Halle (Saale) – Überraschung in der Eishockey-Oberliga: Die Saale Bulls haben sich am Samstag von ihrem Headcoach Dave Rich getrennt. MEC-Präsident Daniel Mischner teilte dem 49-Jährigen die Entscheidung am Samstagvormittag mit, das Team erfuhr davon am Nachmittag. In einer Mitteilung hieß es, die Beurlaubung sei „in gegenseitigem Einvernehmen“ erfolgt.

Am Vorabend hatten die Bulls ihr Heimspiel gegen die Hannover Indians mit 4:7 verloren. In der Tabelle liegt der Klub kurz vor Ende der Hauptrunde auf dem fünften Rang – und damit durchaus auf Play-off-Kurs. Zu wenig aber für die Ansprüche des Vereins, zumal nahezu alle Partien gegen die Top-Teams verloren gingen.

Trainerentlassung bei den Saale Bulls als „Impuls“ für Play-offs

„Es war in den letzten Wochen keine Entwicklung zu sehen“, sagte Daniel Mischner der MZ. Schon vor der Niederlage gegen Hannover habe es entsprechende Überlegungen gegeben. Zugleich reichte er den Druck ans Team weiter: „Die Spieler sind jetzt in der Pflicht!“

Mit der Trennung von Rich wolle man „nichts unversucht lassen, noch das Maximale aus der Saison rauszuholen“, sagte Mischner: „Daher jetzt der Versuch, nochmal einen Impuls zu setzen.“

Nachfolger von Dave Rich bleibt nur bis zum Saisonende

Die Nachfolge von Rich, der seit Mai 2017 Trainer in Halle war, ist bereits geregelt: Am Sonntag, wenn die Bulls in Erfurt antreten müssen, wird Assistenztrainer Stephan Klingner das Team betreuen. Am Montag übernimmt dann der Österreich-Kanadier Ryan Foster bis zum Saisonende das Traineramt. Forster trainiert bislang noch die österreichischen U18-Auswahl.

„Er will sich in Deutschland beweisen. Wir hatten gute Gespräche, aber sein Vertrag gilt nur bis zum Saisonende. Darüber hinaus ist er kein Thema“, sagt Mischner. Was bedeutet: Nach den Play-offs gehen die Saale Bulls erneut auf Trainersuche. (mz/fab/bbi, 09.02.2019)