Von Fabian Wölfling

Halle (Saale) – Am Montagmittag traf Michal Bezouska die letzten Vorkehrungen vor der entscheidenden Saison-Phase. Beim Hausarzt seines Vertrauens ließ sich der Deutsch-Tscheche notwendige Allergie-Medikamente verschreiben. „Jetzt sollte die Nase für die Playoffs frei sein“, erzählt der Angreifer der Saale Bulls danach. Nicht nur die: „Hoffentlich auch die Arme und Beine.“

Alles wird ab Freitag gebraucht, um in den Pre-Playoffs der Eishockey-Oberliga gegen Essen erfolgreich zu sein. In die Vor-K.o.-Runde wollte bei den Bulls eigentlich keiner. Viel höher waren die Erwartungen, auch wegen Verpflichtungen wie der von Bezouska, in Rostock zuvor einer der torgefährlichsten Angreifer der Liga. Viel zu viele schwache Auftritt bedeuteten aber in der Endabrechnung nur Platz sieben. „Wir haben einfach nicht regelmäßig unsere Leistung abgerufen.“

Was auch für den 32-Jährigen gilt. Bezouska ließ zwar sein starkes technisches Potenzial immer wieder aufblitzen, zu oft wechselten sich starke Auftritte aber mit unauffälligen ab. In den Playoffs bedeutet solch eine Inkonstanz schnell das Aus. „Wir brauchen jetzt immer eine gute Einstellung zum Spiel, müssen hart arbeiten und clever spielen“, sagt Bezouska.

Immerhin: Die Generalprobe bei den Hannover Scorpions am Sonntagabend gelang. Auch dank eines Tores und einer Vorlage von Bezouska gewannen die Bulls nach 1:3-Rückstand mit 5:3. Ein kleiner Mutmacher vor den K.o.-Spielen. „Ein Sieg tut immer gut und gibt Auftrieb für die Trainingswoche“, sagt Bezouska, der kurz vor Ende einen Schuss abbekam, aber ohne größere Verletzung blieb. „Aber am Freitag erwartet uns ein ganz anderes Spiel.“ (mz, 03.03.2020)