Von Fabian Wölfling

Halle (Saale) – Jan-Niklas Pietsch hält sich noch etwas bedeckt. Diesen Vorteil des Ungewissen, den will er nicht leichtfertig verspielen. „Herne weiß nicht, was auf sie zukommt“, sagt der Verteidiger der Saale Bulls.

Damit das vor dem Spiel am Freitag in der Eishockey-Oberliga auch so bleibt, verrät Pietsch nicht viel über die ersten Trainingseinheiten unter dem neuen Trainer Ryan Foster, bleibt ziemlich generell: „Er hat versucht sein System einzubringen, hat neue Laufwege einstudiert.“

Eine vielsagende Information übermittelt der 27-Jährige dann aber doch: „Geschrien hat er bisher noch nicht“, sagt Pietsch. Als knallharter Einpeitscher versucht Ryan Foster die Saale Bulls vor dem Saisonendspurt also nicht auf Kurs zu bringen.

Ryan Foyster setzt bei Saale Bulls auf Einzelgespräche

Stattdessen setzt er auf ruhige, sachliche Kommunikation. „Er hat mit jedem einzelnen gequatscht“, sagt Pietsch. „Wir haben uns gleich am Dienstag zu einem Gespräch zusammengesetzt.“

Auf und neben dem Eis versucht Foster seine Idee vom Spiel also so schnell wie möglich zu vermitteln. Seine Handschrift soll schon am Freitag im wegweisenden Duell gegen Herne zu sehen sein.

„Im ersten Spiel werde ich nun nicht übermäßig kritisch sein, aber ich will schon, dass sie mein System umsetzen“, sagt der neue Coach. Wert legt er vor allem auf aggressives Forechecking. „Das will ich direkt sehen. Sie sollen Gas geben, Biss zeigen.“

Der Eindruck von der Mannschaft sei durchaus positiv. „Ich bin zufrieden, wie die ersten Tage verlaufen sind“, sagt Foster. „Wir hatten eine hohe Energie auf dem Eis, die Spieler haben meine Vorgaben auch gut umgesetzt.“

Saale Bulls gegen Herne: Burns wackelt, Striepeke fällt aus

Umsetzen will der Trainer selbst eine neue Zusammenstellung der Reihen. „Ich werde anfangen, die drei Nordamerikaner auseinander zu nehmen, damit die Reihen ausgeglichener sind“, kündigt Foster vor dem Duell mit Herne an und auch dem Derby in Leipzig am Sonntag an.

Allerdings erschwert eine Krankheit von Nathan Burns das Vorhaben. „Ob er gegen Herne spielt, wird sich direkt vor dem Spiel zeigen“, sagt Foster. Jannik Striepeke fehlt wegen einer Gehirnerschüttern das ganze Wochenende.

›› Anbully gegen Herne am Freitag um 20 Uhr im Sparkassen Eisdom. Das Derby gegen Leipzig am Sonntag um 17 Uhr im Kohlrabizirkus. (mz, 15.02.2019)