtet worden, um die Verletzung des Finnen Tatu Vihavainen aufzufangen. In vier Partien für die Saale Bulls gelangen Miculka vier Torbeteiligungen. Als Grund für die Vertragsauflösung gab der Klub Heimweh des Spielers an. (mz, 21.12.2020)