Von Fabian Wölfling

Halle (Saale) – Die Vorbereitung der Saale Bulls gleicht bei flüchtiger Beobachtung einem Abenteuerurlaub. Das Programm unter anderem: Kanutour auf die Saale, Zelten, Laser-Tag oder, am Mittwochnachmittag, Wasserski in Hohenweiden. Natürlich arbeiten die Oberliga-Profis in der nur dreiwöchigen Vorbereitung auch intensiv am Zusammenspiel auf dem Eis. Aber für eine erfolgreiche Saison muss eben auch die Chemie im Team stimmen. Um die zu formen, haben sich spaßige Events in den vergangenen Jahren bewährt.

Dass die Bulls eine erfolgreiche Saison anpeilen, ist nun keine Überraschung – das macht schließlich ausnahmslos jede Sportmannschaft auf der Welt. Gleichwohl kann die Definition dessen, was eine erfolgreiche Spielzeit ist, von Team zu Team enorm variieren. Im Falle der Bulls ist die Richtung aber klar: Nach vorn soll es gehen, weiter in der Entwicklung. „Die Meisterrunde war gut. Jetzt müssen wir arbeiten, damit der nächste Schritt kommt“, sagt Bulls-Trainer Dave Rich.

Saale Bulls: Daniel Mischner korrigierte sein Saisonziel

Tatsächlich gelang den Bulls in der vergangenen Saison ein erfolgreicher Neubeginn. Nach der chaotischen Spielzeit 2016/17 zeigte sich das Team wieder als Einheit, glänzte in der Meisterrunde mit dem Vormarsch auf Platz zwei. In den Playoffs ging es dann aber gleich in der ersten Runde raus.

Nur die Playoffs, das reicht den Bulls in der anstehenden Saison nicht mehr. Das Halbfinale soll es sein, lautete ursprünglich der Auftrag von Präsident Daniel Mischner. Angesichts der Ausfälle von Kai Schmitz und Raphael Joly korrigierte er das Saisonziel unlängst aber auf das Erreichen des Viertelfinales.

Saale Bulls: Trainer Dave Rich denkt in Etappen

Dave Rich verschließt sich dem nicht. Er denkt aber, ganz der Trainer, in Etappen. „Erst müssen wir in die Playoffs. Unter die ersten Vier zu kommen, wäre das Beste. Kommen wir unter die ersten Sechs, bin ich aber auch glücklich“, sagt Rich. So blieben den Bulls die Pre-Playoffs erspart.

Dann folgt eine bemerkenswerte Kampfansage: „Ich bin sauer, egal wann wir rausfliegen“, betont Rich. Also: „Ich will das letzte Spiel gewinnen. Mein Ziel als Coach ist es, immer ins Finale zu kommen und Meister zu werden.“

Dabei kann eine gute Teamchemie nicht schaden. (mz, 13.09.2018)